Neue Beiträge
Abmeldung
von: Susi Gestern 20:10 zum letzten Beitrag Gestern 20:10

Brauch Eure Hilfe.. Kameraberatung!
von: SandyLee 16.07.2018 12:42 zum letzten Beitrag 16.07.2018 12:42

Fotografierverbot
von: Sumy 15.07.2018 08:41 zum letzten Beitrag 15.07.2018 08:41

Amazonen Geplapper Teil 2
von: Svenja Jigsaw 13.07.2018 22:46 zum letzten Beitrag 13.07.2018 22:46

Ausflug? Nein, es ist ein Angebot an Interessierte
von: Sklavin Randt 10.07.2018 12:18 zum letzten Beitrag 10.07.2018 12:18

Aschgrauer Beutelbär
von: SandyLee 09.07.2018 22:45 zum letzten Beitrag 09.07.2018 22:45

Bennett Wallaby
von: Atrista 09.07.2018 08:06 zum letzten Beitrag 09.07.2018 08:06

RL-Treffen München, Folge 31
von: Brigitt Loening 08.07.2018 19:36 zum letzten Beitrag 08.07.2018 19:36

Wombat
von: SandyLee 08.07.2018 16:36 zum letzten Beitrag 08.07.2018 16:36

Ein ganz normaler Morgen Teil 2
von: ette hubbenfluff 07.07.2018 21:12 zum letzten Beitrag 07.07.2018 21:12

Im Kornfeld
von: Atrista 06.07.2018 19:09 zum letzten Beitrag 06.07.2018 19:09

Smaragd Problem
von: SandyLee 05.07.2018 08:26 zum letzten Beitrag 05.07.2018 08:26

Herzlichen Glückwunsch Jani
von: Janina Dufaux 05.07.2018 00:02 zum letzten Beitrag 05.07.2018 00:02

Tiger's Revier*Fanta Ama^^
von: Smaragd 04.07.2018 13:58 zum letzten Beitrag 04.07.2018 13:58

Eisenbahnpläne
von: SandyLee 02.07.2018 12:33 zum letzten Beitrag 02.07.2018 12:33

Ein ganz normaler Morgen
von: Janina Dufaux 28.06.2018 17:52 zum letzten Beitrag 28.06.2018 17:52

Sommersonnenwende 2018 (nach den Kreuzgläubigen)
von: Susi 25.06.2018 21:37 zum letzten Beitrag 25.06.2018 21:37

Whiskyzönchen
von: SandyLee 20.06.2018 23:30 zum letzten Beitrag 20.06.2018 23:30

Sumy`s Fotoschule
von: Sumy 15.06.2018 11:54 zum letzten Beitrag 15.06.2018 11:54

Suche ....
von: Sumy 15.06.2018 09:15 zum letzten Beitrag 15.06.2018 09:15

Suche


Foren Kategorien
Kategorie

Kategorie
Nur für registrierte User

Kategorie

Kategorie

Kategorie

Kategorie

Kategorie

Kategorie
Die großen und fortlaufenden RPs werden hier archiviert
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 8737

Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 08.06.2012 21:47

*Kommt aus dem Garten ins Haus und seufzt leise vor sich hin...

*Tunkt gedankenversunken die Feder in das Fass mit Tinte...

Liebes Buch, wo war ich stehen geblieben?

*Blättert eine Seite zurück und ließt die letzten Sätze noch mal durch.

Ach ja liebes Buch, ich berichtete Dir von der merkwürdigen Frau!
Ja, sie schien mehr wie nett, nämlich genau das Gegenteil, sie drohte mir sogar dass sie mir alles nehmen würde, was mir lieb ist.
Sie zählte auf und in welch einer Boshaftigkeit; Ly, Aurelia, Yoh, Sma, Mary dann kürzte sie ab, sie sagte dann: ich werde dir alles nehmen, was dir lieb geworden ist, ALLES!

Mir wurde heiß und kalt zugleich, ich musste es irgendwie verhindern, wusste aber immer noch nicht wie.

Am gleichen Abend, als ich im Tempel war und schon so sehr am Selbstzweifel nagte, hörte ich eine leise Stimme mir schien es, als ob sie von unten aus der Gruft her kam.

Yve, du dummes Ding...
Ich zuckte zusammen und wurde bestimmt kreidebleich, ich schaute mich um, sah aber niemanden, ich schüttelt den Kopf und sagte zu mir selbst: nun beginnst du schon zu halluzinieren...

Ich faltete meine Hände von neuem und dann hörte ich wieder diese Stimme, die sagte: was haben wir uns nur dabei gedacht, eine Priesterin, die in Selbstzweifel verfällt, bei Pallas wenn Atrista dich so sehen würde.

Ich blickte wieder auf und in diesem Augenblick war mir klar, wer da zu mir spricht.
Ich seufzte leise und sagt: ich machte so etwas doch schon lange nicht mehr, wie soll ich wissen, ob ich es noch kann?
Die Stimme zischte leise und ich hatte das Gefühl, als ob sie direkt hinter mir stand, ein Hauch von Atem war zu spüren in meinem Nacken..
Du dummes Ding, so lange ist es noch gar nicht her, wo du mit Hilfe einer Wicca und einer Druidin jemanden geholfen hast, erinnre dich, meinst du, wir sind umsonst hier und helfen euch, wo wir können?

Und wenn Du das andere meinst, spüren, sehen und verstehen, mach Deine Augen auf du dummes Ding! *dieser Satz klang wütend*

Diese Dinge kann man nicht unter Anspannung durchführen und sie lassen sich auch nicht gewaltsam erzwingen.
Das Zusammenspiel von Geist, Seele und Körper hast du gelernt, achte da drauf, dass du keinen dieser drei Bereiche vernachlässigst und bleibe deinen Zielen weiterhin treu.

Just in diesem Augenblick fiel mir das Ritual mit Anna ein und ich sagte, wie aus einem Pfeil geschossen: stimmt bei Pallas; Anna!

Ich versuchte mich zu erinnern, da es für meine Verhältnisse lange Zeit zurück lag, ich schloss meine Augen und sah uns im Steinkreis sitzen, mit Cindy und Sma, oh ja, da half ich und ich wusste auch noch alles, was ich zu machen hatte.

Dann zischte die Stimme noch mal: es ist nicht nur Anna, erinnre Dich an den Fluss bei Ly's Haus, erinnre Dich was dich in dieses Land führte, bist du wirklich so dumm, oder nur naiv?

