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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 07.11.2013 16:16

16. Eintrag
Puuh, die Schlacht ist geschlagen – ein ungewöhnliches Fest liegt hinter uns.
Rimo und ich waren noch bei den letzten Vorbreitungen da kam schon der erste Gast Sandy, mit Weinfass und einem Säckchen voll verschiedenster getrockneter Kräuter, an. Nach und nach füllte sich der Platz vor unserem Haus mit den Gästen. Sie waren fast alle gekommen, bekannte und unbekannte Bewohner des Landes: die schwarze Sirena, das Spitzohr Ly, der starke Paco, die Heilerin Susi, die Käferfrau Eli, das Sprachwunder Oschi, der Schmied Sven und die wilde Afra. Vermisst haben wir die Dorffürstin Cindy und die Fellfrau Smaragd. Dafür waren uns bisher unbekannte Personen der Einladung gefolgt: Sandy die sich mit Winden auskennt, eine sehr schüchterne Person mit dem Namen Akemi und eine Kind das Lilly heißt. Wie ich fast schon befürchtete, die Sitzgelegenheiten reichten nicht. Das Spitzohr Ly half aus. So hatte bald jeder nach anfänglicher Zurückhaltung einen Platz am der Tafel gefunden. Rimo tischte auf, bewirtete die Gäste herzlich, besonders ihre Freundin Afra. Diese machte sich über die Kuchen her, es blieb nicht viel für die anderen übrig. Wir müssen in Zukunft anders planen - von allem mehr und größer!
Die Stimmung wurde im Verlauf des Abends ausgelassener, die Gäste plauderten angeregt und ich hörte entspannt zu. Meine kleine Rede ging im Stimmengewirr unter, dennoch ließ ich es mir nicht nehmen Rimo ihren Teil aus dem Familienschmuck zu übergeben. Dies war der richtige Tag beschloss ich, ihr das goldene Medaillon mit dem unendlichen Knoten, das Vater für sie vorgesehen hatte, zu überreichen.
Gegen Ende wurde es noch etwas turbulent. Eli und Oschi hatten wohl zu viel Wein getrunken, anders konnte ich mir ihr aufgedrehtes Verhalten nicht erklären. Rührend wurde es, als sich Oschi in die Hasen auf den Sessel verguckte und ihn unbedingt mitnehmen wollte.
Gegen Mitternacht leerte sich der Platz, alle Gäste waren auf dem Heimweg. Rimo und ich räumten das nötigste weg. Morgen werden wir ausruhen und entspannen, die Schönheitscreme, die uns die Heilerin Susi mitbrachte, anwenden. Das haben wir uns verdient……

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17. Eintrag
Rimos und meine Aufmerksamkeit wurde auf einen fremd klingenden Gesang gelenkt. Wer oder was war das? Eine asiatisch aussehende Frau hüpfte fröhlich durchs Dorf. Wieder so eine Überraschung, die dieses Land für uns bereit hält. Rimo in ihrer Unbekümmertheit verwickelte sie sofort in ein Gespräch. Und wie es kommen musste *verdreht die Augen* Rimo hat eine neue Freundin namens Nyoki. Beide verfielen in eine reduzierte Sprache, verständigten sich ehr durch Gesten als durch Worte. Als dann noch Oschi dazu kam war das Schauspiel perfekt *seufzt schwer*. Im sehr eingeschränktem Wortschatz mit fast unverständlichen Wortkombinationen erzählen sich die drei welche Freunde sie haben, wobei Doppelnennungen unbemerkt blieben, Hauptsache jeder konnte viele Namen nennen. Sehr amüsant das Ganze.
Sirena und ich tauschten uns derweilen über fremde Kulturen aus, über Seelenwanderung, Bestattungsrituale, Ahnenkult und Götter.
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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 14.11.2013 12:28

