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Das Rollenspiel der deutschen Amazonen in SecondLife
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2013-12-07 RP Besuch im Sanctum, eine Verletzte und ein Ball...

Beitragvon LyAvain » 17.12.2013 14:55

LyAvain sitzt im Kartenhaus und schreibt Berichte... Draussen ist soeben der erste Schnee gefallen und sie hat ihren Umhang rausgekramt. Zum Glück bleibt das weisse Zeug nicht liegen.

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Zwei Tage nachdem Yohshi aus der Trance wieder erwacht war, kam sie zu uns ans Feuer und fing an Sandy zu berichten, was geschehen war.
Ich hatte eine Taube bekommen. In der Nachricht von Cindy hatte es geheissen ich solle Paco ins Sanctum bringen. Sie wollte den Mann der Hoheit vorstellen. Das war schon lange geplant gewesen, allerdings immer wieder was dazwischen gekommen.
Der Mann war so ungewöhnlich, dass wir meinten es sei wichtig dass die Hoheit ihn kennenlernte. Auch sollte er seine Geschichte erzählen die uns Späher solche Rätsel aufgab. Vielleicht konnte die Hoheit Licht ins Dunkel bringen.
Also machte ich mich auf und sammelte Paco an der Taverne ein. Gemeinsam machten wir uns zum Sanctum auf. Paco war erstaunt, dass er zur hohen Richterin eingeladen worden war.

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Wir mussten kurz unten warten ehe wir vorgelassen wurden. Paco verhielt sich ehrenhaft und begrüsste die Arbitra angemessen. Sie schien zufrieden zu sein, denn sie bat ihn doch Platz zu nehmen. Dann wollte Atrista natürlich wissen, warum sie den Mann empfangen sollte. Wir erklärten ihr, er sei es wert... Und so begann die Hoheit Paco Fragen zu stellen. Wo er denn herkäme, was er so mache und sowas. So zog sich das Gespräch hin und es wurde spät.

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Als wir uns verabschiedeten, bat ich die Arbitra uns in fünf Tagen nochmal zu empfangen, denn dann würde Paco ihr eine Geschichte erzählen, die sie unbedingt hören musste. Ich erhoffte mir natürlich Antworten auf einige ungelöste Fragen.
So ging ich dann nach Hause...

Am näcsten Tag traf ich Susi und Sirena die gerade mit Nyoki redeten. Der jungen Jägerin schien es nicht gut zu gehen. Und als diese ihren Umhang fallen liess verschlug es mirden Atem. Sie war am ganzen Körpfer mit Schrammen und blauen Flecken übersät.

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Aus ihrem aufgeregten Kauderwelsch war rauszudeuten, dass sie auf der Jagd von einem Löwen im Gebirge überrascht worden war. In ihrer Panik war sie geflüchtet und einen Abhang heruntergestürzt.
Wir bugsierten Nyoki auf Sirenas Pferd und barchten sie in Susies Heilerzelt. Die Schamanin regina bauftragte mich Wasser zu holen. Ich flitzte zum Schrein der Aenigna, füllte ohne lange zu überlegen etwas von dem klaren heiligen Wasser in einen der Kelche und hoffte die Herrin des Windes würde mir nicht zürnen. Dann brachte ich das Wasser zu Susi und Sirena und assistierte beim Wunden säubern.
Nachdem Nyoki ordentlich verbunden war, beteten wir zusammen um die inneren Wunden zu heilen... Nyoki war unterdessen eingeschlafen, da Susi ihr ein Kraut gegeben hatte auf dem sie herumlutschen sollte.

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Nyoki sollte Suppe bekommen, wenn sie wieder aufwachte. Also sauste ich wieder los und brachte Aenigna ihren Kelch zurück, bedankte mich bei der Herrin des Windes für ihre Geduld und Güte und holte ein frischgeschlachtetes Huhn und Gewürze. Ich rannte schnellstens zurück und fing an eine Hühnerbrühe zur Stärkung zu kochen. Susi meinte zwar Sirena solle noch Gemüse holen, aber ich hielt von dem Grünzeugs nicht.
Zum Glück war die brühe schneller fertig als Sirena mit dem Gemüse zurück war und so bekam Nyoki wenigstens eine Portion Brühe ohne Grünzeugs.
Danach liessen wir Nyoki schlafen und ich bereitete mich auf die Reise nach Carima vor. Dort waren wir Amazonen zum Ball eingeladen worden udn Atrista würde einen Staatsbesuch machen.

Am nächsten Tag ging es zeitig los. Wir waren pünklich dort und es wurde ein schöner Abend der für manchen eine Überraschung barg.

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Denn Jill die Herzogin kündigte an, das alte Land wieder aufzubauen, beziehungsweise hatte schon damit begonnen. Vielleicht nicht ganz so wie es früher einmal war, aber weitestgehend. Ich als Späherin war eine der wenigen die es rausbekommen hatte, war aber erwischt und zum Stillschweigen verdonnert worden.
Diese öffentliche Ankündigung von Jill war ein freudiges Ereignis für die vielen alten Bewohner des Landes die sich zum Ball versammelt hatten. Jill hatte allen eine Einladung geschickt. Ob Freund oder Feind.

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Und sogar der Ursupator, der Linde das Land damals entrissen hatte, kam und hielt Frieden. Doch die Wunden waren zu tief, als dass ihm viel Freundschaft entgegenschlug.
Trotzdem wurde lange gefeiert und viel getanzt und gelacht... Zu später Stunde machten sich die Amazonen wieder auf den Heimweg.

Ly pustet die Tinte trocken und blättert um...
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2013-12-11 RP Eine Geschichte und eine Runde am Feuer...

Beitragvon LyAvain » 17.12.2013 15:33

Zwei Tage nach der Rückkehr nach Amazonien ging ich wieder mit Paco ins Sanctum. Dieses Mal waren mehr Amazonen anwesend als beim letzten Mal. Es musste sich wohl herumgesprochen haben, dass eine Geschichte erzählt werden sollte. Amazonen lieben gute Geschichten.

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Es dauerte einen Augenblick ehe die Arbitra soweit war, aber schliesslich empfing sie uns und alle nahmen Platz. Es wurde ein wenig geplaudert und dann lengte Atrista die Aufmerksamkeit auf Paco und seine Geschichte.
Alle lauschten gebannt, sogar die Kinder waren still und tuschelten nur selten. Ich hörte sie nun zum dritten Mal, aber trotzdem war ich gebannt. Die Geschichte verlor auch beim dritten Mal nichts von ihrer Faszination.
Wieder erzählte er von der stolzen Amazone und dem rätselhaften Fremden die immer nur zu Vollmond zusammenfanden. Wie der Fremde dann wieder verschwand und aus der Verbindung der beiden eine Tochter geboren wurde. Auch wie die Amazonen dann des Landes verwiesen wurde.
Nachdem Paco geendet hatte kamen die Anwesenden die die Geschichte noch nicht kannten sehr schnell darauf, dass der Fremde nur Lunaris sein konnte. Yve und Susi waren ganz fasziniert.

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Ich brachte meine Verwunderung zur Sprache, dass diese Legende nicht in unseren Archiven stand. Es gab nur einen Fall wo eindeitig war, dass das Archiv verändert worden war und über die Wahrheit schwieg. Cindys Mutter und Grossmutter... Die Einträge endeten plötzlich. Hatte die Geschichte damit etwas zu tun.
Ich wollte eigentlich nur die Wahrheit rausfinden und dabei vorsichtig vorgehen. Doch Yve hatte mit einem Mal klar vor Augen, was einige ihrer Träume bedeuteten die ihr die Göttinnen geschickt hatten und stellte Atrista die direkte Frage, nach der Wahrheit.
Atrista wurde kurz wütend. Weil wir es wagten Forderungen zu stellen... Doch ich sprach davon dass ich wusste wie es war keine Vergangenheit zu haben. Es war aber was anderes, wenn man sie nicht erfuhr weil niemand wusste was passiert war, oder aber ob es absichtlich verschwiegen wurde. Darum wollte ich die Wahrheit rausfinden. Für Cindy... War an dem Mythos was dran? Cindy glaubte ja nicht. Aber Yve meinte doch...
ALs sich die Arbitra beruhigt hatte und merkte, dass dies kein Putsch gegen ihre Autorität war, sondern der Versuch Cindy zu helfen ihre Vergangenheit zu finden, lenkte sie ein und versprach drüber nachzudenken und wenn die Zeit reif war die Wahrheit ans LIcht zu lassen.
Ich bat die Arbitra nicht zu lange zu zögern, da ich wusste wie quälend das war.
Danach war die Audienz beendet und ich hörte im Rausgehen noch, wie knapp wir an einem Blutbad vorbeigeschrammt waren. Atrista würde nicht zögern jemanden zu töten wenn es der Sicherheit des Landes diente. Nur wären die Amazonen die da waren nicht Kampflos untergegangen. Zum Glück war alles gutgegangen.

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Erleichtert verliess ich das Sanctum und traf auf Cindy die mit Lilly Sprach... Wir verabschiedeten uns und gingen nach Hause. In den Fellen liegend dachte ich nur erleichtert: Ich lebe noch!

Am nächsten Tag Ging ich zum Heilerzelt um zu sehen wie es Nyoki ging... Sirena war wohl auf die gleiche Idee gekommen, denn sie stad worm Zelt und sprach durch die Tür mit Nyoki die sich wohl gerade angleidete. Als Nyoki rauskam begrüssten wir sie. Sie stand zwar schon auf, aber ihr war anzusehen, dass sie noch nicht ganz geheilt war.

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Ihre Idee Jagen zu gehen redeten Sirena und ich ihr aus. WIr würden sie die nächsten Tage mitversorgen, daher brauchte sie nicht jagen zu gehen.
Wir gingen ins Dorf um Nyoki was zu Essen zu besorgen. Sirena holte Getränke und ich sauste los um Fleisch zu holen. Kurz hinterm Dorfausgang rannte ich Sandy über den Weg die auf dem alten Zeus ritt. Ihm ging es wieder besser, aber er würde wieder zu den Elfen gehen.
Als ich Sandy erzählte das ich Fleisch für Nyoki holen wollte, kam sie mit und brachte Zeus wieder zurück. Gemeinsam suchten wir was Essbares zusammen, ein Huhn und eine frische Schulter vom Reh.

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Als wir ins Dorf kamen brannte schon ein Feuer und Sirena hatte Getränke mitgebracht. Nyoki freute sich über soviel Aufmerksamkeit. Und Rimo und Mine waren ebenfalls da. Bald war eine lustige Runde um das Lagerfeuer versammelt und es wurde viel Erzählt. Auch alte Geschichten wurden ausgegraben und Mine wollte im Gegensatz zu Rimo nicht glauben, dass es in Amazonien einmal Elfen gegeben hat. Die kleinen waren noch da, zeigten sich aber fast nie, nur die grossen Geschwister waren tiefer in die Wälder gezogen und nun lebten die Späher in dem alten Elfenland. Darum wuchs da auch alles so gut. Wobei Sandys grüner Daumen auch dazu beitrug, den sie wahrscheinlich ihrer Elfenhälfte verdankte.
Auch über Drachen und andere Wesen wurde gesprochen. Ein Drache war einmal fast auf mein Zelt getreten als ich noch am Strand von Amazonien lebte und noch kein Haus hatte. Rimo hörte begeistert zu, auch wenn Mine uns nicht glaubte.