Ich seufzt leise und sagte: nun ja, dann werde ich versuchen mich weiter auf euch zu konzentrieren.
Die Stimme sprach nun sanft zu mir und sagte: deine alten Gedankenwelten müssen sterben, den nur somit eröffnen sich neue Wege.

Und dann sprach sie weiter: vertraue nicht auf uns, wir sind zwar immer in der Nähe, aber manchmal haben wir auch andere Sachen zu tun.
Wir sehen, das die Verwirrung deiner Gefühle dich gerade die Orientierung verlieren lässt, nichts ist greifbar für dich, so scheint es uns.
Nur wenn du dich fallen lässt, wird sich das Wasser beruhigen und du wirst den Grund des Sees erkennen.

Dann war die Stimme weg.

Ich erinnerte mich an Yoh, wie sie mir erklärte, mit dem Herzen zu schauen um auf den Grund des Kessels blicken zu können.
Ja, darin lag das Geheimnis, meine Gedanken flogen wirr durcheinander, ich sollte dort erst mal Ordnung hineinbringen.

An diesem Abend blieb ich noch recht lange im Tempel bis ich im Morgengrauen mich auf den Weg machte um an den Strand zu gehen.

Ich setzte mich in eine Bucht, schaute den sanften Bewegungen der Wellen nach und blickte nach oben.
Ein paar kleine funkelnde Sterne waren noch zu erkennen und ganz weit am Horizont ging die Sonne auf, es war ein traumhaftes Spiel mit Pallas Athene und Aenigna.
Die Wolken verformten sich zu Figuren man konnte deutlich erkennen, was es war, die eine Wolke schien ein Kind zu sein, mit Pfeil und Bogen, dann sah man einen Pfeil fliegen, eine andere Wolke schien mir, als sei es eine Frau mit langem Haar, die nach hinten fiel, weil der Pfeil sie traf.

Dann sah ich eine Höhle, die Sonnenstrahlen fielen so herab, als ob eine Art Schutz um die Höhle sich legte.
Es sah aus, als ob einige Menschen vor der Höhle waren und einige in der Höhle.

Ich beobachtete das Schauspiel eine Weile bis die Wolken sich auflösten.

Als der Hahn schon längst gekräht hatte, machte ich mich auf den Weg nach hause und kramte meine ganzen Sachen zusammen, aber immer noch mit Selbstzweifel im Herzen...

*Nippt am kalten Tee, schüttelt sich leicht und macht etwas frische Zitrone zu, trinkt wieder einen Schluck und nickt zufrieden.
Ließt sich alles noch mal durch und schickt hoch,d a sie ein Klopfen am Fenster hört und geht raus.

Wer sollte auch um diese Zeit am Fenster klopfen?
Das kann nur Kusa sein die einen Kauz schickte...


*Geht zum Kauz und befreit ihm vom Pergament, gibt ihm frisches Wasser und eine schon tote Maus, die ihre Katze ihr mitbrachte...
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 18.05.2014 11:59

Liebes Tagebuch, es ist viel passiert in den letzten Mondläufen, vieles uninteressantes und einiges, was mich zum Nachdenken und zur Besorgnis bringt.

Ich spüre es, es wird nun nicht mehr lange dauern, dass der Himmel, nein ich will mich verbessern.
Laut der alten Schamanen und Priester, wird nicht der Himmel bluten, nein, der Mond!

*bekommt eine Gänsehaut, wo sie diesen Satz niederschreibt und schaut besorgniserregend zum Himmel...

Die 7 Sterne, rutschen von Tag, zu Tag dichter zusammen, man kann es genau beobachten, am Schamanenfelsen. Laut Niederschriften der alten Schamanen und Priester, sind es unsere Götter; Pallas, Arithrea, Aenigna, Artemis, Disopia, Cialia und Lunaris...

Am Tag, wo die Sterne sich fast berühren, sollte es so weit sein, der Mond fängt an zu bluten, böse Geister sollen schuld sein, wenn ich die Texte der alten Priester und Schamanen richtig übersetzt haben sollte.

Unheil, soll auf uns niederkommen, es wird geschrieben, dass ein plötzlicher Wintereinbruch kommen kann, eine böse Sturmflut unser Land vernichten kann, Blitze könnten aus dem Himmel kommen oder gar böse Winde, die unsere Dächer von den Häusern fegen könnten.

Dann wird noch von den alten Schamanen und Priestern geschrieben, dass nur eine Glaubenserneuerung uns vom schlimmsten Unheil bewahren kann, wie das Ritual aussehen soll, davon steht leider nichts in den Niederschriften, aber im Sanctumsarchiv fand ich interessante Niederschriften, alter mongolischer Schamanen, nur habe ich Schwierigkeiten diese Schrift zu entziffern, sie scheint entweder so alt zu sein, dass nur jemand der ein geschultes Auge hat, sie zu entziffern, oder sie wurde von unserer Königin, der Arbitra Atrista verfasst und man soll sie kaum lesen können.

Ich werde weiterhin versuchen diese Schriften zu entziffern, vielleicht helfen sie uns weiter um uns vor bösen Unheil zu bewahren.

Dann ist noch was merkwürdiges passiert liebes Tagebuch.
Eine alte Frau ist im Lande, sie lebt so, wie es aussieht am Sumpf, ich lernte sie durch Zufall kennen, da ich die Beeren der Sumpfkalla sammeln wollte.
Unheimlich ist die Alte...
Sie spricht nicht viel und ließ mich schuften, wie ein Arbeitstier, ich sollte ihr frisches Wasser bringen, aber nicht nur ein Eimer, nein, es waren gefühlte 50 Eimer.
Wurde ich langsamer, bekam ich hiebe von ihrem Stock, sie scheint blitzschnell zu sein, da sie an einer ganz anderen Ecke stand wie ich es war, aber trotzdem spürte ich ihren Stock im Rücken.
Dann nuschelte sie immer was von einer Khan und ob die alte Tngri im richtigen Land sei, da sie die Khan nur am Rande spüren würde.

Und mit ihren Raben scheint sie auch zu sprechen, als ob sie ihre Familie sei, die Alte ist merkwürdig und irgendwie immer schlecht gelaunt, ich bin froh, dass ich erst mal nicht mehr in die Höhle des Sumpfes muss, da ich Auri bat, der Alten Essen zu bringen.

