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Das Rollenspiel der deutschen Amazonen in SecondLife
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Zeremonie an 21.01.2010

Beitragvon Gast » 22.01.2010 01:29

Lass Bilder sprechen, :mrgreen:
ausführliche Berichte werden von anderen Amazonen folgen.
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Gast
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Beitragvon Atrista » 22.01.2010 13:19

Es war ein schöner und großer RP-Abend und mein Dank geht ganz besonders an die Freunde des RP Ivendust

Die Bilder von Ulli vermitteln nur einen kleinen Eindruck. Sicher werden da noch mehr Bilder kommen. Aber man muss dabei gewesen sein um zu wissen, dass da mehr war als nur eine schöne Kulisse.
Spannung wurde ja schon Wochen vorher aufgebaut. Immer wieder haben die Amazonen in vielen kleinen RPs auf diese Zeremonie hingearbeitet. Bei jeder einzelnen Spielerin waren also die Nerven angespannt bis zum Letzten. In den Köpfen war ständig die Frage, wie bringe ich mich da ein? Entsprechend hoch war auch die Nervosität. Mir ging es nicht anders. Die Zeit wo ich mit Amelie warten musste bis endlich eine Garde kam und uns in den Tempel führte war quälend.
Klar war der Handlungsrahmen abgestimmt mit Mascha der Priesterin. Wir wussten, dass wir abgeholt werden und wo wir uns hinzustellen hatten. Wir wussten auch, dass aus einer der Heilerinnen die bösartige Göttin Jenova Machtansprüche stellen würde.
Wie das Ganze aber zusammenläuft und wie das ganze dann in Szene gesetzt werden sollte das war für alle die spannende Komponente X. Da wusste niemand Bescheid. Ziemlich nervös hatte ich noch mit Amelie ein paar Minuten vorher ein wenig unsere Verteidigung abgestimmt. Wie wollten wir auftreten? Wie kommen wir unserer Rolle gerecht herüber und treten glaubwürdig auf? Wie kann man damit Spannung erzeugen und wird es uns gelingen die Stimmung dann auf alle herüberzubringen? Und so wird es allen Akteuren gegangen sein.

Einen Tag vorher hatte ich die Idee gehabt doch unsere Freunde aus Ivendust anzufragen ob sie denn nicht als Gastspieler uns bei der Kulisse helfen wollten. Es gab kein Nein, und das obwohl der Donnerstag eigentlich ihr Spieltag ist und es so viele Spieltage auf dem alten Ivendust nicht mehr geben wird. Sie waren mit Begeisterung bei dieser Idee dabei und hatten nur eine einzige Info. Sie sollten das gemeine Volk spielen. Sie hatten keine Ahnung von unserer Zeremonie, keinen Schimmer was Hoheiten und andere ehrenwerte Personen sind. Sie wussten lediglich, dass sie das Volk waren in einer sehr wichtigen Angelegenheit und dass es auch um Leben oder Tot gehen kann. Meiner Bitte doch durch „emoten was das Zeug hält“ Stimmung zu machen sind die Freunde dann auch bestens nachgekommen. Und was für eine Stimmung die Spielfreunde erzeugt haben. Eine sagenhafte Kulisse wurde da aufgebaut. Die Mehrzahl der Amazonen wusste nichts von diesem Auftrag. Dementsprechend verwirrt waren dann auch einige. Es gab sogar welche die es als ungebührliche Belästigung empfanden und versucht haben auf die Freunde aus Ivendust einzuwirken. Ein kleiner schwarzer Fleck auf der ansonsten reinweißen Weste.
Für den Interventionsversuch Einzelner entschuldige ich mich bei den Freunden aus Ivendust und bitte um Nachsicht und Verständnis. Ihr habt das toll gemacht und es war ungewöhnlich aber sehr passend dass sich da im Hintergrund ein Ehepaar stritt dort Fragen gestellt und da ein Kind herumlief. Einfach klasse und sehr professionell wie ihr damit umgegangen seid. Rollenspieler von der Sorte wie ich sie mag und schätze. Danke Ivendust