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Erst als Sandy eine Ampulle austrank und ihr Elfenflügel wuchsen glaubte sie uns langsam. Rimo war ganz hin und weg und auch Nyoki bekam sich fast nicht mehr ein. Sandys Landungen waren immer nicht so gut, darum machte ich mir Sorgen als sie abhob um zu zeigen, dass die Flügel echt waren und nicht nur angesteckte Blätter.
Aber die Landung ging gut. Ich dachte bei Sandys Flügeln immer an den Absturz vom Tavernendach und ihren Gedächtnisschwund. Zum Glück konnte ihr Atrista damals helfen.
So wurde es noch ein lustiger Abend zu dem sich sogar die Matrona Akemi gesellte. Das Fleisch schmeckte allen hervorragend, der Schnaps, der Wein und der Saft auch...
Spät Abends krochen wir dann alle zufrieden und gutgelaunt in die Felle...

Ly beendet den Späherbericht und pustet die Tinte trocken, dann räumt sie alles ordentlich weg. Zufrieden nimmt sie ihren Umhang und wirft ihn sich über. Dann geht sie raus und macht sich auf den langen Weg in die Berge, jagen und die Grenze kontrollieren...
Möge Aenigna der Geist des Windes über dich und deine Wege wachen!

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2014-01-03 RP Eine kranke Schamanin, neue Schwäne und Ameisen

Beitragvon LyAvain » 03.01.2014 15:24

Ein paar Tage später waren Sandy und ich im Späherland und sassen am Feuer. Als sich Susi dick eingemummelt dazugesellte und vor sich hinschniefte und grummelte sie hätte sich bei einer Amazone angesteckt, kümmerten wir uns um sie. Sie bekam etwas zu Essen und eine heisse Milch mit Honig.

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Dann steckten wir sie in unsere heisse Quelle, wo sie ausgiebig warm badete. In eine Decke von mir eingehüllt musste sie Holundersaft trinken und dann steckten wir sie bei mir in der Hütte ins Bett schwitzen...

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Am nächsten Tag ging es ihr schon viel Besser... Es ist nicht gut, wenn die Heilerin eine Heilerin braucht. Zum Glück hatte mir Brigitt damals einiges beigebracht. Jetzt half es mir unsere Schamanin regina wieder auf die Beine zu stellen. So konnte ich mich bei der Heilerkaste revanchieren.

Yohshi war auf Jagd gewesen und hatte so garnicht mitbekommen, dass sich in unserem Teich neben der heissen Quelle ein Schwan mit einem Jungen niedergelassen hatte. Wir zeigten ihr das schöne Tier und machten ihr klar, dass es keine Beute ist.

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Yohshi fand den eleganten Vogel auch zu schön zum Fressen. Damit waren wir uns einig.

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Dann gingen wir zum Baumgeist und zeigten Yohshi die neuen Vögel, die sich dort niederglassen hatte. Endlich hatte ich auch dem Kolibri der mir seit Tagen hinterher flog überzeugen können hier zu bleiben. Yohshi unterhielt sich mit dem Baumgeist und nach einer Weile wollte er wieder in Ruhe gelassen werden. Daher liessen wir ihn wieder allein und gingen auf Jagd.

Einen Tag brachte Sandy das erschöpfte Männchen zu seinem Schwanenweibchen. Sie hatte das Tier am Strand gefunden. Es war wohl seinem Weibchen gefolgt.

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Dann würzten wir die Suppe der Schamanin regina nach und machten ordentlich Fleisch rein, damit sie nicht hungern musste und begaben uns dann ins Kriegerdorf, wo wir einen gemütlichen Abend am Feuer verbrachten.

Da wir viel auf Reisen waren, unter anderem auch zu einem diplomatischen Besuch in Carima, geschah nicht allzuviel in Amazonien. Erst gestern, da trafen wir Yve und gingen gemeinsam mit ihr zum Sanctum. Da begann das Drama...
Yve war lange im Wald gewesen und hatte heisshunger auf Käse und Wein. Daher gingen wir in die Sanctumsküche. Zuerst war es garnicht so schlimm. Einige Ameisen, die durch eine kleine Weinlache am Fass hervorgelockt worden waren. Für Yve war das schon schlimm genug. Sie hasste Ameisen... Und wurde fast hysterisch.
Kerstin, die in die Küche kam um etwas zu Trinken und zu Essen für die Hoheit und einige versammelte Amazonen holte, beschuldigte uns wir hätten die eingeschleppt. Da es aber nicht so war, machten wir uns auf die Suche nach der Quelle der Ameisen. Und bald war sie gefunden. Ein Fass unter einem Tisch... Ob sie in dem Fass oder darunter lebten wussten wir nicht, aber ein Tritt gegen das Fass liesse die Situation eskalieren. Bald wimmelte es überall von Ameisen. Kerstin war böse, weil sie gerade vor kurzem erst sauber gemacht hatte. Yve bekam richtig Panik und hopste auf der Stelle herum, dann warf sie den Käse weg und floh schreiend aus dem Sanctum.

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Wir überlegten kurz und dann schappte ich mir ein Tuch und dann das Fass und lief raus in den Garten wo ich das Fass im hohen Bogen ins Gras warf. Als ich wieder ins Sanctum kam, traf ich eine tropfnasse Yve, die unterwegs zur Hoheit ihre schöne Seidengewandung auswrang. Ich war gespannt, was die Arbitra zur tropfenden Priesterin sagen würde.
Dann kehrte ich in die Küche zurück und musste zu meinem Leidwesen feststellen, dass ich den Ameisen nur die Deckung geklaut hatte, aber nicht das Nest beseitigt.

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Durch ein Loch im Boden kamen die Ameisen in die Küche. Unter dem Steinboden mussten sie ein Nest haben und so war es auch. Sandy wollte die Küche fluten, den Ameisen mochten kein Wasser. Aber ich konnte sie davon abhalten. Das hätte viel Ärger gegeben.
Also half nur umsiedeln. Wir liefen raus in den Wald und stolperten über eine schön ein Stein eingefasste Quelle. Das musste die heilige Quelle sein, von der Yve und das Orakel gesprochen hatten. Hier konnten wir die Ameisen unmöglich laufen lassen. Also suchten wir weiter und standen kurz darauf vor Yves Höhle auf der Wiese... Auch kein guter Platz.
Da fiel mir die andere Waldquelle ein und so liefen wir zur Quelle des Baches. Ganz in der Nähe fanden wir einen Ort der geeignet war.
Also liefen wir zurück und begannen die Ameisen aus der Küche zu entfernen. Ich besorgte einen Eimer, während Sandy den Stein beim Loch mit ihrem Messer hochhebelte. Dann schaufelte sie die Ameisen samt dem Nest in den Eimer, fegte den Rest zusammen und packte etwas Käse und Brot in den Eimer um die Ameisen bei Laune zu halten.
Ich schnappte mir den Eimer mit dem wimmelnden Inhalt, ein Teller als Deckel drauf. Sandy suchte unterdessen einen Stein, der exakt in das Loch im Boden passte. Kurze Zeit später war das Problem gelöst.

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Also schnell die Ameisen in den Wald gebracht. An der Stelle ausgesetzt, den Eimer ausgeklopft und zurück ins Sanctum gebracht. Das Fass schnell an seinen Platz gestellt. Der Rest der Ameisen würde sich zu ihren Geschwistern im Wald verziehen.
Zufrieden mit uns selbst verliessen wir das Sanctum. Auf dem Weg zum Hafen kontrollierten wir Aurelias Höhle und wunderten uns dass die Äpfel von ihrem Baum bis auf den Weg kullerten.
Während wir noch staunten, kam Smaragd zu uns. Sie war von der Königin von ihren Pflichten als Leibwächtrerin entbunden worden, damit sie wieder mehr im Land sein konnte. Sandy und mich freute das. Sie würde wieder vermehrt im Sanctum mit wachen und die Grenzen Amazoniens im Auge bahalten.
Sie erzählte ausserdem etwas davon, dass im Sanctum wohl gerade eine wichtige Besprechung im Gange war, wo wir dabei sein sollten. Sandy und ich guckten uns an, da wir davon ncihts wussten. Aber wir beide hatten Yohshi im Sanctum verschwinden sehen. Ich wusste ja, dass sie die Arbitra etwas fragen wollte... Sie wollte gerne, dass ich mit ihr zu Afra ging, doch sie hatte der Arbitra versprochen nichts von dem Geheimnis Preis zu geben. Nun wollte sie in meinem Fall davon entbunden werden. Mich ehrte dieses Vertrauen. Weil wir beide wussten dass eine Späherin vor Ort war, liessen wir uns Zeit und überlegten.
Als Smaragd wieder weg war, beschlossen wir, dass ich lauschen ging und Sandy bericht erstattete, zusätzlich zu dem was Yohshi in Erfahrung bringen würde. Ausserdem wollte ich Yve bitten mir alles zu erzählen.

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Leider wurde ich erwischt, nachdem ich über das Dach geklettert war und an der Tür zur Dachterasse lauschte. Leise über mein Ungeschick brummend folgte ich Kerstin in die Gemächer der Hoheit. Cindy amüsierte sich über mein brummeln und meinte ich wäre wie ein Bär, da ich immer brummen würde.
Dann versuchte ich zu ergründen worum es eigentlich ging. Luftlöcher oder Luftschlitze, Feuer was Luft brauchte, eingemauerte Hoheiten... Ich war verwirrt.
Also schlich ich mich zu Cindy und hockte mich zu ihr. Leise fragte ich, worum es eigentlich ging. Die Hoheiten würden bevor sie sich ein weiteres Mal der Erneuerungszeremonie stellen würden, einen mehrtägigen Götterschlaf machen.
Jetzt ergab auch die ganze Diskussion einen Sinn... Ich hoffte, dass wenn es soweit war, die Späherinnen benachrichtigt werden würden, damit sie verstärkt Wache halten konnten. Und zwar so, dass es niemanem Auffiel. Die Arbitra bat um einen Plan, wenn es soweit wäre. Ich bat darum eingeweiht zu werden, damit wir überhaupt planen konnten.
Yve wollte sich mit der Schamanin regina und der Matrona noch einmal treffen, ich bat, dass zumindest eine Späherin komplett eingeweiht würde und Susi versprach mir alles zu erzählen, was Yve ihr erlauben würde. Damit war ich zufrieden.
Dann löste sich die ganze Audienzt auf, die eigentlich nur per Zufall entstanden war, weil irgendeine Amazone das Thema Götterschlaf aufgeworfen hatte. Das erklärte auch, warum keine Nachricht gekommen war.
Yve war mittlerweile Trocken, was man von dem Kissen nicht behaupten konnte. Die hohe Richterin hatte das ganze mit Humor genommen, während Yve vor Verlegenheit bestimmt wieder knallrot angelaufen war.
Ich würde die Tage Yohshi noch eingehender befragen, was vor meinem Auftauchen so passiert war. Sie hatte die ganze Zeit wohlig schnurrend auf einem Kissen der Hoheit gefaulenzt... Und hoffentlich zugehört.