*Klappt ihr Buch zusammen und geht ins Sanctum, um weiter im Archiv zu lesen...
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts

folgende User möchten sich bei yve Hermans bedanken:


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 01.06.2014 21:31

*Kommt zu ihrer Hütte, macht sich einen Tee, schnappt sich ihr kleines Buch, ein kleines Gefäß mit schwarzer Farbe und eine Feder, geht damit nach draußen und setzt sich auf die Bank...

Liebes Buch, auch wenn ich nun schon seid einigen Sonnenläufen Dich nicht beachtete, so möchte ich heute mal wieder was schreiben.

Es ist in den letzten Tagen einiges passiert, auch wenn ich noch nicht viel Gelegenheit hatte mit Auri zu reden, aber eins wusste ich, es wird an der Zeit, dass sie ihre Prüfung ablegen muss.

*streift mit der Feder über ihre Lippen und schwelgt in Erinnerung...
Liebes Buch, ich erinnere mich, ich erlebte gerade mein 15ten Jahrestag und die Winter-Sonnenwende war an diesem Abend, als ich auf eine Lichtung von meiner Großmutter gebracht wurde, ein Feuer brannte dort und ein einsamer Baum stand auch dort.
Es war unheimlich, der Mond war verdeckt durch Schleierwolken und man hörte nur die Rufe der Eulen und das Knistern des Feuers.

Meine Großmutter befahl mir, mich von meinen Kleidern zu befreien und dann tief in mein Inneres zu gehen.
Ich folgte meiner Großmutter und machte es, wie sie mir sagte.
Meine Großmutter stellte Kerzen in Farbe der Elemente um das Feuer, dann setzte sie sich neben mich und ich spürte ihre Hand meine Hand suchen, von der anderen Seite, spürte ich noch eine Hand, die, die meine suchte und dann hörte ich leisen Gesang.

Der Gesang war so intensiv, dass ich mich fühlte, als würde ich schweben.
Dann hörte ich meine Großmutter sagen: erinnre dich an deine Kiste und öffne sie, du wirst drei Prüfungsaufgaben da drin finden.

In meinen Gedanken, hielt ich meine Kiste fest, sie war eine schlichte Holzkiste, mit kleinen Sternen verziert und einer dünnen Mondsichel.
Ich öffnete vorsichtig die Kiste und nahm ein sehr feines Pergament heraus. Das Pergament war so filigran, dass ich es kaum wahr nahm zwischen meinen Fingern.
Ich begann zu lesen, als ich die letzte Prüfungsaufgabe lass, glitt das filigrane Pergament aus meinen Fingern, flog zur ersten Kerze, dann zur zweiten und zur dritten.
Dann flog dieses filigrane Pergament wieder zur ersten Kerze und schwebte im herbstlichen Wind genau über der Flamme.

Dann sah ich die Aufgabe noch ein mal deutlich vor meinen Augen und spürte die Hände der Frauen, es war noch eine Frau anwesend. Ich kann mich nur noch an ihr weißes Haar erinnern, welches sich im Wind leicht hin und her bewegte.

Die erste Aufgabe bestand da drin die Winde zu rufen, um die Saat für die Winterernte im Land zu verteilen.
So konzentrierte ich mich und atmete einige male gleichmäßig und tief ein.
Als ich die Winde rief, erinnerte mich meine Großmutter ermahnend, dass meine Konzentration nicht nachlassen soll.
So spürte ich nach einigen Minuten, einen kühleren Windzug, der um uns streifte, dann griff ich in meine Kiste, holte Samen für die Herbst- und Winterpflanzen heraus, hielt meine Hände in die Luft und ließ sie vom Wind mit sich tragen.
Die zweite Aufgabe bestand da drin den Kontakt zur Anderwelt herzustellen.
So holte ich instinktiv Kleefarn, Moschus, Safran und den roten Styrax heraus.
Ich befüllte eine kleine Schale mit etwas Sand, platzierte die Kräuter in der Mitte, nahm etwas glühende Kohle aus dem Feuer heraus und holte eine Feder aus der Kiste.
Ich begann mit leisem Gesang und langsamen wedeln der Feder um den Rauch der Kräuter zu verteilen. Damit ich den Kontakt zur Anderwelt herstellen konnte.
Der Kontakt hielt nicht lange an, da eine Eule durch das Bild was wir empfangen hatten flog.

Als die letzte Prüfung nun bevor stand und das Feuer langsam erloschen war, spürte ich, wie die Hände, die meine berührten mich hochhoben, um auf meinen Beinen zu stehen.
Ich schaute auf das Pergament, was nun über der dritten Kerze schwebte und lass noch ein mal die Prüfungsaufgabe.
Es schauderte mich ein wenig und ich überlegte, wie ich diese Prüfungsaufgabe anstellen sollte.

Dann sah ich sie wieder, die Eule, sie schwebte über der noch roten Glut des Feuers, sie schwebte, bewegte nicht ein mal einen Flügel und schaute mich lange an.

Dann hörte ich eine der Alten sagen: nun werden wir sehen, ob sie so weit ist. Sie lösten sich von meinen Händen und ließen mich alleine.
Ich spürte wie meine Beine den Halt verloren und sank zu Boden.
Die Eule sah ich noch immer über der Glut schweben, als ich sie mir genauer anschaute, sah ich ein Zeichen auf ihrem Kopf.
Erst nach einigen Stunden, so schien es mir, erwachte ich, aus dem Zustand, in dem ich war.
Zu mindestens glaubte ich es. Ich ging durch einen tiefen Wald, war auf der Suche nach etwas, was ich genau vor Augen sah, es war ein Baum, der die gleiche Zeichnung trug, wie die Eule.

Als ich aufwachte, war ich zuhause, meine Füße waren aufgerissen, von Dornen, schwarz wie Pech und ich hielt ein großes Stück Rinde, sowie Federn der Eule in meiner Hand.
Als ich meine Augen öffnete, sah ich die alten Frauen, da drunter meine Großmutter, die mich anlächelte und sagte: die letzte Prüfung hast du bestanden, nun gehe deinen Weg, mache was du willst, aber...

Dann machte sie eine lange sehr beeindruckende Pause.
Denke immer dran, tut niemanden was böses, so wird es dreifach auf dich zurück kommen. Die Eule, wird dich beschützen und die Rinde mein Kind, du wirst auf deinen Weg schon erfahren, was Du draus zu machen hast.