Solche Spielabende sind immer Höhepunkte die sich aus der Masse der täglichen RPs herausheben. Sie bleiben in Erinnerung. Sie erzeugen, je nachdem wie tief man sich in die Rolle und Atmosphäre einlässt Gefühle. Zorn, Wut, Freude und Gänsehaut. Gestern Abend war für jeden etwas dabei. Und so können wir uns gegenseitig auch die Kulissen zuschieben. Die unmittelbare Nachbarschaft von Ivendust und Amazonien ermöglicht uns spannende Begegnungen aber auch gegenseitige Gastkulisse. Wenn das keine Vorraussetzungen sind für Spaß, Spiel und Spannung dann weiß ich nicht mehr weiter.

Eure Atrista


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Beitragvon LyAvain » 22.01.2010 17:03

Ja, die Bitte nach mehr Bildern möchte ich hiermit doch gerne erfüllen. Ich werde eine kleine Photostory erzählen, damit auch Besucher dieses Forums, die nicht dabei gewesen sind, einen Eindruck bekommen... Natürlich folgt auch noch ein Späherbericht.

Alle 12 Jahre müssen sich Atrista (höchste Richterin und weltliche Macht Amazoniens) sowie Amelie (Königin und Hohe Priesterin Amazoniens) vor ihrer Mutter der Göttin Pallas, welche in den Körper der 1. Priesterin Mascha fährt, würdig erweisen das Volk Amazoniens weiter zu führen. Sollte das Urteil negativ ausfallen, würden sie sofort ihre Unsterblichkeit verlieren und qualvoll sterben. Um diese Qual zu verhindern würde ihnen von der Kastenfüherin der Kriegerinnen, der Kriegerin des Feuers, die Köpfe abgeschlagen.
Bisher war diese Zeremonie eher eine Formsache. Doch dieses Mal nicht. Jenova, ebenfalls eine Halbgöttin, erhebt Anspruch auf den Thron Amazoniens. Sie wird Anklage erheben...


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Die Tempeltüren schwingen auf, und die 1. Priesterin Mascha steht erwartungsvoll auf ihrem Platz und wartet auf die Hoheiten und das Volk von Amazonien.


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Die ersten betreten den Tempel. Die Spannung steigt... Niemand weiss, wie die Zeremonie ausgehen wird.


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Die Hoheiten warten darauf von der Leibwache Sirena abgeholt zu werden. Sie werden in den Tempel geführt, wo über ihr weiteres Schicksal entschieden wird.


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Jenova klagt die Hoheiten Amelie der Weicheit bzw. Atrista der unötigen Grausamkeit, sogar Mord an und versucht die Kriegerkaste gegen die beiden aufzuhetzen. Sie erzeugt aber eher Unmut bei den Kriegerinnen und Späherinnen. In den Reihen der Waldamazonen findet sie dagegen Zustimmung. Das einfache Volk ist geteilter Meinung oder versteht nicht worum es geht. ;)


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Königin Amelie verteidigt sich auf ihre gewohnt ruhige Art mit ein paar kurzen Sätzen und überlässt dann ihrer Schwester das Feld.


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Atrista schiesst mit Spitzer Zunge zurück. Sie wirft Jenova Hetze (o. Ton: Gekläffe) vor ohne dass die Klägerin wirklich etwas vorweisen könne.


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Dann stellen sich die Hoheiten dem Urteil Pallas. Die Kriegerin des Feuers steht bereit das Urteil zu vollstrecken, sollte es nötig sein.


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Pallas spricht durch Mascha das Urteil. Amelie wird ohne grosses Zögern bestätigt. Auch Atrista wird zur grossen Erleichterung der meisten Anwesenden nach einer kurzen Ermahnung in ihrem Amt bestätigt.


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Erleichtert lassen sich die Hoheiten vom Volk bejubeln. Die Freude ist gross, nur bei den Waldamazonen macht sich Frustration breit. Sie müssen nun weitere 12 Jahre mit der Herrschaften der beiden Schwestern leben.


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Die alten/neuen Hoheiten verlassen den Tempel. Hier endet das Rollenspiel für diesen Tag...