18. Eintrag
Ich bin noch ganz verwirrt von dem was ich heute erlebte.
Seit Tagen lag mir Rimo in den Ohren doch endlich ihre Freundin Afra zu besuchen. Mir stand der Sinn nicht danach, musste aber mein Versprechen einlösen. Unser Reitkönnen ist mäßig, dennoch besorgten wir uns Pferde, denn der Weg ist weit zu der Wilden in den fernen Wäldern. Ihr Lagerplatz war leer, ich wollte umkehren, aber Rimo ließ sich nicht beeindrucken brüllt aus voller Kehle nach Afra. Und da kam sie auch schon. Ihr Auftreten machtvoll, beeindruckend, etwas furchteinflößend und dennoch Ruhe ausstrahlend. Eine merkwürdige Aura umgibt diese Frau, der man sich kaum entziehen kann. Schnell kam Rimo auf den Punkt fragte nach dem Geheimnis, das Afra uns zeigen wollte. Ich selbst hatte dies längst vergessen. Was konnte das schon sein?
Die Wilde nahm uns mit in ein verfallenes Gemäuer. Mir war wenig behaglich, aber meine Neugier wuchs. Mehrmals vergewisserte ich mich welche Gefahren das Ganze habe. Afra konnte mich annähernd beruhigen. Ich war bereit mich auf sie einzulassen, ihr zu vertrauen, auch wenn dies schwer fiel. Sie stellte Rimo einige interessante Fragen, die diese spontan ehrlich beantwortete und mir hin und wieder ein Schmunzeln entlockte.
Und dann entführte uns Afra in eine kaum beschreibbare weitläufige Halle (oder war es nur ein Traum), in eine Welt oder in ein Etwas wie ich es vorher nie sah. Licht, Funken, Farben, unendliche Spiralen, die sich in der Tiefe verloren raubten mir fast die Sinne. Mittendrin auf unterschiedlichen Ebenen verschiedenste Kugel, die sich um sich selbst drehten, dabei wiederum um andere rotierten. Alle zusammen zogen weite Bahnen durch den Raum. Ein unfassbares, sehr beeindruckendes Geschehen. Mir stockte der Atem. Afra gab uns einige Erklärungen. Es war unglaublich was sie aussprach, Dinge die sie lieber nicht sagen sollte. Wir werden schweigen darüber was wir hier gesehen und gehört hatten.
Ja, es ist ein Geheimnis wie es uns Afra angekündigt hatte.
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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 22.11.2013 13:25

19. Eintrag
Rimo war längst überfällig. Der Tag neigte sich dem Ende und sie war immer noch nicht heimgekehrt. Ich machte mir langsam Sorgen, machte mich auf sie zu suchen. Mit einem Boot paddelte ich den Sumpf ab. Meine Befürchtung, dass sie eine Abkürzung auf dem Weg zu ihrer Freundin Afra durch dieses Gewässer genommen hat, erfüllte sich nicht. Der Wächter lag hungrig zwischen dem Gestrüpp und schnappte nach mir, hatte lange nichts mehr gefressen.
Mein nächster Weg führte mich in den Hafen. War Rimo hier bei unseren eingelagerten Gepäckstücken? Ich traf auf die schwarze Sirena, leider hatte auch sie Rimo nicht gesehen. Wir beratschlagten uns gerade, als die Fürstin Cindy unverhofft zu Pferde vorbei kam. Ich sah sie bisher nur wenige Male, hatte nur ein Gespräch mit ihr, sie war mir fremd. Es bahnte sich eine informative Unterhaltung an. Als eine vorsichtige Annährung würde ich dieses Gespräch bezeichnen. Es ging um Rimos Eigenheiten, um Afras Besonderheit, ferner um die mir unbekannte Richterin die Herrscherin dieses Landes. Und dann kam sie wieder, die Frage nach unserer Herkunft. Kurz, knapp, ausreichend gab ich Antwort, es schien der Fürstin zu genügen. Ich beendete die Unterhaltung mit dem Hinweis Rimo weiter zu suchen. Zum Abschied versicherte sie mir, dass wir im Land willkommen sind, Rimo unter dem Schutz aller steht und dass wir um eine Begegnung mit der Richterin nicht drum rum kommen werden.