*seufzt leise und denkt mit einem lächeln an ihre Großmutter, sagt leise zu sich: Großmutter, ja, du hattest recht, ich wusste, was ich aus der Rinde machen musste.

Wischt sich eine Träne aus dem Gesicht und schimpft leise mit sich selbst: Yve, du bist dumm, Auri kam nicht ohne Grund hier her und dann zeigst Du ihr nicht, was Du gelernt hast?
Die Kiste, die hätte ihr bestimmt geholfen, sich besser zu konzentrieren, ihre Kräfte besser unter Kontrolle zu halten, ich verfluche so manches mal, die Gabe sehen zu können.

*trinkt von ihrem schon längst kalt gewordenen Tee und schaut hoch zum Himmel.

Ich werde, sobald Auri Zeit hat, das mit der Kiste zeigen, es ist meine Pflicht, ich hoffe nur, die Alte nimmt nicht so viel zeit in Anspruch von Auri.

*tunkt die Feder noch ein mal ein...
Liebes Buch, auch wenn ich Dich vernachlässige, so glaube mir, mein Aufgabenbereich ist groß, der Blutmond steht bevor und ich fand noch keine hilfreichen Hinweise, wie die alten Priester und Schamanen dieses Unheil abwägten. Die alten Schriftstücke im Sanctum, sind unleserlich und dann kommt noch die alte unheimliche Frau dazu.
Ich hätte es ahnen müssen, dass sie und auch ihre beiden Schwestern wegen Auri hier ist und ich hätte Auri warnen sollen.

*seufzt noch mal und sagt zu sich selbst: hätte, wenn und aber, Auri ist eine Frau, aber der Zeitpunkt ist noch nicht gekommen, erst mit der Winter-Sonnenwende, wenn sie ihr 15ten Winter erlebt, ist sie reif genug...
Und liebes Buch, ich bin froh, dass ich bei den Prüfungen nicht dabei war, ich glaube, ich wäre in Tränen aufgelöst gewesen, aber ich werde ihr helfen, noch ist es nicht zu spät.

*pustet über die Tinte und klappt das Buch zu, versteckt das Buch, streicht über die Trommel, die sie aus der Rinde baute und die Federn der Eule anbrachte mit einem Schmunzeln.
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 28.06.2014 20:52

Am Tag des großen Feuers, da, wo der längste Tag gefeiert werden sollte, wurde ich durch ein Geschreie aufgeweckt, es klang nicht wie das Rufen der Eulen, aber dennoch vertraut.

Ich rieb meine Augen, stand auf, machte mich etwas frisch und ging vor die Tür meines Zuhauses.
Mein Blick fiel auf den Himmel über den Tempel, ich zählte 12 Raben, die kreischend über den Tempel flogen.
Als die Raben mich erblickten, wurde es ruhig um mich herum und einer der Raben flog herunter.
An seinem Fuß, sah ich ein Pergament welches ich abmachte, ich rollte es auf, konnte aber kein Wort entziffern.
Der Rabe setze sich wieder in die Lüfte und es schien mir, als würde er auf mich warten.

Immer wieder flog der Rabe, der das Pergament am Bein hatte, in Richtung Tharareb Hills und dann wieder zu mir zurück, alle anderen Raben verweilten über dem Tempel.
Mir schien als würde er mich auffordern, dass ich zur Höhle der Alten gehen soll.
Liebes Tagebuch, bis zum Tag des großen Feuers, war es die Alte für mich, sie war streitsüchtig, lachte über mich und scheuchte mich von einer Ecke in die andere.

Ich ging zurück in meine zuhause, befüllte einen Korb mit schweren Seufzen. Ich befüllte ihn mit Wein, Käse und gutem Olivenöl und begab mich langsamen Schrittes Richtung Sumpfgebiet.
dann raffte ich meinen ganzen Mut zusammen, setzte mich in das Boot und versuchte, es wie damals Ly es machte ihr gleich zu machen.
Als ich an dem Wasserfall vorbei kam, wo die Strömung am größten war, spürte ich, wie das Boot ins Schwanken kam, mir wurde übel, aber ich musste mich so sehr auf das Gleichgewichtig konzentrieren, dass ich gar nicht dazu kam mich zu übergeben.

Als ich endlich seichteres Wasser erreichte und völlig aufgekratzt war, aber auch erleichtert, dass das Boot nicht kippte, sah ich die Raben schon über der Höhle der Alten fliegen.
Ich machte das Boot fest und stieg aus, holte den Korb mit den Geschenken aus dem Boot und ging schweren Atem Richtung Höhle.

Ich blieb glaube ich eine gefühlte Ewigkeit vor dem Eingang stehen, bis ich die Stimme der Alten hörte.
Sie sagte: 'Priesterin, komm näher, ich dachte, du würdest mich früher besuchen kommen!'
Irgendwie schien sie mir freundlicher zu sein, wie die letzten male, als ich sie besuchte, aber der Eindruck konnte auch täuschen.
Ich ging ganz langsam in die Höhle, der Rabe, der das Pergament am Bein hatte, flog auf meine Schulter und blieb dort sitzen, bis ich das schon flackernde Feuer in der Höhle erreichte.
Ich räusperte mich und begrüßte sie mit einen Kloß im Hals, da ich jeden Augenblick damit rechnete, dass ich wieder angefahren wurde, von der Alten.
Sie aber sagte nichts, gar nichts, sie saß auf der merkwürdig geformten Wurzel und starrte mich mit ihren leeren Augen an.

Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, wie sie mich anstarrte.
Ich hörte zwischendurch, wie der eine oder andere Raben ein Scheitel Holz ins Feuer fallen ließ bis die Alte plötzlich anfing zu sprechen.
Ich hörte nur das Wort ''Priesterin'', dann kam eine sehr lange Pause.
Ich stellte lautlos den Korb ab, da die gedrehten Weiden langsam meinen Arm immer schwerer machten und ihr Muster in meinem Arm drückten.
Dann sprach sie weiter mit Worten, die ich wieder nicht verstand. Um ihrer Hand, war eine schwarze Kette gewickelt und ihre Finger spielten mit jeder einzelnen Perle, zwischendurch hörte ich sie leise Worte nuscheln, aber ich verstand die Worte nicht.