[img]/uimg/userpix/584/53_Snapshot_033_2.jpg[/img]

Anschliessend treffen sich die meisten Amazonen sowie ein Grossteil der Gastspieler (das einfache Volk von Amazonien) in der OOC Taverne. Es wird über das RP geredet und ein klein wenig gefeiert...


Auch ich muss sagen, es war ein sehr spannendes und schönes RP. Vor allem durch die super Kulisse des "rumorenden" Volkes, welches von den Ivendustern dargestellt wurde. Ihr habt, wie Atrista es schon beschrieben hat, mit euren "emotes" einen sehr stimmigen Hintergrund gebildet und bei mir mehr als einmal Gänsehaut verursacht. Dafür danke ich euch. Auch Ulli bei ihrer Anklage als Jenova war 1. Sahne. Atrista und Amelie sowie Mascha und Brigitt als Hoheiten bzw. Göttinnen waren ebenfalls Spitze.
Ich freue mich auf weitere gemeinsame RPs mit den Ivendustern. :-D Also beeilt euch auf eurer Wanderschaft ein wenig! ;)
Zuletzt geändert von LyAvain am 22.01.2010 19:16, insgesamt 2-mal geändert.
Möge Aenigna der Geist des Windes über dich und deine Wege wachen!
LyAvain
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Beitragvon Tani » 22.01.2010 19:09

Hallo!
Das war ganz großes Kino. Eine perfekte Harmonie. Alles passte zusammen, die Dialoge waren spitzenmäßig. Iht könnt verdammt Stolz auf euch sein. Alle Mitwirkenden gaben wirklich ihr bestes. Mir hat es sehr gut gefallen, obwohl ich leider nicht ganz den Anfang mitbekommen habe, und von Mascha hab ich auch nichts hören können!

Hier noch mal als kleine Erinnerung ein Dialog, der mir besonders viel Freude bereitet hat:

Ulli McMahon: Mit eiskalter Arroganz trittst du denen gegenüber die dich verehren
Ulli McMahon: Deine nutzlose Schwester hat dagegen die Temperatur von flüssigem Metall


Einfach zu köstlich....!
Es tut mir leid: Was ich sage, ist nur in dem Moment gültig, wenn ich es gerade sage!

Mein Blog: [) Akemi-virtuell (]

Tani zeigt: Amazonien ...aus meiner Sicht
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Beitragvon Brigitt Loening » 22.01.2010 19:50

(Hier ist auch noch der komplette Text der Reden. Bilder von Smaragd Bailey.)
Der lang erwartete Tag der Erneuerung war da. Die erste Priesterin Mascha wartete schon im Tempel. Viele Leute aus dem Volk versammelten sich dort und harrten der Dinge, die nun kommen sollten. Die Kriegerinnen standen Spalier am Eingang des Tempels.

Die Hoheiten Amelie und Atrista wurden bei deren vorübergehendem Heim in der Stadt von der Schamanin regina Brigitt und der Heilerin Ulli empfangen und zusammen mit den Leibwachen ging es dann in den Tempel. Die Richterin Atrista schaute nur ganz kurz und flüchtig auf die anwesenden Menschen und ging würdevoll voran. Sie hob kurz den Blick und schaute die Priesterin an. Auch die Königin Amelie schaute sich nur kurz um. Sie wirkten nervös. Der Blick der Richterin streifte mit einem Auge kurz das Schwert der Kriegerin des Feuers und sie atmete tief durch. Sollte es das letzte sein, was sie heute sehen würde?

Bild

Die erste Pristerin sah zu den Fremden und Gästen und versuchte zunächst einmal die Menge zu beruhigen. Dann wandte sie sich in die Mitte: "Als Erste Priesterin bin ich hier die Herrin und Vertreterin der Götter, was führt euch her?" Atrista und Amelie fassten sich flüchtig an die Hand und flüsterten sich gegenseitig Mut zu.

Atrista hob den Kopf und antwortet Mascha: "Wir sind gekommen um vor Pallas zu treten. Pallas soll heute richten." Die Priesterin sah Atrista streng an, die stolz den Blick erwiderte: "Hoheit, ihr seid jetzt nicht dran."