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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 29.11.2013 14:27

20. Eintrag
Der Winter kommt. Nach altem Brauch unserer Familie machte ich mich zusammen mit Rimo auf in die Berge. Bis zur Schneefallgrenze nahmen wir die Pferde, ab dort ging es zu Fuß weiter. Wir wussten von einem Jäger und Fallensteller und seiner Frau, die weit oben eine Hütte bewohnte. Sie sollten unser erstes Ziel sein. Von dort aus wollten wir dann täglich aufsteigen in den ewigen Schnee und das an drei aufeinanderfolgenden Tagen.
Rimo war wenig motiviert, wäre gerne in unserer gemütlichen warmen Hütte geblieben. Nur die Hoffnung Afra auf dem Weg ins ewige Eis anzutreffen trieb sie voran. Und ich musste mir eingestehen, mir ging es ähnlich. Doch der alte Brauch sich weit oben in den Bergen auf den Winter vorzubereiten, dort bei Kälte und Schneetreiben für einige Tage auszuharren, erlaubte keinen Aufschub, denn die Tage wurden kürzer, die Temperatur fiel und es begann zu schneien.
Das Paar nahm uns ohne viele Worte auf, war erfreut über die Abwechslung die so ein Besuch mit sich brachte. Sie leben einsam dort, hatten ihr Einkommen durch Fellhandel und dem Verkauf von getrocknetem Fleisch. Die langen Winterabende nutzten sie zur Fertigung von Fellbekleidung, die sie im Sommer auf den Märkten der Umgebung anboten.
Das Wetter war mit uns. Der Aufstieg am nächsten Tag und den darauf folgenden problemlos. Als würden wir den Weg kennten wanderten wir zielstrebig auf ein Plateau zu. Es war der geeignete Ort, ein Ort der Stille, ein Ort der die Macht der Natur demonstrierte, ein Ort der zur Besinnung zwang. Hier ließen uns nieder, ließen die Stimmung auf uns wirken, fühlten wie unbedeutend und klein wir waren. Unsere Gedanken wurden zwangsweise auf den nahenden Winter gelenkt und auf uns selbst. Andere würden es Meditation oder Sprechen mit Geistern oder Göttern nennen, für uns war es die innere Einstimmung auf den Winter, ein finden zu sich selbst, ein bewusstmachen, dass alles einmal ein Ende hat und daraus Neues entstehen kann. Rimo und ich sprachen in der Zeit wenig miteinander, den Abstieg nutzten wir zum Gedankenaustausch.
Den letzten Tag wittmeten wir ganz unseren Gastgebern. Der Jäger und Fallensteller erzählte ehrfürchtig eindrucksvoll von seiner Liebe zu den Tieren und den Ritualen, die er beim Zerlegen seiner Jagdbeute anwandte. Er schnitzt für jedes erlegte Tier eine kleine Nachbildung aus Holz, die er dann paarweise in seinem Jagdgebiet aufstellt - sein Dank an die Natur und seine Hoffnung auf Fruchtbarkeit bei den Tieren. Kurz verschwand er, kehrte mit einigen seiner Kunstwerke zurück. Wir wurden überrascht, er verstand sein Handwerk filigran Tiere lebensecht wiedergegeben. Vier verschiedene Tierpaare reihte er vor uns auf, bat uns sie mitzunehmen und sie an einem für uns geeignet scheinendem Ort aufzustellen. Rimo stimmte sofort zu, meinte wie wisse auch schon wo.
Der Abschied fiel schwer, als wir uns am frühen Morgen des nächsten Tages auf den Heimweg machten. Gehüllt in neuer warmer Fellbekleidung winken wir noch lange bis die Hütte im unendlichen Schnee verschwand.
Der Winter kann kommen.

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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 08.12.2013 12:19