Dann blickte sie auf, schaute wieder mit ihren leeren Augen zu mir herauf und sie sprach weiter.
Ich spüre, die Khan ist hier ganz in der Nähe, ihre Aura ist so präsent, dass ich sie förmlich fühlen kann.

Selbst ihr Duft, steigt mir in die Nase, wenn der Wind richtig steht.
Priesterin, ich muss mich glaube ich bei Dir entschuldigen...
Dann machte sie wieder eine lange Pause, diese Pause, schien mir die Schlimmste zu sein, da ich immer noch nicht wusste, warum ich sie besuchen sollte.

Dann sagte sie mir, dass ich zum Regal gehen sollte um zwei Becher zu holen, ich machte, wie sie es mir sagte, dann deutete sie Richtung Korb mit den Worten, ich glaube, dort hast Du Wein drin, oder nicht?
Ich atmete schwer durch, da mir nicht klar war, wie sie sehen konnte, dass dort Wein im Korb war, ich stammelte mit verschluckten Worten, ja Emerahl.
Just in diesem Augenblick, hätte ich mir für den Satz am liebsten eine Ohrfeige gegeben.
Da die Alte anfing zu lachen.

Ich goss mit zitternden Händen den Wein in die Becher, da ich glaubte einen Schritt zu weit gegangen zu sein und schon in Gedanken hörte, wie sie mich wieder aus der Höhle jagte.
Statt dessen, hielt sie ihre Hand hin und wollte den Becher Wein bekommen, den ich für sie füllte.

Als ich ihr den Becher in die Hand drückte, sagte sie leise: ja mein Kind, du kennst meinen Namen und ich weiß, dass die kleine tapfere Kriegerin dir davon nichts sagte.
Da du mich schon vor längerer Zeit mit diesen Namen ansprachst.
Die Khan sucht sich keine Priesterinnen aus, die keine Fähigkeiten besitzen und Deine Fähigkeiten können noch erweitert werden, du bist nicht dumm....
Aber meinen Namen hast Du nicht erraten, den hörtest Du von der Khan...
Dan machte sie wieder eine bedeutungsvolle Pause.

Sie nahm einen Schluck aus dem Becher, ohne, dass ich vorher kosten brauchte, stelle den Becher ab.
Dann schloss sie ihre Augen und nuschelte leise was vor sich hin, was ich mal wieder nicht verstand, es klang so, wie 'Burkhad namaig uuchlakh ve' ''Mögen die Götter mir verzeihen''
Dabei spielte sie bei jedem Wort mit ihrer Kette, die sie um den Arm und ihrem Handgelenk trug.

Es klang, wie, als wenn sie die Worte, wie ein Gebet immer wiederholen würde.
Dabei umspielte sie jede einzelne Perle, die ihr fast gebrechliches Handgelenk zierten.

Dann blickte sie zu mir auf und schaute mich wieder mit ihren Leeren Augen an.
Ich weiß nicht wie lange ich bei der Alten schon in der Höhle war, aber es schien eine ganze Weile gewesen zu sein, da Raben immer wieder den einen oder anderen Holzscheitel auf das noch flackernde Feuer warfen.
Als sie plötzlich anfing zu sprechen, nach der Ewigkeit Stille in der Höhle, zuckte ich glaube ich zusammen.
Mein Kind, nein, ich sollte dich gebührend bei Namen nennen, Priesterin yve, ich weiß, dass du dich fragst, warum du hier her kommen solltest.
Sie machte wieder eine Pause, es schien mir, als würde sie sich mit jemanden beraten, aber der Eindruck konnte auch täuschen.
Dann atmete sie einmal schwer durch und sprach weiter.
Die Khan, ich bin eine alte Bekannte von ihr und ich weiß, sie hatte bisher Priesterinnen an ihrer Seite, die nicht dumm waren, sie hatten Fähigkeiten, sie sahen und führten die Khan durch schwere Zeiten. Wenn eine Priesterin mal nicht weiter wusste, suchten sie bei Ahnengeister Rat oderden alten Tingris, entweder bei den weißen, oder uns schwarzen.
Du bist noch jung und wissbegierig, dir scheint das Warten auf Antworten, manchmal wie eine Ewigkeit, Geduld scheint nicht deine Stärke zu sein.
Dann machte sie wieder eine ganz lange Pause, ohne ihren leeren Blick von mir abzulassen.

Ich dachte mir nur: die Alte hat recht...
Plötzlich hörte ich sie sagen; du sollst mich bei Namen benennen nicht mit 'die Alte' so viel Achtung solltest du mir schon gebühren.
Ich schluckte schwer und überlegte, woher sie wusste, was mir durch den Kopf ging.

Dann hielt sie mir eine Hand hin und bat mich näher zu kommen.
Ich folgte ihrer Aufforderung langsam und ging näher zu Emerahl.
Dann ließ sie meine Hand los, klatschte sieben mal in ihre Hände und ein Rabe kam angeflogen mit einer weißen Kette im Mund, so, wie Emerahl eine nur in schwarz am Handgelenk trug.
Dann ließ der Rabe die Kette in die Hand Emerahl's fallen und Emerahl nahm wieder meine Hand.

Sie legte die Kette mit vielen Perlen um mein Handgelenk und Arm, ich zählte sie nicht, aber über 100 Perlen schien es zu sein.
Dann sagte sie: du bist die Priesterin und du glaubst...
Ich spürte es vom ersten Tag an, ich weiß, dass die Götter und Geister zu dir sprechen und dass die Eulen dich beschützen.

Sie machte wieder eine lange Pause und schaute mich mit ihren leeren Augen an.
Das ist ein Geschenk von mir, was dich lernt, ruhiger zu werden und um einen klaren Gedanken zu fassen. Und ich bitte dich, dieses Geschenk als Entschuldigung anzunehmen...
Sie sprach weiter, mit ganz ruhiger Stimme.
Du atmest ungefähr 21,600 mal am Tag Priesterin, jeder Atemzug sollte als Gebet genutzt werden, aber ich weiß, dass dieses fast unmöglich ist. Deine Gedanken sind oft mal zu wirr, nutze dieses Geschenk um deine Gedanken zu beruhigen.
Jede Perle steht für eure Götter, sobald du eine dieser Perlen durch deine Finger gleiten lässt, denkst du an Pallas, bei der Nächsten an Arithrea, die Übernächste an Aenigna, dann an Artemis, Cialia, Disopia und Lunaris.
Du wirst mit einiger Übung spüren, dass du ruhiger wirst.