Ly beendet den Bericht und pustet die Tinte trocken. Dann räumt sie den ganzen Schreibkram weg.
Es würden interessante Tage werden...
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2014-01-09 RP Von Böcken, Tauben und Hasen

Beitragvon LyAvain » 21.01.2014 17:30

Am nächsten ersten Tag der Woche sassen wir beim Späherfreuer. Susi war auchg da. Wir besprachen einige Dinge und dann sprang Sandy auf und meinte, sie müsse nach dem Pferd schauen, da stimmt was nicht. Kurze Zeit später brach Susi auch auf, weil sie sich noch mit Yve und der Arbitra treffen wollte...

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So sassen wir dann alleine und YohShi und ich sprachen über ihre Reise mit Afra. Sie wollte aber vorher die Arbitra fragen. Dazu sollten keine anderen Amazonen das Sanctum belagern, da sie das gerne unter vier Augen besprechen wollte. Ich versprach ihr die nächsten Tage die Augen und Ohren offen zu halten und ihr Bescheid geben, wenn der Zeitpunkt günstig war. Dann gingen wir ebenfalls unseren täglichen Beschäftigungen nach.

Zwei Tage später bauten Sandy und ich ein neues Taubenhaus auf. Das alte war zerbrochen, als Sandy es sauber machen wollte.

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Die Tauben waren etwas verwirrt und irrten durch die Gegend. Als Sirena, Susi und Paco auftauchten, sprach Sandy Sirena an und bat dafür zu sorgen, dass YohShi ihre Audient unter vier Augen bekam... Sirena versprach es.

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Susi fragte uns, wo man um diese Jahrezeit Böcke fand. Wir erklärten es ihr. Sie würde in die Berge wandern und etwas klettern müssen. Das war dann sozusagen ihr Opfer an die Göttinnen... Da Svenja dringen Jagderfahrung sammeln musste, würden wir sie mit Susi mitschicken. Wenn die beiden bis zur Sonnenwendfeier keinen Bock gefangen hätten, würde YohShi losziehen und schnell einen fangen.
Schliesslich begriffen endlich auch die Tauben, wo das neue Haus stand. Ich ging jagen...

Einen Tag später war es günstig. Es schien sehr ruhig im Sanctum zu sein. Also gingen YohShi und ich los.

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Als wir die grosse Audienzkammer betraten, stand die Tür nach oben offen. Ich bat YohShi zu warten und sie machte es sich auf den Fellen bequem.
Ich ging nach oben um uns anzumelden, ausserdem hatte ich Stimmen gehört. Kerstin war dort und Yve... Aber die Hoheit war noch nicht zu sprechen. Die Kriegerin des Feuers, welche im Sessel in der Ecke sass und alles beobachtete, übersah ich sogar. So leise beobachtend übersehen zu werden, ist einer Späherin würdig...
Ich ging wieder nach unten und als die Leibwache durch den Audienzsaal nach oben ging, meldete ich uns an.
Sobald die Arbitra zu sprechen wäre, würde sie YohShi anmelden. Ich wars zufrieden und wartete mit YohShi unten...

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Schliesslich kam Kerstin und holte YohShi... Kurz darauf kamen Yve und zu meinem Erstaunen auch die Kriegerin des Feuers nach unten. Jetzt erst endeckte ich, dass Cindy oben gewesen war.
Die Leibwächterin blieb bei der obersten Richterin und Kerstin blieb ebenfalls um alle zu bedienen und für Botengänge zur Verfügung zu stehen.

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Wir setzten uns auf die Felle und warteten und unterhielten uns über allerlei Dinge. Als Lilly ins Sanctum kam setzte sie sich zu uns und Yve begann die Aufmerksamkeit dr jungen Kriegerin zu prüfen.
Lilly musste mit geschlossenen Augen beschreiben wie Yve genau aussah, was sie trug, wie die Haare waren. Das Mädchen zeählte alles Fehlerfrei auf. Bei den Haaren stockte sie etwas und ein paar Details vom Gewand vergass sie aufzuzählen. Aber alles was sie beschrieb passte. Cindy war stolz auf ihre Tochter.

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Nach einiger Zeit kam YohShi wieder herunter. Sie wirkte sehr nachdenklich aber auch sehr, sehr zufrieden. Stolz erzählte sie, dass sie kein Hase sei. Ich war etwas verwirrt aber damit war ich zum Glück nicht allein.
Die Arbitra kam ebenfalls herunter und begrüsste alle, die sie noch nicht gesehen hatte. Dann verschwand sie wieder in ihren Gemächern. Damit war die Audienz zuende und wir verliessen das Sanctum und verabschiedeten uns von den anderen Amazonen.
Auf dem Rückweg ins Späherland erzählte mir YohShi, dass Afra entscheiden müsse, wer mitdürfe. Damit war YohShi sehr zufrieden. Die Arbitra schien ihr ausserdem sehr viel von ihrer Angst und Unsicherheit genommen zu haben. Das war gut so...
YohShi ging dann auf die Jagd um noch etwas nachzudenken und vor allem was zu Essen und ich bereitete uns einen Braten zu.
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2014-01-13 RP Von Erdbeeren und brennenden Rädern

Beitragvon LyAvain » 29.01.2014 15:55

Smaragd kam ins Späherland und wir sprachen über viele Dinge... Dann gingen wir zum Hafen und schauten nach, ob das Gerücht über eine Gesandschaft aus Carima stimmte oder nicht. Es war kein Schiff zu sehen. Also waren wir uns nicht sicher.

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Während wir so warteten, kamen wir auf unsere Bögen und meine Schleuder zu sprechen. Smaragd fragte mich, wo ich meine Pfeile herbekam. Ich machte sie meistens selbst, genug Feuerstein kag in Amazonien ja herum. Eisenpfeile waren zwar besser, aber zu schade um sie auf der Jagd zu verbrauchen.
Smaragd stand auf und holte einen Feuerstein vom Strand, ich zeigte ihr, wie ich das machte und gemeinsam schlugen wir Pfeilsitzen aus den Brocken. Als wir einige zusammen hatten, verriet ich einen Trick wie man nicht ganz so gut gelungene doch noch retten konnte.
Zuerst vergewisserte ich mich, dass unser Schmied Sven nicht da war und das Dorf auch sonst recht ruhig war. Dann setzte ich mich an den Schleifstein und brachte ihn ordentlich in Schwung... Dabei fiel mir auf, dass er trocken lief. Also holte ich Wasser, füllte auf ud übergoss den Stein auch damit. Erneut setzte ich ihn in Schwung und schliff die Grate und Wellen bei den Steinspitzen vorsichtig ab... Nur ganz leicten Druck, sonst gingen die Spitzen kaputt oder der Schleifstein litt.

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Smaragd war ganz fasziniert und probierte es auch. Sie hatte ein paar Schwierigkeiten, darum zeigte ich es ihr nochmal. Genau in diesem Augenblick kamen die Kriegerin des Feuers und Sirena ins Dorf... Und war das peinlich, als sie wissen wolltenw as wir da machten. Also rückten wir mitd er Wahrheit raus. Die beiden Kriegerinnen grinsten und das erwartete Donnerwetter blieb aus. Glück gehabt.
Auch Cindy hatte etwas von einer Gesandtschaft gehört. Daher gingen wir wieder zum Hafen. Auf halbem wege trafen wir den ersten Besucher. Es war der Nachtwächter und kurz darauf gesellte sich noch eine Frau und ein Mann, so wie er aussah ein Krieger, dazu.
Wir begrüssten die Reisenden und luden sie in die Taverne ein. Die drei, vor allem der Krieger, waren sehr ungeduldig. Sie baten uns um ihre Hilfe und wollten Erdbeeren von uns. Erdbeeren? Ja, Erdbeeren... Für die Herzogin, der es sehr schlecht ging.

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Wir guckten uns alle etwas irritiert an. Aber der Brief der Schamanin aus Carima sagte eindeutig Erdbeeren. Sie brauchte sie für einen Trank, der die Herzogin heilen sollte.
Nun hatten wir ein Problem. Erstens waren Erdbeeren auch bei uns um diese Jahreszeit rar und ausserdem traute Cindy dem ganzen nicht.
Es gab nur eine Stelle in Amazonien wo um diese Jahreszeit Erdbeeren wuchsen, das Späherland. Aber Sandy war auf Patrouille im Gebirge und kam erst am nächsten Tag wieder. Ausserdem, selbst wenn wir den dreien sofort Erdbeeren besorgt hätten, die Flut war vorbei und es kam Wind auf. Ablegen hätten sie nicht gekonnt.
Also quartierten wir die Frau bei Sirena ein und die beiden anderen in der Taverne.

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Am nächsten Tag war Sandy da. Ich erzählte ihr was am Vortag geschehen war und währendessen kam die Kriegerin des Feuers zu uns. Sie gab uns Instruktionen ihr die Verhandlung zu überlassen und wir machten uns auf ins Kriegerdorf. Unsere Gäste waren schon wach nur die Frau fehlte. Also gingen wir zum Hafen runter. Dort setzten wir uns ans Feuer und Cindy erklärte, sie bräuchte einen Beweis, dass die Erdbeerpflanze wirklich für die Herzogin war. Den hatten sie nicht. Zumindest nicht, bis die Frau fielen liess, der Krieger sei ein Ritter. Ich hatte von diesen gepanzerten Reitern gehört, die meist auf einen Herrscher oder eine Herrscherin eingeschworen waren.

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Schnell huschte ich zu Cindy und flüsterte ihr ins Ohr, dass der Krieger bestimmt so einen Siegelring hatte. Sie fragte ihn und er hatte tatsächlich einen. Damit war das Problem vom Tisch.
Sandy, die Frau Tarina und ich wanderten ins Späherland. Dort grub Sandy eine Erdbeerpflanze aus während ich eine Kiste und Stroh besorgte. Dann verpackten wir die Pflanze vorsichtig und als ich nach Nägeln suchte zeigte Sandy Tarina etwas was sie neulich erst entdeckt hatte.

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Sie eigentlich aus den Erdbeeren Schnaps brennen wollen. Der Ansatz war mit Süssezeugs aus Zuckerrohr vermengt, und es kam eine Art Fruchtpaste bei raus, die sehr lecker schmeckte. Sie liess Tarina probieren, die ganz hin und weg war. Sandy gab ihr einen Tigel voll mit für die Herzogin.
Dann machten wir uns auf den Rückweg.

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Die Gesandschaft aus Carima war glücklich endlich ihr Ziel erreicht zu haben und drängten dann zum Aufbruch, da sie sonst die Flut verpassten, Wir brachten sie zum Schiff und verabschiedeten uns. Dann legte der Segler ab, nahm Kurs aufs offene Meer und verschwand langsam am Horizont.


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Am nächsten Tag hatte die Schamanin regina zum Sonnenwendfest eingeladen. Nach und nach versammelten sich alle Amazonen. Sogar Amelie war da, aber hielt sich abseits und war sehr verschreckt durch den Trubel. Die Arbitra versuchte sie zwar zu beruhigen, was aber nur mässig gelang.

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Als sich Ruhe über den Schamanenplatz legte begann Susi die Göttinnen anzurufen und ihnen zu danken, dass die Sonne erneut wieder stärker wurde. Die Dunkelheit würde langsam wieder weichen und ein neues Jahr hatte begonnen.
Sie sprach ein Gelöbnis aus, was sie im nächsten Jahr sich vornehmen wollte, dabei legte sie die Hand auf die Leber eines heiligen Bockes, den sie die Tage zuvor mit Svenja ind en Bergen gejagt hatte.

