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Was ist mobiles Taggen?

Beitragvon Atrista » 07.07.2017 10:42

Werben Sie noch oder taggen Sie schon?


In Asien bereits überall präsent, ist Mobile Tagging in Europa schwer im Kommen. Auf einem 2-D-Barcode lassen sich Informationen speichern, die der Nutzer über sein Foto-Handy direkt abrufen kann. Unternehmen können die Technologie nutzen, um zu informieren, zu unterhalten und dem Verbraucher das Leben leichter zu machen.

Auf dem großen Banner vor dem Eingang des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe prangt ein riesiger Barcode. Ebenso sind auf allen Flyern, Broschüren und Plakaten des ZKM Barcodes abgebildet. „Take your phone, take a photo“ steht als Erklärung dabei. Wer nun mit seinem Foto-Handy einen solchen Barcode – ein so genanntes Tag – fotografiert, der gelangt auf eine spezielle Website bzw. Microsite. „Die Barcodes verlinken auf Seiten, die speziell für die Handy-Nutzung aufbereitet sind und so blitzschnell Informationen in Wort, Bild und Ton liefern“, erklärt Friederike Walter, beim ZKM zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zu sehen ist beispielsweise ein Film, in dem der künstlerische Vorstand Peter Weibel einen Einblick in sein Büro gewährt.

Was hier passiert, nennt sich Mobile Tagging. Zum 20-jährigen Jubiläum in diesem Jahr setzt das ZKM auf die technische Neuerung in der Wissensvermittlung. „Als zukunftsorientierte Institution wollen wir innovative Techniken ausprobieren, mit denen wir unsere Ausstellungsräume zeitlich und räumlich ausdehnen können“, so Friederike Walter

Infos per Barcode und Handy

Was verbirgt sich dahinter? Beim Mobile Tagging liest man mit seinem Foto-Handy einen 2-D-Barcode aus. 1-D-Barcodes findet man auf Produkten aus dem Supermarkt, 2-D-Barcodes sehen etwas anders aus und können noch mehr Informationen speichern. In der Regel enthalten sie den Link auf eine Webseite. Eine so genannte Reader-Software decodiert die Informationen. Neue Handys verfügen bereits beim Kauf über diese Software, bei älteren Modellen lässt sie sich nachträglich installieren. Es gibt verschiedene 2-D-Barcodes; das ZKM benutzt den weit verbreiteten QR-Code. QR steht für "quick response", also schnelle Antwort.

Infos per Barcode und Handy

Was verbirgt sich dahinter? Beim Mobile Tagging liest man mit seinem Foto-Handy einen 2-D-Barcode aus. 1-D-Barcodes findet man auf Produkten aus dem Supermarkt, 2-D-Barcodes sehen etwas anders aus und können noch mehr Informationen speichern. In der Regel enthalten sie den Link auf eine Webseite. Eine so genannte Reader-Software decodiert die Informationen. Neue Handys verfügen bereits beim Kauf über diese Software, bei älteren Modellen lässt sie sich nachträglich installieren. Es gibt verschiedene 2-D-Barcodes; das ZKM benutzt den weit verbreiteten QR-Code. QR steht für "quick response", also schnelle Antwort.

Bild

Der Charme von Mobile Tagging liegt darin, dass sich statische Informationsträger mit dem Internet verbinden lassen und den Konsumenten zu interaktivem Handeln anregen. Der Benutzer gelangt direkt auf spezielle Seiten, die für ihn in der konkreten Situation von Interesse sind – ohne dass er dafür eine Internetadresse eintippen oder navigieren muss.

Vorreiter bei der Anwendung sind die asiatischen Länder; insbesondere Japan, wo Mobile Tagging bereits zum Alltag gehört. Auf Youtube ist in einem Video zu sehen, wie riesige Menschentrauben vor Plakaten von Walt Disney stehen und über die abgebildeten Codes mobile Angebote abrufen. Von dieser Werbewirkung können deutsche Unternehmen zwar bislang nur träumen, aber auch hierzulande ist Mobile Tagging auf dem Vormarsch.

Der Charme von Mobile Tagging liegt darin, dass sich statische Informationsträger mit dem Internet verbinden lassen und den Konsumenten zu interaktivem Handeln anregen. Der Benutzer gelangt direkt auf spezielle Seiten, die für ihn in der konkreten Situation von Interesse sind – ohne dass er dafür eine Internetadresse eintippen oder navigieren muss.
Vorreiter bei der Anwendung sind die asiatischen Länder; insbesondere Japan, wo Mobile Tagging bereits zum Alltag gehört. Auf Youtube ist in einem Video zu sehen, wie riesige Menschentrauben vor Plakaten von Walt Disney stehen und über die abgebildeten Codes mobile Angebote abrufen. Von dieser Werbewirkung können deutsche Unternehmen zwar bislang nur träumen, aber auch hierzulande ist Mobile Tagging auf dem Vormarsch.

Bei Veranstaltungen scheint sich Mobile Tagging zu etablieren. Auch die MFG Baden-Württemberg, Innovationsagentur des Landes für IT und Medien, nutzte die Technologie im Juni 2008, um das Programm des Deutschen Multimedia Kongresses (DMMK) als Microsite per Mobile Tag zur Verfügung zu stellen. Plakate mit dem Slogan „Feel the Tag“ bewarben die Aktion.
Mobile Tagging eröffnet Unternehmen interessante neue Werbemöglichkeiten. Die Anwendungsgebiete sind vielseitig, und insbesondere der Blick nach Japan zeigt, was alles möglich ist: Hier gibt es die Codes auf Getränkedosen, auf Einwickelpapier von Hamburgern, auf Visitenkarten, Bucheinbänden, Reklametafeln und an vielen weiteren Stellen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

„In Europa erwarten wir in fünf Jahren täglich mehr als 100 Millionen Zugriffe“, sagt Dr. Volker Rieger von der Detecon International GmbH, die im vergangenen Jahr eine Untersuchung zum Thema Mobile Tagging veröffentlicht hat. Einen sehr interessanten Anwendungsbereich sieht er in der Möglichkeit, Verbrauchern den Self-Service zu erleichtern: „Über einen Code können sie beispielsweise Konsumgüter oder Ersatzteile sehr unkompliziert nachbestellen oder sich die Gebrauchsanweisung herunterladen“, so Volker Rieger.

Das Münchner Modelabel emma cott setzt die Technik für den privaten Gebrauch ein. Auf seinen T-Shirts stehen Sätze wie “Mogst bussln”, “I steh auf di” oder „Ruafst mi o”, darunter ist ein Barcode abgebildet. Wer ihn abfotografiert, den bringt das Handy direkt auf das MySpace-, Facebook- oder Xing-Profil seines Trägers. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten der Selbstdarstellung.


Quelle: MFG Innovationsagentur - Medien- und Kreativwirtschaft


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