21. Eintrag
Einige Vorräte zum Überleben der Winterzeit brauchten wir noch. Unsere Vorbereitungszeit hier in Amazonien war einfach zu kurz. Der Rat der schwarzen Sirena uns im Land der Späher einzudecken war nur vom mäßigen Erfolg. So machten wir uns auf nach R., einem kargen Land mit wenigen fleißigen Bewohnern. Bepack und eingedeckt mit uns unbekannten Früchten kehrten wir zurück.
Die Rückreise führte uns auf Umwegen über S. . Stoffe und Schuhe mussten noch gekauft werde. Beim Schlendern über den Markt verfolgte uns ein junger Mann, denn Rimo schon längst vor mir entdeckt hatte. Plötzlich rannte er los, an uns vorbei und warf sich zu unseren Füssen in den Staub. Ein schöner wohlproportionierter Kerl, nur mit kurzem Rock und Schuhen bekleidet, flehte uns an ihn als Sklaven mitzunehmen. Es sei seiner Herrin weggelaufen und suche eine neue, erklärte er uns. Rimo war wie immer sofort begeistert, meinte nur wir hätten keinen Käfig um ihn zu transportieren. Als ich ihr kurz erklärte, dies sei nicht unbedingt notwendig, meinte sie, dann zieht sie ihn an einem Strick hinterher. Der Sklave schöpfte Hoffnung, die ich sofort wieder zerstörte. Ein Sklave bedeutet Arbeit, muss versorgt und beschäftigt werden, ist ständig um einen herum, im schlimmsten Fall spürt man seine schlechte Laune, gab ich zu überlegen. Nein, nein so was brauchte und wollte ich nicht. Der Mann bot sich mit all seinen Vorzügen immer wieder an, wie umgänglich und fleißig er doch sei. Rimos Augen strahlten, sie war von dem Kerl ganz angetan, sichtlich nervös und aufgeregt. (Bald wird sie irgendeinem Mann folgen, mich verlassen …. schoss es mir durch den Kopf …. ich werde sie ziehen lassen müssen.) Unser Gespräch mit dem immer noch vor uns knienden Sklaven ging eine Weile hin und her. Wir einigten uns darauf, dass Rimo und ich uns noch einmal besprechen würden und falls wir uns für ihn entscheiden, ihn am nächsten Tag zur selben Stunde an gleichen Ort abholen. Wir reisen noch am gleichen Abend ab.

Ein Fohlen wirbelte durch das Dorf, sprang voller Lebensfreude über alles was sich ihm in den Weg stellte. Es war scheu, ließ sich nicht anlocken und einfangen schon gar nicht. Unsere Versuche scheiterten, wie die von dem Spitzohr Ly wohl auch. Sie hastete hinter dem Tier her, außer Atem erreichte sie den Dorfplatz auf der Suche nach dem Pferdchen. Rimo in ihrer ruhigen Art schaffte es dann doch. Mit Äpfeln und Milch lockte sie das Tier zu sich. Es ließ sich nun streicheln, fasste Zutrauen - Zeit ihm einen Namen zu geben. Fire sollte es heißen, passend zu seinem Wesen und ein Bezug zu dem Land und der Fürstin Cindy sei auch hergestellt, bemerkten alle Anwesenden.

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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 11.01.2014 13:16

22. Eintrag
Mit Rimos Gesundheit stand es nicht zum Besten. Handeln war angesagt, so nahmen wir das erste Schiff in Richtung Nordost nach العثمانية . Unser Ziel die heißen Quellen von Hierapolis. Schnell stellte sich Besserung ein, diese Erfahrung hatten wir bei vorherigen Besuchen schon gemacht. Badekur, Atemübungen, Wassergüsse, Schwitzen und Ruhe brachten den gewünschten Erfolg. Wie lange wird der anhalten?
Der Rückkehr in unsere neue Heimat Amazonien steht nichts mehr im Wege.
---------------------------------------------------------------
Die weiter Reise verhinderte die Teilnahme am Fotowettbewerb. Der Sessel hätte uns außerdem verraten.

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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 07.03.2014 12:53

23. Eintrag
Viel hat sich ereignet und auch wiederum nichts.
Wir sind zu Bürgern Amazoniens geworden. Rimo hat sich bestens eingelebt, schließt Freundschaften schneller als man denken kann. Ich selber halte lieber Abstand, bin skeptisch darüber was ich in dem Land so höre und auch sehe. Dennoch akzeptiere ich mein augenblickliches Schicksal und werde als ehemalige Verwalterin und Beraterin nun zur Bäuerin. Oh, welch ein Abstieg. Ich sehe das doch recht einfache abgeschiedene, von Riten, Geistern, Göttern und Demut geprägte Leben der Amazonen, als Bereicherung für mein eigenes, dass mir auf meinem weiteren Lebensweg hilfreich sein wird.
Die oberste Herrscherin, eine Richterin von der jeder ehrfurchtsvoll spricht, die sich seit einer spektakulären Zeremonie im Tempel * nun Königin (eine zweite Königin geistert verwirrt durchs Land!) nennt, ihr sind wir noch nicht begegnet. Welch ein Glück, denn man hört merkwürdiges. Sie könne jedem hinter die Stirn schauen, meinte Afra.
Ja Afra, das ist auch noch so eine Person, die unser Leben bestimmt – nein besser gesagt Rimos Leben. Rimo ist viel und lange mit ihr in den Wäldern unterwegs, vernachlässigt die Hausarbeit, die Tiere, das Lernen und verwildert zusehends. Ihre Freundlichkeit und Naivität hat sie dabei nicht verloren, eine gewisse Ähnlichkeit besteht zu Afra. Vielleicht verstehen sich beide darum so gut. Und eingestehen muss ich mir, es tut Rimos Selbstbewusstsein, ihren Fähigkeiten und ihrer Gesundheit gut.
Währens Rimo weit weg im Land unterwegs ist, kontrolliere ich regelmäßig unser Gepäck im Lagerhaus unten am Hafen. Alles ist noch vorhanden. Diebe gibt es wohl keine, aber Mäuse, Ratten und sonstiges Getier, die sich an den Kisten zuschaffen machen. Ich sollte Gift auslegen! Nicht auszudenken wenn Termiten das Holz zerfressen und der Inhalt der Kisten preisgegeben würde.
Nun kommt der Frühling, wer weiß was uns diese Jahreszeit bringt. Eigentlich müssen wir uns aufmachen in Richtung Westen, Vaters Auftrag erfüllen. Rimo wird damit nicht einverstanden sein und eine Zeit der Ruhe tut auch mir gut.