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Anschliessend ging sie zur Arbitra und diese schwor die Amazonen mit allem was ihr heilig war zu verteidigen und dem Volk eine gute Führerin zu sein. Amelie traute sich nicht und war verschreckt geflohen.
Dann kamen die Kastenführerinnen dran. Dann die Gefärhtinnen, wobei Susi mich ausversehen überging und die Leibwächterinnen schwören liess... Dann kam ich an die Reihe und ich schwor den Amazonen zu helfen wo ich konnte, vor allem einer Schwester auf ihrem Weg, dabei sah ich zu YohShi.
So ging Susi von Amazonen zu Amazone und bei Smaragd und YohShi dachte wohl jeder kurz, würde die Leber das überleben? Aber die beiden konnten sich zusammenreissen und gelobten für das neue Jahr ebenfalls etwas besonderes zu tun. Schliesslich kam Susi bei den Kindern an, die schon ganz ungeduldig warteten.
Dann dachten alle, nun würde es ein Fest geben. Aber da kannten sie unsere Schamanin nicht. Sie hatte eine Überraschung vorbereitet. Sie sagte, die die nur schauen wollen sollten unten bleiben in der Nähe des Felsens. Der Rest ging mit ihr auf den Berg. Dort hatte sie einige Wagenräder präpariert, über die wir uns einige Tage zuvor gewundert hatten.

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Sie richtete eins der Räder auf, sprach einige Worte und hielt dann die Fackel an das Rad. Als es mit einem Fauchen feuer fing begann es den Hang hinab zu rollen. Immer den Weg entlang, unten sauste es über einige Grasbüschel springend in Richtung Strand. Dort verschwand es in einer gewaltigen Dampfwolke zischend im Wasser.

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Nun durften auch einige andere Amazonen Räder entzünden und den Hang hinabrollen lassen. Die meisten taten es mit Begeisterung und beinahe wäre der Rock der ehrwürdigen Matrona Akemi versenkt worden. Nur YohShi tat sich schwer und musste überredet werden eins anzuzünden. Ihre Angst vor dem Feuer machte es ihr schwer.

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Nachdem alle Räder unten im Meer versunken waren und keine der Amazonen Feuer gefangen hatte, gab es das lang ersehnte Fest. Es gab viel zu trinken und ebensoviel zu Essen. In Amazonien muss niemand Hunger leiden.
Zu später Stunde gingen alle Gesättigt und einige auch leicht angetrunken in ihre Betten...
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2014-01-22 RP Das Blutbad am Pass

Beitragvon LyAvain » 11.02.2014 15:40

Die Tage nach dem Fest hatte ich einige lange Gespräche mit Yve und auch Smaragd...

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Ich bin immer wieder froh, solch vertrauensvolle Schwestern zu haben... Dabei ging es um persönliches und Dinge die Amazonien betreffen, wie den Götterschlaf der beiden Herrscherinnen.

Und dann nahm das Drama seinen Lauf.

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Wir hatten uns gerade am Späherfeuer getroffen, Susi war zu uns gestossen, und wollten Sandys Hühner verspeisen, als Sirena angerannt kam, als wenn sämtliche bösen Geister dieser Welt hinter ihr her wären.
Sie musste erst zu Atem kommen, dann erzählte sie etwas von einem Blutbad und Smaragd wäre verletzt. Es war gut das Susi bei uns war, denn so sparte sich Sirena den Weg ins Landesinnere... Susi raffte ihre Sachen zusammen und folgte Sirena so schnell sie konnte Richtung Pass.
Der Rest von uns packte ein wenig Essbares zusammen, Sandy nahm noch was zu trinken mit und wir rannten hinterher.
Als wir zum Weg Richtung Pass kamen, sahen wir einen Haufen Tote und viel Blut. Smaragd musste gekämpft haben wie die Todesmutter selbst. Die Anzahl der Toten machte mir Sorgen. Und als wir das Heilerzelt betraten, war diese auch berechtigt.
Die Kriegerinnen hatten Smaragd gefunden, schwerst verletzt und hierher gebracht. Und nun lag Smaragd da, wie leblos und blutete aus vielen Wunden. Lilly hielt ein kleines Menschenkind in den Armen, während die anderen Smaragds Wunden auswuschen, Yohshi leckte sie auch sauber, und sie dann verbanden. Susi versuchte mit Kräutern und Gebeten den Blutfluss zu stoppen.

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Smaragd hatte das Kind wohl von den Räubern gerettet, die sie draufhin angriffen. Während die anderen sich weiter um Smaragd kümmerten, bat mich Cindy nach Spuren zu suchen. Keiner der Räuber schien überlebt zu haben, denn es führten keine Spuren weg. Alles deutete darauf hin, dass es Wilderer waren, die sich durch den Raub eines Amazonenkindes erhofften etwas Geld zu bekommen, sei es durch Erpressung oder den Verkauf des kleinen Menschenmädchens als Sklavin.
Cindy bat mich die Sachen, die ich gefunden hatte, ersteinmal zu verwahren, und befahl dann Sirena sich darum zu kümmern, dass die Leichen verbrannt wurden.

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Ich versprach mich bei den Jägerinnen und Fischerinnen umzuhorchen, ob sie was wussten, damit das Kleine Kind zu seiner Mutter zurückkam. Solange kümmerte sich Lilly darum.

Und ich fand die Mutter. Es war eine der Jägerinnen die auch immer mal wieder im Grenzgebiet zu Ibor und zum Niemandsland herumstreiften. Dabei musste sie wohl diesen Wilderern in die Quere gekommen sein, die immer mal wieder die Wildpferdeherden heimsuchten. Sie stand noch unter Schock und war kaum ansprechbar. Aber eine ihrer Jägerschwestern versprach das Kind zu holen.

Am nächsten Tag traf ich unsere Königin auf der Klippe über dem Strand, und stellte erschrocken fest, dass sie sich kaum an uns erinnerte. Rimo kam ebenfalls dazu und die Königin wunderte sich, warum hier so viel los war. Ich wusste auch von der Kriegerin des Feuers, dass sie oft da oben sass.

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Der Platz war wegen seiner berauschenden Aussicht sehr beliebt. Mine suchte Rimo und kam dann ebenfalls auf die Klippe geklettert. Langsam wurde es voll. Rimo und die Königin verstanden sich sehr gut.
Als Rimo dann aber erfuhr wie es Smaragd ging, lief sie los und wir hinterher. Der Leichenhaufen schwelte noch immer, so gross war er gewesen.

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Susi war da und kümmerte sich um Smaragd. Hatte aber arge Sorgen, dass sie nicht überleben könnte. Wir beteten zusammen mit ihr. Dann sah Rimo sich die Wunde an und sie redete irgendwas von nähen. Das hatte die Priesterin auch schon mal gemacht. Das Rimo das auch konnte beeindruckte mich und Susi wohl auch. Allerdings brauchte Smaragd auch frisches Blut damit die Heilung in Gang kam. Und nachdem Rimo die Wunde genäht hatte, versuchten wir Smaragd irgendwie Blut einzuflössen, was wir von einem frisch gejagten Reh hatten. Ich machte mir Sorgen um Smaragd. Wir alle taten das.
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2014-01-24 RP Die neuen Bewohner - Sma gehts schlechter

Beitragvon LyAvain » 04.03.2014 14:37

Am nächsten Tag gingen wir wieder zum Zelt der Heilerin am Pass... Smaragd ging es sehr schlecht. Sie war fast ausgetrocknet. Es war als wenn der Körper sich von innen verzehrte. Wir waren in Sorge und versuchten einiges um ihr zu helfen. Sirena hatte versucht ihr was einzuflössen, den Mund ausgewaschen. Nichts half. Sandy hatte draussen ein Feuer entfacht und setzte eine Suppe auf.
Wir hofften dass die Kriegerin des Feuers etwas mit ihrem Amulett bewirken konnte und als sie endlich angeritten kam waren wir erleichtert. Doch es sollte noch anders kommen.

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Cindy kniete sich neben Smaragd und legte ihr eine Hand auf die Brust, mit der anderen umklammerte sie das Wolfstigeramulett. Ds begannz zu glühen und CIndy stöhnte gequält auf. Es war, als wenn Cindys Lebenskraft auf Smaragd überging. Smaragds Fell wurde glatter und sie sah nicht mehr so elend aus. Doch Cindy ging es nicht gut und plötzlich schrie sie auf. "Nein, nein..."
Das Amulett versuchte Cindy zu schützen und zog die Lebenskraft wieder von Smaragd ab. Sie brauchte Kraft, damit Smaragd genug Lebendkraft bekam. Also begannen wir alles zusammenzusuchen, was Cindy Kraft gab und fütterten sie damit, Sandy nutzte sogar Elfennektar. Schliesslich war nichts mehr da. Und ich holte den Topf Fleischbrühe von draussen und fing an ihr Schale für Schale einzuflössen.

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Es funktionierte. Cindy konnte Smaragd genug Kraft geben um so lange zu überleben bis die Arbitra ihre Schuld bei den Wesen die sich Laren nennen einforderte die der Wolfstigerin helfen konnten. Als alles vorbei war und Cindy sich ihre verbrannte Hand kühlte sah ich erstaunt in den Topf, der für zehn Spährinnen gereicht hätte... Er war leer.
Ich sah Cindy mit neuem Respekt an, sie konnte mehr essen wenn es drauf an kam, als alle Späherinnen zusammen. Und das hiess schon was.
Erleichtert, dass es Smaragd wieder besser ging liessen wir die Wolftigerin wieder allein. Die Schamanin würde bald zurück sein und Smaragd brauchte sie Ruhe.

Am nächsten Tag lag Smaragd immer noch da ohne ansprechbar zu sein, aber immerhin schien sie dank Cindy und dem Amulett nicht jederzeit zu sterben. Wir warteten geduldig auf die Arbitra. Schliesslich kam sie und betrat das Zelt. Ich hoffte, sie konnte Smaragd helfen.
Die hohe Richterin streifte ihren Umhang ab und kniete sich zu Smaragd. Cindy erklärte der Arbitra kurz die Lage während das Zelt immer voller wurde. Sogar die Priesterin war gekommen. Einige warteten draussen, damit die Arbitra genug Platz hatte.
Atrista legte Smaragd kurz die Hand auf die Stirn und schien in ihren Körper zu lauschen. Dann sah sie in die Runde und erklärte dass sie nun die Vorfahren von Smaragd rufen und sie um Hilfe bitten würde. Sie bat alle mit ihren Gedanken ihr zu helfen.
Ich wollte es mir gerade etwas bequemer machen um mich besser konzentrieren zu können als mich Atrista zu sich winkte. Ich sollte mit einem Messer ihr Handgelenk ritzen auf ihr Zeichen hin, damit sich ihr Blut und das der Wolfstigerin verbinden konnte.
Das war eine grosse Ehre und ein Vertrauensbeweis. Also rückte ich direkt neben sie, zog mein Messer, prüfte die Schärfe und nickte zufrieden.