Dann nahm sie wieder einen Schluck aus ihrem Becher und forderte mich auf, ihr gleich zu tun.

Ich nahm auch einen großen Schluck aus dem Becher und dann bat sie mich, dass ich mich doch setzten sollte.
Ich hörte wieder, wie zwei Scheitel Holz ins Feuer flogen und schaute auf zu Emerahl.
Mittlerweile fühlte ich mich gar nicht mehr schlecht in ihrer Gegenwart, sie schien mir langsam vertraut und ich fühlte mich fast, als wenn meine Großmutter zu mir sprechen würde.
Sie beugte sich nieder und malte ein merkwürdiges Zeichen auf den Boden, es war ein Kreis, in der Mitte war ein Loch zu sehen und der Kreis füllte sich mit einer dunklen Ecke und einer helleren Ecke, geschwungen waren sie, es sah aus, wie Gegensätze, die aber dennoch vereint sind.

Bild

Sie Tippte auf das Symbol und sagte: dieses ist das Südufer des Flusses und das der Nordhang des Berges, somit der schattige Ort und die sonnige Anhöhe.
Wenn du dich bewegst und deine Gedanken wirr scheinen, so ist es die dunkle Seite dieses Kreises, was in dir ruht, wenn deine Gedanken zur Ruhe kommen, ist es die helle Seite, die dann in dir ruht, geht die Stille in deinen Gedanken wieder zum Wirren über, so setzen sich deine Gedanken wieder in Bewegung, so wechseln sich Ruhe und Bewegung und beides bildet die Basis.

Es war nicht leicht Emerahl zu folgen, meine Gedanken wurden irgendwie noch wirrer, dann stand sie auf, ohne ein Wort zu sagen, nahm meine Hand und führte mich zum Schamanenplatz durch das Dickicht und ohne das Boot zu nutzen.
Die Sonne stand hoch am Horizont, es muss Mittagszeit gewesen sein, so heiß brannte Pallas auf uns herab.

Sie schaute sich um und blickte zum Felsen, mit trüben Gesicht und ich hörte wieder leise undeutliche Worte.
Dann ging sie zum Stein, strich liebevoll mit der Hand rüber, küsste ihn und stellte sich mir gegenüber.

Sie sagte mit ganz leisen Worten: ich zeige dir nun einen Weg, deine Gedanken zu reinigen. Mediation ist eine gute Sache, aber Körperbeherrschung und Selbstkontrolle, hilft dir noch mehr, deine Gedanken ins Reine zu bringen.
Du kannst die Übungen überall dort machen, wo etwas Platz ist, schaue mir genau zu.

Dann legte sie ihren Gehstock beiseite und ich dachte, ich traue meinen Augen nicht.
Sie bewegte sich, langsam und gar nicht so zerbrechlich, wie sie aussah.
Sie erklärte mir jede Übung, die sie mir vorführte genau und was sie bezwecken.
Emerahl ging auf die fünf Elemente ein.
Dann sprach sie, leise und ruhig weiter, dass der Fluss eine wichtige Rolle des körperlichen Wohlbefindens spielt.

Dass der Körper nach verschiedenen Mustern zirkuliert und dass die Leitbahnen einen bestimmten Fluss haben.
Nur wer ein harmonisches Zusammenspiel mit dem Körpersäften durch Übungen gewährleisten kann, kann auch klar denken.
Macht man Wellen in einem klaren, tiefen See, kann man auch nicht auf den Grund blicken.

Nach diesen Worten, musste ich ein wenig schmunzeln, da mich diese Worte an Yoh's Worte erinnerten 'Üff macht Wellen und kann nicht blicken bis auf Grund'

Als ich Emerahl bei den Übungen zuschaute, spürte ich, welche Ruhe sie dabei ausstrahlte, so kannte ich sie nicht.
Ich versuchte ihre es gleich zu machen und machte die Bewegungen ihr nach.
Es war schwer das Gleichgewicht bei bestimmten Übungen zu halten, aber ich glaube, genau da drin liegt die Kunst.
Nur wer sein inneres Gleichgewichtig findet, kann richtig und gewissenhaft handeln.
Und ich werde da, wo ich Gelegenheit finde, diese Übungen üben, da ich eine gute Priesterin sein möchte und unserer Arbitra nicht enttäuschen möchte.

Als die Sonne langsam ihren Lauf nahm, hörte Emerahl mit ruhigen Bewegungen auf, nahm ihren Stock in die Hand und bat mich, ihr zu folgen.

Ich achtete gar nicht auf die Zeit und das Fest was an diesem Tag statt finden sollte, war in den Hintergrund geraten.

Als wir wieder in ihrer Höhle waren nahm sie noch ein mal meine Hand. Sie entschuldigte sie noch ein mal vom ganzen Herzen, wie garstig sie zu mir war und flüsterte mir ins Ohr, dass ich doch Auri zeigen sollte, was das mit der Kiste auf sich hat.
Emerahl meinte dann noch, es wäre schade, wenn die Kleine an ihrem 15ten Winter die Prüfung noch ein mal nicht bestehen würde.
Ich nickte nur und bedankte mich bei Emerahl.

Dann nahm sie sich die Flasche Wein und ihren Becher. ich weiss nicht, wie die es sah, aber sie griff zielstrebig zu. Dann setzte sich auf ihre Wurzel und meinte nur: Priesterin, schaue zum Himmel, es wird Zeit, dass du zum Schamenplatz kommst, sonst beginnt das Fest ohne dich....

Ich schaute aus der Höhle und sah die Sonne langsam verschwinden Ich erschrak, nahm meine meine Beine in die Hand, sprang ohne nachzudenken ins Boot und ruderte, so schnell ich konnte zurück.
Völlig außer Atem am Schamanenplatz angekommen, betete ich leise, dass niemand mitbekam, dass ich die letzte war, die zu dem beutendem Fest erschien....
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts

folgende User möchten sich bei yve Hermans bedanken:


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 22.01.2016 19:08

Nun bin ich seit fast zwei Monden unterwegs, so lange sah ich keine Amazone, ich hätte Sandy fragen sollen ob ich zwei Brieftauben mitnehmen darf....