*
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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 10.04.2014 10:45

24. Eintrag
Es bleibt sehr wenig Zeit um weitere Seiten des Tagebuches zu füllen. Rimo hält mich im Atem, auch der Lebensunterhalt und die Tagesabläufe wollen geregelt und organisiert sein. Dennoch will ich schnell einige Zeilen hinzufügen.

Erstmals nahmen wir offiziell an einer der sehr häufig hier im Lande stattfindenden Feiern teil. Die Schamanin Susi hatte uns eine Einlandung zukommen lassen. Schon Tage vor dieser Feier trieben Rimo und ihre Freundin Afra Ziegen im Auftrag der Schamanin zusammen. Der Gestank, der Rimo umgab war kaum auszuhalten. Sie selber merkte das nicht, fühlte sich nur wohl. Am Tag des Festes, es war wohl eine Feier zur Beschwörung oder Besänftigung der Götter durch waghalsige Aktionen der Bewohner des Landes, verschwand Rimo nach kurzer Zeit. Ihre Freundin Afra war erst gar nicht aufgetaucht. Ich wurde mächtig ärgerlich auf Rimo.
Tags drauf fand ich sie unweit vom verlassenen Lager der wilden Afra, die umgezogen war. Eigentlich musste ich nur dem widerlichen Geruch, einem Gemisch aus Ziege und Modder nach gehen, um beide zu finden. Tief im Sumpf, im knöcheltiefen braunen übelriechenden Morast, auf einem mit Gras überwuchertem Stückchen Land, fand ich beide. Afra schlich sich leise heran und erschreckte mich zu ihrer großen Freude. Rimo entdeckte ich erst auf Afras Fingerzeig hin, sie saß oben im Baum. Ich hatte mir doch so vorgenommen nicht mit Rimo zu schimpfen, aber konnte nicht anders …. Darauf hin erlebte ich eine ganz andere Afra als bisher. Die sonst so lustige, unberechenbare, etwas reduziert wirkende Wilde, sprach erstmals sehr ernst, erwachen und weise. Sie schient mehr von Rimo und mir zu verstehen, als es mir lieb ist und vor allen Dingen sie benannt es auch noch so klar. Mir wurde sehr unwohl, bei dem Gespräch – war ich blind, machte ich was falsch, behandelte ich Rimo nicht so wie ich sollte? Mir zog es fast die Füße weg - war es der sumpfige Boden der nachgab, waren es die Schlingpflanzen die mich wegzogen oder waren es die Worte die ich hörte? Nach kurzer Zeit fand ich die Fassung wieder. Den weiten Heimweg anzutreten war ich nicht mehr in der Lage und verbrachte die Nacht gemeinsam mit den beiden mitten in dieser unwirklichen Umgebung, den Gestank nicht mehr wahrnehmend, mit vielen Gedanken im Kopf.
Tage später kam es zu einer Begegnung mit einer Frau die Kräuter sammelte. Rimo teilte ihr unaufgefordert mit, dass alle Kräuter in ihrem Korb giftig sein. Die Frau war erstaunt, tat als sei das gewollt. Auf meine Frage hin, wer sie sei, vielleicht eine Hexe und warum giftige Kräuter, antwortete sie ausweichend. Darauf hin sagte Rimo ihr auf den Kopf zu, dass sie vor einer Prüfung stehen würde, die nur außerhalb des Landes abzulegen sei. Ich war sprachlos über Rimos Behauptung, eben so die Frau. Rimo ließ nicht locker. Wie im Rausch wiederholte sie, dass eine Prüfung auf die Frau warte. Woher wusste Rimo das? Woher kommen diese Eingebungen und Wahrnehmungen, die sie immer häufiger zeigt, die sie anschließend in eine tiefe Erschöpfung bringen. Hat Afra etwas damit zu tun?
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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 08.05.2014 10:21