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Die Arbitra holte einige Gegenstände hervor und legte sie griffbereit hin. Dann begann sie zu sprechen.
"Ich bin Atrista, die Herrscherin aller Amazonen. Dem Wolfe verbunden und dem Adler."
Sie steckte sich einige Federn ins Haar...
"Der Wolf hat mich begleitet ein Leben lang, der Adler hat über mich gewacht."
Sie steckte sich noch einige Federn ins Haar. Dabei wirkte sie wie eine der alten und mächtigen Schamaninnen meines Volkes, dachte ich kurz und ein Erinnerungsfetzen schoss mir durch den Kopf. Das hatte ich lange nicht mehr. Yohshi fing fast unhörbar an zu schnurren.
"Wolf larus lycen meine Begleiter..." fuhr die Arbitra mit leiser aber durchdringender Stimme fort. Im Zelt war es bis auf Yohshis leises Schnurren sehr still geworden.
"... das Leittier im Geiste der Mongolen."
Sie löste kurz die Hand von Smaragds Stirn und setzte sich eine uralt wirkende Krone mit Adlerfedern und einem Wolfskopf auf. Nun wirkte sie noch mehr wie eine Schamanin.
Dann legte sie die Hand wieder auf Smaragds Stirn und hielt mir die andere hin. Ich nahm das Handgelenk vorsichtig und ritzte fast sanft eine Ader an. Dann führte ich Atristas Handgelenk zu Smaragds Wunde... Oder besser, wo die Wunde mal war.
Während Atrista weitersprach tropfte das Blut auf Smaragds Fell. Das wirkte falsch. Also ritzte ich Smaragds verheilte Wunde etwas an. Nun vermischte sich das Blut und ich achtete darauf, dass Atristas Hand nicht verrutschte.
"Ich rufe die Laren..." ertönte unterdessen Atristas Stimme weiter. "Söhne einer Göttin , einer Tempelhure. Verdammt dazu als Wölfe in den Wäldern zu leben. Ich rufe die 12 und bitte Euch Eure Schuld einzulösen und ein Leben zu geben.
Erinnert euch!
Ich war es die Euch den Wald gab, den Raum zur Existenz. Ich habe mein Leben riskiert um Eures zu ermöglichen. Ohne mich wäre der Fluch über die Hure der mater lara in Erfüllung gegangen.
Jetzt ist es Zeit Eure Schuld einzulösen!
Nicht für mich... Aber für einen Nachkommen in Eurem Geist und Blut. Helft mir den Geist zu stärken den Willen zum Leben wieder kraftvoll werden zu lassen. Ich weiß, dass Ihr mich hört, ich verstehe nicht warum Ihr so verhalten seid. Es geht um eine von Euch!"
Yohshi nickte und ich musste bei dieser unbewussten aber so energischen Bewegung lächeln.

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Neben mir fing Atrista an zu zittern und ich sah etas beunruhigt zu ihr auf. Auch Smaragd begann zu zittern... Es geschah etwas, aber ich achtete darauf, dass die beiden Wunden nicht gegeneinander verrutschten.
Mit leiser Stimme sprach die Arbitra weiter.
"Ja, ich bin es die in Eurer Schuld steht. Ja, Ihr dürft diese Schuld einfordern, wann immer es euch beliebt..."
Das Handgelenk unter meiner Hand wurde immer wärmer und die Arbitra begann zu schwitzen. Das Zittern wurde immer stärker und die Haut der Arbitra immer heisser. Ich musste mich zusammenreissen nicht loszulassen. Eine richtige Hitzewelle durchfuhr den Arm und schoss in Smaragds Körper. Atrista begann zu Röcheln und Yohshi knurrte leise als man die Energie förmlich spüren konnte die da am Werk war.
Dann war alles vorbei und Atrista krächzte ein halblautes "Danke" und zog ihre Hand von der Stirn zurück. Ich liess ihren anderen Arm los und sah die Arbitra sorgenvoll an. Aber als sich einige amazonen um sie kümmerten und etwas zu Trinken gaben, sah ich zu Smaragd.
Sie lag da, aber etwas war zurückgekehrt. Sie war viel entspannter und es schien als wenn sie nur schlief.
Ich sah meine Hand an und erwartete fast Brandblasen zu entdecken. Aber ausser einer leichten Rötung war da nichts. Ich war erleichtert. So nah war ich noch nie an der Wirkung der Kräfte grosser Geister beteiligt. Ich hatte sie in den Händen gespürt...
Während die Arbitra ihren Kopfschmuck wieder abnahm, sah ich, dass Smaragd die Augen offen hatte. Sie blickte müde aber klar nach oben und flüsterte leise "Hoheit..." Dann begann sie zu Schnurren. Ich musste mich zusammenreissen nicht vor lauter Erleichterung loszuheulen.
Als Atrista aufstand und wankte, stützte ich sie schnell. Dann hielt mir die Arbitra ihren Arm hin bat mich sich um die Wunde zu kümmern die ich verursacht hatte. Und ich beeilte mich in Susis Sachen Verbandszeug zu suchen und verband die Wunde.
Ich glaube ich darf mich zu einer der wenigen Amazonen zählen, welche die Arbitra mit einer Waffe verletzt hatte und noch lebte. Wenn ich nicht sogar die einzige bin. Das schoss mir durch den Kopf als ich den Knoten des Verbands anzog.
Yve reichte mir sauberen Stoff, den ich dann als Ersatz für den von Susi genommenen in die Truhe legte.
Während die anderen Amazonen langsam mit der Arbitra das Zelt verliessen, blieb YohShi bei Smaragd und ich blieb ebenfalls da. Die junge Katzenspäherin war glücklich, dass Smaragd wieder da war. Denn als sie so sterbend da lag, schien sie weggewesen zu sein. Weit weg.
Wir wachten die Nacht über bei Smaragd, die mehr schlief als sie wach war. Aber es war ein erholsamer Schlaf kein Krankheitsschlaf. Als am nächsten Morgen die Schamanin regina wiederkam liessen wir sie mit Smaragd allein und gingen jagen.

((war echt ein tolles RP, und es hat Spass gemacht, es beim Schreiben nochmal zu erleben :girlies_0197: ))
Zuletzt geändert von LyAvain am 04.03.2014 22:57, insgesamt 1-mal geändert.
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2014-02-12 RP - Der Hort der Götter & Amazonien hält den Atem an

Beitragvon LyAvain » 04.03.2014 15:31

Am nächsten Tag sprach mich YohShi an, dass sie soweit wäre. Wenn Afra auftauchen sollte würden wir zu ihr gehen. Doch Yohshi meinte sie haben das Feuer brennen sehen. Also holte ich die Trage hervor und wir luden das Fässchen Schnaps, welches Sandy für Yohshi bereit gestellt hatte, auf. Dann zogen wir los.

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Am Heilerzelt war eine Gruppe Amazonen die Smaragd besuchten. Wir sahen ebenfalls nach und Smaragd schien es wesentlich besser zu gehen. Auch die Kriegerin des Feuers kam um nachzusehen. Alles waren froh, dass die Tigerin endlich über den Berg war...

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Dann zogen Yohshi und ich weiter und warteten in Afras Lager. Von der grossen Jägerin war nichts zu sehen. Doch plötzlich wie aus dem Nichts kam sie angesprintet, flitzte an uns vorbei und erst als sie in ihrem Haus angekommen war, fiel ihr auf, dass jemand draussen sass. Sie kam zurück und begrüsste uns freudig.
Noch mehr freute sie sich, als sie von YohShi das Fass bekam. Schnell war ein Eimer hergezaubert und YohShi musste mittrinken. Mir bot Afra nichts an, da sie wusste, dass ich nichts trank. Das hatte sie immer schon gewusst, ohne dass ich es ihr jemals gesagt hatte, fiel mir dabei auf.

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Ich holte mir kühles Wasser vom Brunnen und setzte mich wieder dazu. Und dann wollte Afra natürlich wissen was uns herführte. YohShi versuchte zu erklrären. Zuerst sehr umständlich und Afra dachte sie wolle sich verstecken. Dann dachte sie, sie wolle sich vor den Kriegerinnen verstecken und bot ihr ein Versteck an, wo sie niemand finden würde. YohShi versuchte es weiter und ich sass daneben und mischte mich nicht ein, denn es war YohShis ganz eigene Reise.
Als schliesslich Afra glaubte YohShi wäre gekommen um zu sterben und ihr einen ehrenvollen Tod anbot musste ich widerwillen leise lachen.
YohShi war fast verzweifelt, als Afra endlich begriff, was YohShi wollte.
Dann ging alles sehr schnell, Afra soff ihren Eimer aus, gab ihm einen Tritt, dass er bis in die Hütte flog und sprang wie ein Hase auf.
Sie rannte los zu der alten Ruine und wir hatten Mühe zu folgen... Dort sagte sie YohShi sie müsse keine Angst haben, wenn sie das Portal der Vorfahren öffnen würde. YohShi hielt sich auch tapfer, zögerte aber in das Wasser des Tores zu schreiten um die Reise zum Hort der anzutreten.

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Doch schliesslich waren wir dort.
Ich war nun schon öfter dortgewesen, aber jedesmal verschlug es mir erneut den Atem. YohShi war ganz still und sah sich um. So ehrfürchtig hatte ich sie noch nie erlebt.
Wir folgten Afra in eine andere Kammer wo grosse farbige Kugeln umeinander kreisten, ein Abbild unseres Universums.
Was nun geschah, möchte ich nicht vorgreifen. Yohshi hat einige Bilder gemalt, die viel mehr aussagen. Nur soviel soll gesagt sein. Sie und ihr zweites Ich sind wieder miteinander im Reinen. Wer mehr wissen möcte muss Yohshi direkt fragen... Ich habs ihr versprochen.

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Wir weilten eine ganze Zeit dort oben. Und als wir schliesslich wieder in Amazonien waren, wirkte die Heiligkeit dieses Ortes noch eine ganze Weile nach.

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Sehr nachdenklich aber erleichtert, dass YohShis Herz wieder sprach, gingen wir nach Hause.

Ein paar Tage darauf kam ich auf meiner Runde ins Hafendorf. An dem bisher leerstehenden Haus waren eine Menge Amazonen versammelt. Dort waren die beiden neuen Bewohner des Landes eingezogen.
Alle beobachteten Lilly, wie sie im Baum umher kletterte. Smaragd passte auf, dass nichts passierte. Es war ein Baum der irgendwelche besonderen Beeren wachsen liess aus denen der Mann Miguel wie er sich nannte einen Wein keltern wollte. Leider keinen Saft.

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Er und seine Frau Nele freuten sich über einen so gastfreundlichen Empfang und strahlten förmlich.
Dann fragte Miguel nach einem besonderen Baum und ob es den in Amazonien gebe. Er hatte ein Bild gemalt.

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Alle Amazonen sahen es sich an und versprachen danach Ausschau zu halten. Er wollte den Baum wegen des Laubes oder der Äste beschneiden und Cindy und ich sagen uns an. Wir dachten mal wieder in den gleichen Bahnen. Mig würde erst den Waldgeist um Erlaubnis bitten müssen um das Laub zu bekommen. Die Gefahr war zu gross sich den Unmut des Waldhüters zuzuziehen. Wir waren uns ohne grosse Worte einig.
Als es dämmerte verabschiedeten sich die Amazonen und zerstreuten sich.