Durch die fremden Kulturen die ich kennen lernte habe ich viel dazu gelernt, bevor ich mich auf den Heimweg mache zu meinen Schwestern werde ich noch einen Abstecher in ein Land machen wo rüber die Menschen erzählen, dass dort Eisen gewonnen wird...
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts

folgende User möchten sich bei yve Hermans bedanken:


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 22.01.2016 20:25

Heute machte ich mich auf den Weg, da wo man sagt der Boden ist reich an Eisen.
Die fremden, mit denen ich gestern Nacht am Feuer sass, versprachen mir bei dem nächsten Besuch was über dessen Grabstätten zu berichten.

Ich wanderte durch Wälder und kargen Landschaften.
Hier und da traf ich auf Menschen, diese Kultur ist interessant, sie erinnert mich vom Glauben stark an meine ganz alte Heimat.
Die Menschen erklären mir dass ich um in die Siedlung zu kommen wo das Erz geborgen wird den Fluss gegen die Strömung Wandern soll und sobald der fast volle Mond in mein Rücken leuchtet werde ich eine Übernachtungsmöglichkeit finden und die Siedler werden auch ein Platz für mein Pferd zum schlafen haben....

Nun steht der Mond über meine rechte Schulter und es wird immer kälter, ich hoffe zu der Siedlung ist es nicht mehr weit...
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts

folgende User möchten sich bei yve Hermans bedanken:


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 23.01.2016 02:37

Der Mond ist schon fast über meiner linken Schulter, die Kälte die vom Fluss aufsteigt ist kaum noch zu ertragen, aber ich sehe keine 500 Schritte von mir entfernt Feuer. Ein großes Lagerfeuer.

Mein Pferd was mir seit einiger Zeit ein treuer Begleiter ist und immer noch keinen Namen trägt stupst mich sanft an meine rechte Seite um mir zu signalisieren, dass ich einen Schritt schneller gehen soll.

Meine Füße sind müde und ich spüre kaum noch meine Zehen, aber die Wärme die ich in in nicht zu weiter Ferne sehe treibt mich an, schneller zu gehen.

Ich fang fast an zu laufen und ich höre fernes lachen und Gesang. Meine Füße laufen wie von selbst. Als ich einen Schatten mit meinem Pferd im Schein des Feuers warf wurde es plötzlich ganz still und alle drehen sich in die Richtung wo ich herkomme.

Eine Frau in Fellen gewickelt kommt ganz langsam auf mich zu, ihre freien Körperstellen die man unter dem Fell sehen kann sind an den Ohren und am Dekolleté mit dunklen Schmuck verziert, die einen Knoten zeigen, einen Knoten wie Sandy im Nacken trägt...

Ich gehe langsam auf die Menschen zu und spreche leise, dass man keine angst vor mir haben muss...

Die Frau hält einen dampfenden Becher in der Hand und hält ihn mir mit einem Lächeln entgegen.
Sie spricht leise in einer Sprache die mir ein wenig bekannt vor kommt, ich aber Mühe habe sie zu verstehen. Ihre einladende Geste aber zeigt mir, dass ich keine angst haben muss, ich nehme ihren Becher hin und rieche daran. Ich rieche einen Geruch der mir bekannt vor kommt und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht...
Ich gehe näher, halte meinen Becher hoch und überlege einen Moment um die richtigen Worte zu finden...
Auf längere Tage und dass Mutter Erde bald wieder ihr frohes Farbspiel uns zeigt.

Stille herrscht, absolute Stille, plötzlich hebt einer der Männer seinen Becher und ruft laut weiße Frau mit dem weißen Pferd sei willkommen...

Ich gehe näher und spüre die freundliche Art der Menschen und Wärme meine Füße auf...
Der Met, der eine angenehme Temperatur hat wärmt mich von innen und es bedarf keinerlei Fragen bis eine Frau mich an die Hand nimmt als ich meinen Becher auf den Boden stellte, um mich in einen Stall zu führen, sie zeigt meinem Pferd frisches nicht gefrorenes Wasser, beim trinken reibt sie es mit Stroh warm und reicht mir Felle viele Felle.
Nun verlässt sie den Stall und lässt mich alleine mit den Schafen die im Stall mittlerweile wieder Ruhe geben.
Am Feuer wird es auch still und ich lege mich zu meinem Pferd und wärme mich an einem Schaf.
Diese Nacht werde ich bestimmt besser schlafen wie die Nächte zuvor....
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts

folgende User möchten sich bei yve Hermans bedanken:


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 25.01.2016 23:22

Als ich mich am nächsten Morgen der Feuerstelle näherte hatte ich das Gefühl die Männer und Frauen reden über mich, als ich mich zu denen gesellte verstummten alle und guckten mich mit großen Augen an.

Eine Frau reichte mir einen Becher mit einem heißen Getränk, es roch merkwürdig, aber ich ließ mir nichts anmerken.
Als ich den ersten Schluck trank, schien es mir, als wären alle Augen wieder auf mich gerichtet.
Ein Glück dachte ich, dass ich Afras Vogelbeeren Schnaps dann und wann getrunken habe, sonst hätte ich das Gebräu im hohen Bogen ausgespuckt.
Es schmeckte scheußlich.

Als ich den Schluck ohne mir was anmerken ließ meine Kehle runterlaufen ließ, hoben die Männer ihre Becher und riefen in einer Sprache, die einen merkwürdigen Dialekt hatte 'Slàinte!' zu.

Ich hob auch den Becher und trank noch einen Schluck. Nicht heiß gemacht wird das Gebräu wohl besser schmecken schoss es mir durch den Kopf.

Nach dem ich den Becher mit Mühe leerte deutete ein Mann der Frau die mich in der Nacht zum Stall führte mit einem leichten Kopf nicken etwas an. Die Frau kam auf mich zu und nahm mich an die Hand.
Sie führte mich zu meinem Pferd und deutete auf die Kupfer Töpfe, ich erklärte ihr mit großer Mühe, dass unser Schmied aus dem Land wo ich her komme diese hergestellt hat. Ich vermied den Namen unseres Landes zu erwähnen, da ich diese Menschen immer noch nicht einschätzen konnte.
Die Männer sahen Furcht erregend aus.
Die Frau zerrte weiter an meiner Hand und führte mich durch einen Wald, mein Herz schlug bis zum Hals, da ich nicht wusste was sie mit mir vor hatte.
Wir kamen an eine Lichtung die umgeben war von Bergen und Wäldern, sie ging mit mir schnurstracks auf eine Höhle zu und rief was ich nicht verstand in diese hinein.
Es dauerte eine Weile bis ein älterer Mann zum Vorschein kam.
Er musterte mich und guckte mich lange an, bis er anfing in verschiedenen Sprachen mich anzusprechen.
Eine Sprache verstand ich, ich war zwar etwas eingerostet, aber es ging.
Der ältere Mann fragte mich, ob ich eine Kriegerin sei, da er hörte, dass ich mit einem Pferd reise.
Ich erklärte ihm welchen Status ich in dem Land habe woher ich komme, ohne auch nur einmal den Namen zu verraten und welche Mission mir aufgetragen wurde.