25. Eintrag
Wo sind wir hier nur hingeraten? Rimo und ich, wir verlieren uns langsam selbst. Unsere reale Welt wird zur unrealen.
Rimo bastelt Schmuck aus Knochen und Federn, wie die Wilden im Urwald oder der Wüste. Unsere Kleidung lässt zu wünschen übrig, ich kleide mich wie ein Knappe eines unbedeutenden Fürstenhofes. Unserer unwürdig betreiben wir Viehwirtschaft und Tauschgeschäfte, wohnen zwischen Kisten und Fässern, vernachlässigen alles war uns bisher so wichtig war. Wir passen uns diesem Land an, zählen eine Wilde zu unseren Freunden, besprechen ernsthaft mit der Schamanin ihr Tun, glauben die Geschichte der schwarzen Prinzessin ohne Zukunft. Wir huldigen Göttern die uns unbekannt sind, sind beeindruckt vom einfachsten Feuerspektakel, sprechen mit Tieren die der Sprache nicht mächtig sind, sehen Geister oder Wesen die es so nirgends gibt, akzeptieren das ehrfurchtsvolle, unterwürfige Verhalten eines Volkes unter einer strengen allein herrschenden Regentin.
Was ist aus uns geworden? Wo ist unser klarer Verstand geblieben, wo die Gewissenhaftigkeit und die Zielstrebigkeit unserem eigentlichen Geschäft nachzugehen?
Rimo kneif mich …. ich bin in einem Traum …. will aufwachen.
Nein ich will keine Steine auf dem Flußgrund suchen. Nein ich will nicht selbst zur Wilden werden. Nein ich will Rimo nicht in diesem Land verlieren.
Wach auf Mine, wach endlich auf …..
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Re: Tagebuch der Neuankömmlinge

Beitragvon Die Zwei » 07.07.2014 12:20

26. Eintrag
Oh dieses Amazonien mit seinen Bewohnern bringt mich noch um den Verstand und entfernt mich gleichzeitig immer mehr von meiner geliebten Schwester Rimo.
Ich tue Dinge, die ich vormals nie tat. Ich fange an, an Erscheinungen zu glauben, die bisher nie Zugang in meine Gedankenwelt hatten. Ich lasse mich zu Handlungen hinreißen, die ich immer verabscheute. Ich ziehe Schlussfolgerungen, welche ich niemals für möglich hielt. Mir schwirrt der Kopf, ich verliere den Überblick, bin nicht mehr Herr meiner selbst. Rimo ist ganz und gar in den Bann der wilden Afra gezogen. Ihr ansonsten träges Denken wandelt sich in Prophezeiung oder sollte ich Hellsehen sagen, die nicht nur mich in Unruhe versetzen.
So kann es nicht weitergehen, wir müssen für eine Weile außer Landes reisen - frischen Atem holen, die Gedanken sortieren und festlegen ob wir weiterhin uns der Gemeinschaft der Amazonen unterwerfen werden. Ich habe es Rimo freigestellt mit mir zu reisen oder im Land zu bleiben, sie schloss sich mir an. Morgen geht das Schiff.

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Bergen eines tonnenschweren Steins! Möglich oder unmöglich?

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Können Steine bluten? Wahrheit oder Illusion?

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Der fliegende Baum, den außer Rimo und Mine keiner sah (?)! Ja oder Nein?

Nachtrag in eigener Sache: Das letzte RP signalisiert uns, dass Entspannung oder Sommerpause nötig ist. Schade, das RP um den fliegenden Baum hätte spassig werden können, aber sollte nicht sein! R&M pausieren, sind aber nicht weg! Schöne erholsame Sommermonate.
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