Die nächsten Tage passierten eher kleine Dinge. Aurelia kam zurück, sie war über die Berge gegangen und der Winter hatte sie an der Rückkehr gehindert. Sie war noch grösser geworden und überragte mich nun um einiges.
Die beiden neuen Bewohner des Hafendorfes lebten sich ein. Es stellte sich heraus, dass Nele eine Goldschmiedin war. Da Amazonen sehr Schmuckverliebt sind, ich eigeschlossen, würde sie genug zu tun bekommen...
Die Amazonen lebten so vor sich hin und trafen sich in der Taverne, am Feuer, am Strand und die Tage gingen ins Land.

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Smaragd war wieder ganz gesund und langsam näherte sich der Tag, an dem die Hoheit in den Götterschlaf gehen sollte. Susi und Yve verfielen in hektische Vorbereitungen. Einige Treffen wurden noch anberaumt. Eine Eule holte mich weg, als ich gerade mit Nele sprach... Ich mag die Frau, auch wenn ich wie immer trotzdem vorsichtig bin bei Fremden. Ich mag sogar ihren Mann irgendwie... Was noch seltener ist.

Und dann war es soweit... Die Massen strömten zum Tempel...

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...

*Ly guckt und grübelt*
*Das Buch ist zuende... Der Bericht passt nicht mehr hinein.*
*Sie holt sich ein neues und verstaut das alte im Archiv. Dann holt sie sich eine neue Feder und schreibt in dem neuen Buch weiter*
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2014-02-13 RP Erneuerungszeremonie Teil 1

Beitragvon LyAvain » 07.03.2014 15:51

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*leise kratzt die neue Feder auf dem neuen Papyrus*

Die Massen strömten zusammen. Allerdings lies Smaragd niemanden mit Waffen eintreten, auch war Füsse waschen Pflicht und so dauerte es doch eine ganze Zeit bis alle im Tempel waren.

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Die Arbitra kam mit den Kriegerinnen zusammen und ging durch bis hinter den Altar und setzte sich auf einen der beiden Throne. Dann trat Yve an den Altar und holte eine alte Schriftrolle hrvor... Es wurde sehr schnell still.
Yve war sichtlich nervös. Sie schluckte ein paar Mal ehe sie zu sprechen begann.
"Wir haben uns heute hier versammelt um eine Zeremonie durchzuführen, die alle 10 Jahre statt findet..."
"12" flüsterte Cindy leise...
Yve fuhr unbeirrt fort und wurde sicherer, während die Arbitra sichtlich nervös ihre Kleider sortierte. Sie versuchte es zu verbergen, aber es gelang ihr nicht ganz.
"Diese Zeremonie ist eine ganz besondere, da sie entscheiden wird, ob unsere Arbitra Gnade bekommt von den göttern." hallte Yve Stimme durch den Tempel. "Genau genommen solle auch unsere Königin Amelie hier an der Seite Atristas sitzen. Aber dank der Gnade unserer gutmütigen Götter, darf sie nun das Leben führen, was sie schon immer wollte."
Yve machte eine kurze Pause...
"Ihr kennt alle unsere Königin."
Atrista sah kurz wehmütig auf den leeren Platz neben sich.
"Sie ist eine Seele von Mensch, wie ich es nun sagen darf... " fuhr Yve fort. "Sie lebt nun eins mit der Natur, mit den Geistern und den Göttern, die uns alltäglich umgeben. Im Geiste sind wir aber auch hier im Tempel, bei der Schwester unserer Arbitra."

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Wieder eine längere Pause. Ich hörte in der erwartungsvollen Stille im Tempel wie die Arbitra leise Atemübungen machte um sich zu beruhigen und dann auch langsam ruhiger wurde. Dann hallte erneut Yves Stimme durch den Tempel.
"Meine Schwestern und Brüder, ich bitte euch nun um eins: glaubt fest an all unsere Götter, da es so geschrieben steht."
Sie deutet auf die Schriftrolle die sie in der Hand hält. Smaragd kniete sich augenblicklich hin und auch ich fiel kurze Zeit später auf die Knie... Nach und nach knieten sich alle Anwesenden hin, bis auf diejenigen hinter dem Altar. Doch bei einigen geschah es recht zögerlich...
"Mutter Pallas Athene, große Göttin des heiligen Feuers, ich bitte dich, erscheine um unserer Arbitra beiseite zu stehen, in der schweren Stunde."
Ein rotes Flackern war zu sehen und dann strömte rotes Licht zum Altar... Die verschiedensten Reaktionen waren zu sehen, doch alle waren von Respekt und Ehrfurcht geprägt. Yve wartete kurz, hob dann wieder das Pergament und fuhr fort.
"Arithrea, große Göttin der Freien und Beschützerin der Mutter Erde, auch dich bitte ich zu erscheinen und unserer Arbitra in der schweren Stunde beizustehen."
Ein dunkles Flackern war zu sehen und dann gesellte sich ein Dämmeriges Licht zu dem roten Strahlen von Pallas Athene.
"Aenigna, große Göttin des windes, Schutzgöttin unserer Späher, auch dich bitte ich, unserer Arbitra in der schweren Stunde beizustehen und hier im Tempel zu erscheinen."
Ein helles gelbes Flackern gesellte sich zu den anderen Farben.
Yve rief eine Göttin nach der anderen... Und jedesmal gesellte sich eine leuchtende Aura in einer anderen Farbe dazu. Artemis war ein dumpfes Leuchten wie Arithrea aber etwas erdiger, Disopia war blau, Cialia grün... Und ganz zum Schluss wurde auch Lunaris der Mondgott gerufen und gesellte sich mit violettem Leuchten dazu.
Yve wartete einen Augenblick als alle Göttinnen und Lunaris versammelt waren.
"Ich danke euch Götter für euer Erscheinen..." rief sie dann in die ehrfürchtige Stille im Tempel.

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Sogar Miguel der von unseren Göttinnen und Riten nichts wusste war auf ein Knie gefallen und hatte den Kopf gesenkt.
Plötzlich stöhnte Susi auf und verdrehte die Augen. Ich beobachtete aufmerksam was weiter geschah. Auch Yve zuckte plötzlich zusammen.
Dann drehte sich Yve langsam zu Atrista um. Und mit einer Stimme, die nicht die von Yve war sprach sie die Arbitra an, als wenn sie ein Kind wäre.
"Mein Kind, du willst mich nicht gebührend begrüßen?" Sie zog eine Augenbraue hoch und sprach dann weiter: "Steh gefälligst auf, wenn Pallas mit dir spricht!"
Susi drehte sich ebenfall um und sah Yve mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck an.
Die Arbitra stand sofort auf.
"Komm näher mein Kind, lass mich dich anschauen." sprach Pallas weiter.
Atrista ging ein paar Schritte näher und machte einen Kniefall. Pallas in Yves gestalt ging etwas näher und strich ihrer Tochter über die Wange.
"Du hattest auch schon mal bessere Tage, aber gut siehst du aus."
"Wundert dich das?" entgegnete die Arbitra leise.
Pallas nickte und fragte: "Du weisst warum ich hier bin, nicht wahr?"
"Ja, du bist hier um über mich zu richten." sagte Atrista leise. "Und ich akzeptiere dein weises Urteil."
"Ich weiss nicht was ich mit dir noch machen soll Atrista... Du hast so vielen Menschen Leid zugefügt mit deiner List und Heimtücke." Pallas seufzte so wie Yve es oft tat. Atrista lies die Schimpfe über sich ergehen und nun waren es wirklich Tochter und Mutter.
"So wurdest du nicht erzogen!" sagte Pallas streng. "Fangen wir mit den Griechen an..."
Atrista sah gen Himmel und verdrehte etwas die Augen.
"Es sah erst aus, wie ein dummer Streich, die Ratten... Aber du weisst, dass es sich zu einer Plage entpuppte, als du die Ratten zu denen schifftest, nicht wahr?"
Die Arbitra konnte ein leises Lächeln nicht verhindern. Pallas seufzte wieder...
"Dann sah ich die Römer, Atrista, Kind, ich verachte auch Sklaverei, aber musste das so schlimm enden?"
Atrista sah aus, als wenn sie was sagen wollte, doch dann wartete sie.
"Von den Chinesen ganz zu schweigen. Auch bei den Türken warst du machtbesessen und warst hinterhältig und tückisch. Von den Bretonen ganz zu schweigen mein liebes Kind, welche höhere Gewalt nun letztendlich dazu führte, dass Ys im Meer versank möchten wir hier nicht vertiefen.
Eins ist mir aber bewusst, du kämpfst wie die Elemente, lautlos, heimtückisch und hinterhältig. Selbst bei den Teutonen."
Pallas zog eine Augenbraue hoch.
"Sonst gäbe es uns hier nicht..." murmelte Atrista leise.
"War es nicht Genugtuung, dass die römer den Kampf gegen sie verloren hatten? Nein, auch da mussten viele ihr Leben lassen. Du kämpft wirklich mit der Gewalt eines Feuersturms."
Ich versuchte mir die ganzen Völker zu merken um später über sie nachlesen zu können.
"Aber genug mit Tadel." Pallas tätschelte Atristas Kopf. "Du bist auch ein wenig wie deine Schwester Amelie."
Ein leichter Hoffnungsschimmer huschte über Atristas Gesicht.

Bild

"Du machst auch vieles Gutes mein Kind, das ist mir nicht entgangen. Der Handel und die Kommunikation, die du mit den Ägyptern treibst, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Es erfüllt mich mit Stolz."
"Ich danke dir..." sagte Atrista leise.
"Auch wie du es geschafft hast, dass in Ägypten die Frauen gleichwertig mit dem Mann gestellt werden, da hast du gute Arbeit geleistet. Selbst sehe ich, wie gut du dich mit den Babyloniern stellst, sie sind eine große Macht und solche Verbündete zu haben ist immer gut..." Ganz leise fügte sie das Wort "Tuareg" hinzu...
Susi krümmte sich erneut in diesem Augenblick, dann streckte und reckte sie sich.
Unterdessen fuhr Yve fort.
"... Auch die möchte ich namentlich erwähnen, mein Kind, mich erfüllt es mit Stolz, dass du es geschafft hast, dass diese als ein freies Volk anerkannt werden. Bei den Nubiern und Äthiopiern hast du mein Herz mit Stolz erfüllt. Und selbst die Mongolen sprechen heute noch gut über dich... Und Ibor?"
Pallas schaute kurz lächelnd von Atrista zu Cindy.
Susi trat an den Altar und sah tief in die Wasserschale und betrachtete sich selbst in dem Spiegelbild.
"In jeder Geschichte wirst du erwähnt. Dieses Land scheinst du so zu lieben, wie dein eigenes Land mit dessen Volk."
Susi schnitt ihrem Spiegelbild Grimassen und YohShi die vor mir kniete wackelte besorgt mit den Ohren.
"Auch über Carima habe ich gehört, dass du mit vielen guten Taten und Verhandlungsgeschick ein Land und Volk gefunden hast, was kein böses Wort über deine Machenschaften verliert, sondern dich nur mit guten Worten in den Himmel lobt."
Susi sah auf und betrachtete den Tempel und das versammelte Volk, als sähe es alles zum ersten Mal. YohShi knurrte plötzlich ganz leise und Pallas sah sich suchend um. Dann blieb ihr Blick an Susi hängen, die sich langsam umdrehte zum leeren Thron ging und sich setzte.
Alle starrten die Schamanin regina an... Die sich kurz in der Aufmerksamkeit sonnte und dann aufsprang.
"So lebst du also!" bemerkte sie zu Atrista die zu ihr aufsah.
"Du bist auch schon da Pallas..." sagte sie und drehte sich zu Yve.
Alle die bei der letzten Erneuerungszeremonie dabei gewesen waren, spannten sich an. Smaragd knurrte ebenfalls leise und stand auf. Cindy spannte sich an und auch ich erhob mich. Wir alle wussten wer da sprach und letztes Mal war Artemis nicht gerade zimperlich gewesen. Sie hatte Atristas Kopf gewollt aber nicht bekommen. Wer weiss was sie dieses Mal machen würde.