Der ältere Mann erklärte mit dann welchen Status er bei diesem Volk hat und schlußfolgerte, dass wir beide wohl uns sehr ähnlich sein.

Er lud mich zum essen und trinken ein und erzählte mir auf was für ein Volk ich gestoßen bin...
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts

folgende User möchten sich bei yve Hermans bedanken:


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 09.02.2016 20:53

Die Wenden die ich auf meiner Reise durch den Osten traf warnten mich schon vor, dass ich auf Stämme während meiner Reise treffen würde die nur auf das Hab und Gut aus sind die die kleinen Völker Stämme und Reisende besitzen.

Der alte Mann in der Höhle der mir Geschichten über sein Volk erzählte ist ein Druide und ich war erstaunt, dass die Menschen ihn mit einer Würde begegnen, die in unserem Land nur der Hoheit zu gute kommt. Obwohl er nicht großartig was anderes macht wie ich, er heilt Verletzte, kümmert sich um die Ausbildung anderer Druiden, spricht mit Handelsleuten führt Bücher über die Erträge die das Volk einnehmen...
Nun ja eins steht mir nicht zu, was dem alten Mann aber eingeräumt wird, er scheint das Sagen zu haben, was Plünderungen der kleinen Siedlungen betrifft. Sagt er nein so bleibt die Siedlung verschont.
Der Druide war sehr erstaunt darüber, dass unser Volk eine Königin hat.
Als ich ihm berichtete dass es eine sehr große Kriegerin des Feuers ist war er sehr beeindruckt.

Als ich mich auf den Rückweg in meine Heimat machen wollte musste ich dem alten Druiden versprechen, dass ich das nächste mal, wenn ich mich auf Reisen mache Pferde vor einen Karren spannen soll und so viele Kupferkessel mitbringen soll wie dir Pferde ziehen können.
Dann gab er mir eine Karte mit den Sternbilder mit nach denen ich mich richten sollte um den Weg zu seinem Stamm wieder zu finden.

Der alte Mann verschwand einen kleinen Augenblick und kam mit drei Kriegern auf Pferden zurück.
Er sprach leise mit denen und dann sagte er mir, dass diese Krieger mir Richtung meiner Heimat Schutz bieten würden, ein kurzes nicken mit dem Kopf würde den Kriegern reichen, wenn ich mich in Sicherheit wisse und würden mich dann alleine weiter wandern lassen.
Er sagte mir auch dass es sichere wäre wenn wir bei Nacht Reisen würden.

Die junge Frau, die mich zu den Druiden brachte schenkte ich einen meiner zwei Kupferkessel und ließ die Pferde mit Proviant beladen...

Die Krieger und ich machten uns noch in der gleichen Nacht auf den Weg...
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts

folgende User möchten sich bei yve Hermans bedanken:


Re: Sylvi's & Yve's Erlebnisse in Amazonien...

Beitragvon yve Hermans » 11.02.2016 21:01

Die erste Nacht in der wir uns auf den Weg machten war schon deutlich kühler wie die anderen Nächte, die sternenklare Nacht ist zwar gut zum wandern, aber die Kälte die an einem hochkriecht ist was anderes wie angenehm.

Selbst ein Feuer zum wärmen sollen wir nicht machen, so zumindest sagt einer der Krieger die mich begleiten.
Wir wanderten bis zum Morgengrau und als ich mich umsah sah man bestimmt mein fragendes Gesicht.

Eine der Krieger deutete mir an mich leise zu verhalten, dann nahm er dicke Leinentücher, etwas Hanf um die Leinentücher um die Hufen der Pferde zu binden.
Ich schaute dem Geschehen zu und fragte mich, warum er das macht.
Dann führten die Krieger die Pferde einen mit Steinen gepflasterten Weg entlang. Einer der Krieger zeigte mir dass unter diesem Hang ein Dorf ist und hielt wieder den Zeigefinger auf seinen Mund und machte 'sch.... '

Der Krieger der zwei Pferde führte deutete auf einen Berg und zog die Pferde so langsam weiter,dass man nur das leise Schnaufen der Pferde hörte.

Es dauerte eine Weile bis wir beim Berg oben ankamen. Ich schaute mich um und erkannte erst auf den zweiten Blick dass es kein normaler Berg war. In dem Berg waren Eingänge gehauen und so was wie in der Art kleine Fenster.
Die Pferde wurden in die Höhle gezogen und dann folgten wir.
Am hintersten Eck der Höhle war eine Art Feuerstelle wo der Rauch durch ein Rohr abgeleitet wurde, so war es möglich das der Rauch hinter dem Berg verfliegen konnte und die Menschen in dem Dorf nichts vom Rauch zu Sicht bekamen.

Dieses Volk scheint es zu verstehen versteckt und unauffällig zu leben.
Diesen Tag verbrachten wir in der Höhle, die Krieger wechselten sich ab mit der Wache. Erst als es dunkel wurde verließen wir die Höhle.
Die Krieger versicherten sich immer wieder anhand einer Sternkarte ob wir weiterhin gen Süden wandern...
Die Fehlinterpretation von Worten liegt in der Natur des Menschen.
Die Meisten von uns hören oder sehen das was sie hören wollen und machen sich keine Mühe Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.
yve Hermans
Benutzeravatar
Workaholic
 
Beiträge: 2205
Registriert: 01.2010
Barvermögen: 6.550,00 Points
Geschlecht: weiblich
Danke gegeben: 263
Danke bekommen: 75x in 53 Posts

folgende User möchten sich bei yve Hermans bedanken:


VorherigeNächste

Forum Statistiken

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Optionen

Zurück zu RP Geschichten

Zurück zu Forum


 
cron
web tracker