*Ly legt die Feder beiseite, lehnt sich zurück und streckt sich. Dann lässt sie die Finger knacken und steht auf um sich draussen die Beine ein wenig zu vertreten*
Zuletzt geändert von LyAvain am 13.03.2014 15:17, insgesamt 1-mal geändert.
Möge Aenigna der Geist des Windes über dich und deine Wege wachen!

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2014-02-13 RP Erneuerungszeremonie Teil 2

Beitragvon LyAvain » 07.03.2014 19:43

*Nach einem kurzen Augenblick kommt Ly wieder ins Späherhaus. Ein leckeres Stück Schinken kauend setzt sie sich wieder und schreibt weiter*

Alles sah gebannt zum Altar als Pallas die Augen zusammenkniff und Susi giftig ansah.
"Hübsch siehtst du aus Schwester..." sagte Susi grinsend zu Yve, die sie anstarrte.
"Sagte ich nicht," zischte Pallas, "dass wir es unter uns klären sollten, Artemis? Musst du dir einen Menschen suchen um deine Macht unter Beweis zu stellen?"
"Naja, ich habe auch nichts besonderes gefunden. Aber jetzt muss es ausreichen." sagte Artemis und zuckte mit Susis Schultern.
Atrista hatte Susi stirnrunzelnd angesehen. Aber als der Name fiel, machte sie einen Kniefall.
"Die hochverehrte Artemis."
Artemis drehte sich zu Atrista um. Cindy schielte zu Smaragd, welche eine beschwichtigende Bewegung machte.
"Wie schön. Sogar in dieser Verkleidung erkennst du mich, Atrista." säuselte Artemis.
Pallas reckte sich.
"Nichts besonderes? Die Schamanin regina ist nichts besonderes? Da kannst du mal sehen, wie du die Menschen ehrst"
"Ach egal..." Artemis winkte ab. "Ich habe mich auf den Weg gemacht, um dir auch ein paar Worte zu sagen, Atrista."
Atrista sah nicht gerade entspannt aus.
"Deine Prüfung steht wieder an..." Artemis deutete auf die Arbitra.
"Ja." sagte diese leise und neigte ergeben den Kopf.
Cindy sah Artemis mit zusammengekniffenen Augen an.
"Dieses Mal nur für dich allein!" fuhr Artemis fort. "Ich hoffe du wirst nicht übermütig dadurch..."
Smaragd schien kurz vorm Platzen zu sein vor Aufregung. Ich konnte sie schräg hinter mir förmlich zittern spüren. Auch ich war angespannt und wartete, was nun geschah.
"Wenn du sie als deine Tochter erzogen hast, wird sie es nicht." zischte Pallas leise.
"Du bist mal ruhig , du hast schon genug gesagt..." zischelte Artemis zurück. Dann sah sie wieder Atrista an.
"Ich möchte dir ein paar Worte mit auf den Weg geben."
Sie machte eine kurze Pause.
"Was ist nur aus dir geworden?"
Atrista öffnete kurz den Mund um was zu sagen. Unterliess es dann aber lieber.
"Ich habe versucht eine halbwegs anständige Göttin aus dir zu machen... Und was mac hst du?"
Atrista holte kurz Luft.
"Gut du führst hier dieses Land, es wächst, deine Bevolkerung wächst."
Sie sah kurz zu der Menge im Tempel.
"Ihr müßt nie hungern, jedenfalls meistens nicht." ein kurzes Lächeln blitzte zu Pallas.
"Aber mußt du denn alle Probleme mit Waffen lösen, oder mit Gewalt?"
Atrista hob das Kinn... Sie war bereit zu kämpfen.
"Kannst du nicht mit Liebe und Güte regieren, so wie ich es dir gelehrt habe?"
Das Erstaunen der Amazonen die damals vor 12 Jahren dabei waren, war greifbar. Es schlug spürbar ein Loch dem Tempelboden, so greifbar war es. Was bei Aenigna war das? Artemis redete von Liebe und Güte. Die Intrigantin überhaupt, die, die durch ihre Aktionen und die ihres Schützlings Amazonien beinahe zerstört hatte? Ich kratzte mich in den Ohren und lauschte dann gebannt um ja nichts zu verpassen.
"Und mit Liebe meine ich nicht deine Ausschweifungen..." setzte Artemis nach.
"Hast du nicht gute Arbeit bei Amelie geleistet, Artemis?" murmelte Pallas leise.
Artemis hob die Hand und fuhr unbeirrt fort.
"...Wo du mit viel Rauch und Wein jedes Lebewesen mit Brüste in dein Bett lockst. Ich möchte, dass du sanftmütiger und verständnisvoller wirst.
Hinter Atrista entglitten Cindy die Gesichtszüge. So fassungslos hatte ich sie noch nie gesehen.
"Und ich möchte von dir und deinem Gefolge mehr Huldigungen erhalten."
Das klang dann schon ein winziges bisschen mehr nach Artemis.
"Ich bemerkte, einige hassen mich sogar." sie starrte Richtung Smaragd, die wie von Blitz getroffen mitten im Tempel hockte und die Welt nicht mehr verstand. Ihre Krallen fuhren aus als sie direkt angesprochen wurde und sie spannte sich an.
"Wundert dich das? Du hast ihr Volk getötet..." murmelte Cindy ganz leise.
Artemis reagierte nicht sondern sprach weiter.
"Ansonsten kann ich auch sehr wütend werden und du weißt was dann passieren kann..."
YohShi sah mich direkt an uns fragte leise: "Armee Miez?"
Ich nickte nur.
"... Da könnt ihr dann lange nach Tiere im Wald suchen gehen." Artemis wandte sich zu uns.
"Die werden dann nicht mehr da sein. Eure Wälder werden sehr ruhig werden."
Dann drehte sie sich zurück zu Atrista und baute sich vor ihr auf.
"Genauso werde ich euch die Früchte in meinen Wäldern nehmen."
Atrista ballte die Fäuste.
"Dann könnt ihr nur noch in Disopia's Meeren Fische fangen. Oder könnt Aritrea's Körner aus dem Boden essen."
Artemis sah Pallas an.
"Bestimmt hast du alles Negative von Pallas gelernt..."
Irgendwo war ein unterdrücktes Husten zu hören.
"Negativ???" echote Pallas.
"Was hast du deinem Kind beigebracht?" fuhr Artemis Pallas an. "Ich gab mir soviel Mühe mit den Kindern und du verdirbst sie."
"Meinem Kind?" Pallas sah Artemis böse an. "Wer hat sie den groß gezogen und bei den Mongolen gelassen?"
"Wir haben gelernt, Sanftmut und Güte sind bessere Argumente als Schwerter und Pfeile." liess Artemis nicht locker.
Ich traute meinen Ohren nicht. Artemis, die Meisterin der Intrige, sprach von Güte...
"Manchmal geht es nicht anders. Es gibt Völker, die machtbesessen sind." warf Pallas ein. "Warum ist dieses Land so stolz geworden, bestimmt nicht aus Nächstenliebe."
Die beiden Göttinnen standen sich in Gestalt von Priesterin und Schamanin gegenüber und waren kurz davor sich an den Haaren zu ziehen, so sah es aus.
"Wolltet ihr nicht über mich richten?" fragte Atrista leise und lenkte die Aufmersamkeit wieder auf sich.
"Du bist mal ruhig..." Fuhr Artemis Atrista an, die den Kopf neigte.
"Ja, was machen wir nun mit ihr?" fragte Artemis dann zu Pallas.
"Ich würde vorschlagen, lassen wir erst mal Atrista zu Wort kommen, Schwester." kam von Pallas die Antwort. "Sie sollte sich verteidigen, nach all diesen Vorwürfen."
"Oder so, soll sie es sagen..." willigte Artemis ein.
Atrista sah zu den beiden Göttinnen die sie ungeduldig musterten.
"Darf ich?" fragte sie zögerlich.
Yve sah Atrista an un tippelte ungeduldig mit dem Fuss.
Atrista stand auf und trat zum Altar.
"Ihr habt die Klagen der Göttinnen gehört," sprach sie zu uns. "Ich werde ein Urteil akzeptieren, egal wie es lautet.
Aber..."
Sie schlug mit der flachen Hand auf den Altar, dass es nur so knallte. Alles zuckte zusammen.
"... Noch nie habe ich mich kampflos ergeben!"

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Ja, das war sie, die höchste Richterin, weltliche Herrscherin und Kriegsherrin Amazoniens.
"Haben wir sie wütend gemacht?" Artemis kicherte leise zu Pallas, die stolz auf ihre Tochter sah.
Atrista drehte sich zu den beiden Göttinnen und zeigte auf Artemis.
"Du wirst es ertragen müssen, Artemis, dass ich nicht nur dir alleine sondern auch der allmächtigen Göttin antworte. Fordere nachher meinen Kopf."
Die beiden, Göttin in der Gestalt einer sterblichen und die halbgöttin im Gewandt einer Herrscherin, starrten sich kurz an.
"... Aber hör mir zu... Auch du verehrte Mutter." sie sah zu Pallas.
"Pallas, allmächtige und in meinem Herzen Hochverehrte und Artemis. Haltet mir nicht Lüsternheit vor, wenn du selbst danach gierst das Kissen mit dem allmächtigen Vater zu teilen." Sie zeigte auf Pallas.
Dann war Artemis dran.
"Diese Scheinheilige eifert dir da nach... Sie sabbert um die Macht, ihre Augen sind trüb vor Lust. So trüb, dass sie nicht einmal erkennt wie die tapferen Frauen meines Volkes, die heldenhaften Amazonen sie verehren."
Artemis spielte die Verwunderte. "Ich?"
"Ja, du!"
"Viele Amazonen verehren dich, beten dich an. In viielen der Waldtempel steht dein Antlitz anstatt das von Pallas ((Zugegeben, auf meiner Insel auch )). Nur du siehst es nicht."
Die Arbitra lächelte und drehte sich zum Volk.
"Ja es sind auch tapfere Männer hier..." sagte sie, als sie einige von ihnen im Volk erblickte. "Auch die verehren Artemis."
Dann hob sie die Hände zum Himmel.
"Was, hochverehrte Pallas könntest du mir da vorwerfen, dass ich von der süßen Jugend meines Volkes koste? Den Duft der jungen Frauen atme? Ja, ich genieße diese Lust um der Lust willen und nicht wie meine Anklägerinnen..."
Sie machte eine kleine Pause.
"...Um der Macht willen..."
Pallas sah zu uns.
"...Nun ja, wenn ich mir die Frauen hier so anschaue." sagte sie leise.
Eine Weile beobachtete Atrista den Flug der Eulen und verfolte ihre Bahn bis zur Hallendecke des Tempels. Dann drehte sie sich zu Pallas um.
"Was findest du nur an den Hellenen?"
Ihr Mund wurde spitz als sie ausspucken wollte. Doch im letzten Augenblick besann sie sich wo sie war und vor wem sie stand.
"Nun, hmmm, ich kenne deine Gedanken. Ich weiss was du machen wolltest..." murmelte Pallas leise.
Atrista fuhr ungehemmt fort.
"Was findest du an denen? Nur weil sich dich als Athene verehren? Sie verehren dich aber nicht die Frauen... Diese Griechen." Atrista grinste spöttisch. "...Sie verlustieren sich mit jungen Knaben. Halten junge Mädchen als Sklaven."
Sie redete sich langsam warm und wurde immer erregter.
"Ich sagte dir, ich verachte auch sklaverei. Daher bin ich stolz drauf, dass du es in einigen Völkern schafftest, die Frau als gleiches zu stellen mit dem Mann." warf Pallas leise ein.
"Sie haben mich gedemütigt, bekämpft und verfolgt." rief Atrista. "Dieses dekadente und feige Gesindel hat nur eine einzige Gabe die der Menschheit nützt..."
Dann wurde sie wieder leiser.
"... Die Frage des Seins wird von ihren Denkern philosophiert und sie sind der Wahrheit schon sehr nahe.
Aber rechtfertigt das deinen Schutz?"
Die Arbitra drehte sich wieder zu den Amazonen um.
"Die Griechen werden von mir solange bekämpft, solange dieser Kopf noch auf diesem Hals sitzt."
Eine erneute Wendung zu den beiden Göttinnen.
"...Schlagt ihn ab, wenn ihr wollt!"
Artemis sah zu Pallas.
"Die Griechen... Dieses feige dekandente Gesindel, sie haben sich feige aus Byzanz zurückgezogen und die heilige Stadt den Kreuzrittern überlassen. Sie sind es nicht wert dass sie mein Gift trinken.
Und was, meine hochverehrte Pallas ist schon Rom?"
"Eine Waage?" fragte Artemis leise und Yve nickte.
"Ich bin noch nicht fertig, meine Göttinnen."
"Ich höre dir aufmerksam zu meine Tochter" antwortete Palls.
"Du darfst dich weiter verteidigen, ich lausche..." fügte Artemis hinzu.
"... Was ist schon Rom?" setzte Atrista erneut an. "Geordnete Karawane in Eisen. Machthungrig eitel und skrupellos."
Atrista grinste in sich rein.
"Du musst doch zugeben, dass mein Angriff auf die Römer getarnt als gallische Krieger eine strategisch glänzende Idee war. Die bekriegen sich noch heute dafür und haben es nicht geschafft ein Volk zu einigen."
"Oh ja, sie hätte von mir kommen können, da verneige ich mich sogar vor dir." sagte Pallas anerkennend und auch Artemis nickte.
"Die Teutonen, Germanen und Gallier schaffen es nicht ein Reich zu gründen." ergänzte Atrista. "Bis heute sind sie uneins. Das hat bisher verhindert, dass sie sich um die Amazonen kümmern konnten.
Das war mein bescheidener Beitrag zum Frieden für dein Volk."
Dann drehte sie sich wieder zu uns.
"Was also hast du mir vorzuwerfen?" erneut knallte die Hand auf den Altar. "Was habt ihr mir vorzuwerfen?"
Im Hintergrund tuschelten Artemis und Pallas während Atrista sehr lauf fortfuhr.
"Richtet mich mit dem Schwert wenn es deinem Volk schlecht geht." mit diesen Worten drehte sie sich wieder zu den beiden Göttinnen.
"Lass dir eine Waage geben, ehe sie wieder anfängt zu reden," sagte Artemis leise zu Pallas.
Pallas winkte Cindy zu sich, die sofort einige Schritte vortrat. Pallas trat zu ihr uns flüsterte ihr was ins Ohr. Einzig das Wort Waage konnte ich trotz meiner scharfen Ohren hören, da Artemis an Cindy eine Frage stellte.
"Ist dein Schwert scharf Kämpferin?"
Cindy sah hasserfüllt zu Artemis und nickte.
"Mein Schwert ist sehr scharf, Artemis."
"Sehr schön, dann kann alles schnell gehen." Artemis wirkte zufrieden.
"Stell sie auf den Altar, sobald sie da ist." meinte Pallas noch als sich Cindy entfernte um eine Waage zu besorgen.
Während alle auf Cindys Rückkehr warteten schlenderte Artemis durch den Tempel und bewegte sich zu Smaragd. Pallas liess ihren Blick schweifen. Bei Smaragd blieb Artemis eine Weile stehen und sah ihr in die Augen. Smaragd erwiderte den Blick, aber ihre Haltung war unterwürfig.
Dann kam Cindy mit einer Waage zurück und stellte sie auf den Altar.
"Ah da ist die Waage ja." mit diesen Worten drehte sich Artemis um und ging zurück. Smaragd sah ihr nach.
"Nun Schwester, was meinst du, die Waage wäre passend, oder?" Pallas sah Artemis an.
"Die ist genau richtig."
Pallas schien zu lauschen...
"Atrista wir beraten uns auch mit den anderen Göttern..." sagte Artemis und schloss dann ebenfalls die Augen und schien zu lauschen.
Pallas warf eine von Atristas Verteidigungen in die Waagschale, die sich sofort stark neigte. Artemis legte eine Anklage und sofort neigte sich die Waage zurück.
"Bist du bereit Kriegerin?" fragte Artemis höhnisch lächelnd.

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Pallas stapelte die Verteidigungen in ihre Schale und der Arm neigte sich wieder zu ihr und lag auf dem Altar auf.
Artemis stapelte ihrerseit die Anklagen in die Schale auf ihrer Seite. Langsam bewegte sich der Arm immer mehr in die Waagerechte.
Dann war er fast gerade. Aber nur fast.
"Eine noch." meinte Pallas.
Artemis brach unbemerkt etwas von ihrer Anklage ab, warf den Rest hinter sich und legte den anderen Teil in die Schale. Das ging so blitzschnell, dass es warscheinlich fast niemand gesehen hatte, ausser mir, YohShi und Smaragd vielleicht.
Der Arm neigte sich noch ein wenig weiter Richtung Waagerechte, blieb aber etwas zu Pallas Seite geneigt.
Die beiden Göttinen beobachteten die langsam schwankende Waage.
"Ich hab nichts mehr." meinte Artemis geheimnisvoll lächelnd. "Die Waage schlägt zu dir aus."
"Nun, was sagt uns das?" fragte Pallas schmunzelnd. "Unsere Tochter hatte die bessere Verteidigung. Dem ist nichts gegen zu sprechen, oder Artemis?"
"Weitere 12 Jahre........Bis wir uns wiedersehen," erwiderte Artemis. "Sie kann gut reden, wir haben ihr viel beigebracht."
Atrista regte siegessicher die Faust und mehr als einer der Anwesenden fing wieder an zu Atmen.
"Atrista, unsere Tocher, ich glaube das Urteil ist gefallen." sagte Pallas sichtbar erleichtert zu Atrista, die sich verneigte. "Du freust dich, Atrista? Weisst du, wer was in die Schalen legte?"

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"Ja, hochverehrte Pallas und hochverehrte Artemis. Ich freue mich." antwortete Atrista und man merkte ihr die Erleichterung an.
"Ich beglückwünsche euch zu eure Königin, Amazonen!" sprach Artemis zu uns gewandt.
Königin? Hatte ich richtig gehört?
"Nun darfst du 12 Jahre warten, bis du uns wieder siehst, Atrista." sprach Pallas fast sanft.
"Wir sind froh über die entscheidung von uns allen Göttern." ergänzte Artemis.
Atrista stand da uns sah die Göttin an.
"Du machst mich zur Königin?
Ich danke dir, ich danke euch..."
Pallas trat zu Atrista und gab ihr einen Kuss auf den Mund und liess dann Yve los. Diese blinzelte ein paar Mal ehe sie wieder wusste wo und wer sie war. Sie stützte sich am Altar ab.
Atrista stand da und lächelte seelig, während Cindy auf ein Knie fiel. Smaragd stand wie erstarrt, beugte dann aber doch das Knie als Cindy niederkniete. Auch ich verneigte mich vor dem Urteil.
"Atrista komm her," sagte Artemis und küsste sie dann auch auf den Mund. Dann blinzelte Susi und war wieder sie selbst.
Unterdessen hatte sich Yve wieder gefangen. Susi fiel einfach um, zum Glück dämpfte der Teppich hinterm Altar den Fall.
"Meine Hoheit, ich hörte die letzten Worte Pallas..." sagte Yve leise, während sich Susi wieder aufrappelte. "Und ich bin froh, dass ihr nun Königin seid."
Also war es wahr... Königin.
Yve hob die Hände und bat um Ruhe...
"Volk der Amazonen, atrista, Unsere Königin!"
Atrista verneigte sich vor uns.
"Ist es vorbei?" stammelte Susi unsicher.
Dann reichte Yve Atrista den Kelch.
"Eure Mutter bat mich euch zur Hohen Priesterin zu ernennen, vor eurem Volk, bevor ihr den Götterschlaf beiwohnt."
Ich musste mich zusammenreissen. Hohe Priesterin auch noch...
Atrista nahm den Kelch und Yve sprach weiter.
"Schwestern und Brüder, unsere Königin. Atrista ist nicht nur Königin und Richterin dieses landes. Nein, auch Hohe Priesterin dieses Landes."
Atrista hob den Kelch in unsere Richtung.
Als die ersten riefen lang lebe die Königin, war ich wie benommen.
Das hatte es noch nie gegeben in der Geschichte des Landes. Es war immer weltliche und geistige Führung getrennt gewesen. Das war es, was die Amazonen immer mit meinem Volk verbunden hatte. Die zweigeteilte Führung des Landes. Nun war diese Ordnung ausgehebelt...
Wie in Trance stolperte ich aus dem Tempel als alle anderen auch rausgingen.
Ich würde mich da nie dran gwöhnen können und die Zukunft würde zeigen, ob diese Entscheidung der Göttinnen zum Guten oder Schlechten führte...
Ich hatte Atrista meine Unterstützung zugesagt, als es darum ging, dass die Königin nicht mehr an der Erneuerungszeremonie teilnehmen würde und sie fortan die Geschicke des Landes allein führen würde, was sie ja die letzten Jahre immer schon getan hatte. Aber nun zu erleben, wie sie alle Macht, die geistige und weltliche, in sich vereinigte, war doch was anderes.
Das war der Fluch der Langlebigkeit. Man gewöhnte sich nur schwer an Umstürzungen der Ordnung...
Im Geiste würde Amelie wohl immer "die" Königin bleiben...

*die Feder setzt kurz ab, und dann schreibt LyAvain auf den Buchumschlag "fürs Geheimarchiv" und setzt noch einen Satz dahinter*

Sollte die Arbitra diese Macht missbrauchen, hat sie die Späherinnen gegen sich. Bei Aenigna...

*Ly pustet die Tinte trocken und klappt das Buch dann zu und schleppt es ins geheime Archiv. Anschliessend nimmt sie ein neues leeres Buch und legt es auf das Schreibpult. Dann räumt sie das Schreibzeug weg und macht sich auf ihre abendliche Runde zu drehen.*
Möge Aenigna der Geist des Windes über dich und deine Wege wachen!

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