Mascha nickte mir zu und ich begann: "Seid gegrüßt, erste Priesterin." Zum Volk gewandt fuhr ich fort: "Wie ihr alle wisst, sind unsere beiden Hoheiten Amelie und Atrista Töchter unserer verehrten Göttin Pallas. Sie sind aber nur Halbgöttinnen und nicht wirklich unsterblich. Ihre "Unsterblichkeit" muß durch die Gnade ihrer Mutter in einem Zyklus von 12 Jahren immmer wieder erneuert werden. Bevor Pallas dieses tut, erfolgt jedoch eine Prüfung, ob sie die Erneuerung wirklich verdient haben. Wird die Erneuerung verweigert, würden die beiden qualvoll sterben. Um das zu vermeiden, hat Pallas verfügt, dass ihnen in dem Fall am gleichen Tage noch der Kopf abgeschlagen wird. Bisher wurde die Prüfung immer bestanden, sonst wären die beiden nicht unter uns. Doch heute ist es möglicherweise anders. Auch Jenova, die Tochter von Artemis, Pallas Schwester, strebt diesmal die Macht über die Amazonen an. Priesterin, wir sind gekommen, um Pallas um ihre Prüfung zu bitten und die Erneuerung für die kommenden 12 Jahre durchzuführen."

Bild

Mascha nickte: "So soll es sein."

Es folgte ein kurzes Gebet: "Wir sind Kinder der Göttinnen, Pallas, Arithrea, Aenigna und Disopia. Aus ihnen kommen wir, unter ihrem Segen stehen wir. Ihrem Urteil beugen wir uns." Die Priesterin hob die Arme und furh fort: "Pallas, Arithrea, Aenigna und Disopia. Kommt und hört! Sprecht und urteilt!"

Ich zuckte zusammen, als ich spürte, dass ein fremder Geist mich übernahm, die Göttin Artemis.

Aus der Priesterin sprach nun die Göttin Pallas: "Wer spricht und fragt? Wer verlangt ein Gehör und Urteil?"

Bild

Die Heilerin Ulli stellte sich hinter Amelie und Atrista auf, zeigte mit beiden Händen auf die Hoheiten: "Aus mir spricht die Dritte des göttlichen Bundes. Ich verleihe Jenova eine Stimme, ermordet von Artemis, ermordet von der eigenen Mutter." Sie machte eine kleine Pause, um dann mit verächtlicher Stimme fortzufahren: "Du Amelie und du Atrista, ihr durftet leben. Mein göttliches Leben wurde jäh beendet und das Schicksal der Amazonen in eure Hände gelegt."

Jenova schickte einen unschuldigen Augenaufschlag zur Göttin Pallas und säuselte mit leiser Stimme: "Was die ehrwürdige Göttin bewogen hat, diese beiden, für die Welt nutzlosen Figuren, mir, der göttlichen Jenova, vorzuziehen wird wohl immer ein göttliches Geheimnis bleiben." Sie drehte sich um und wandte sich nun an die Garde der Krieger: "Schaut mich an. Ich bin eine von euch. Hätte Pallas das Schicksal der Amazonen in meine Hände gelegt,"

"...dann würden die Amazonen heute nicht mehr existieren." rief das Orakel empört dazwischen.

"...ich hätte euch nicht nur bekannt gemacht, ich hätte euch berühmt gemacht." fuhr Jenova unbeeindruckt fort und lächelte dabei die Krieger gewinnend an: "Bei mir hätten Krieger das Sagen, so wie es euch zusteht. Alle anderen wären Diener der Krieger und hätten euren Wohlstand zu mehren. Kein Schmarotzen und Durchfüttern von Fremden. Ich hätte euch Paläste gebaut und die Welt würde euch zu Füssen liegen."

Jenova fuhr ruckartig herum und zeigte auf Amelie, die zurücklächelte. Jenova wurde lauter und sprach mit giftiger und sich fast überschlagender Stimme: "Königin nennst du dich? Hast du je eine Botschaft mit dem Schwert geschrieben? Wie kannst du dich nur Königin eines streitbaren Volkes nennen. Du bist eine Schande." Verächtlich fuhr sie fort: "Politik nennst du es und glaubst mit dem Wort und dem Kompromiss einen dauerhaften Frieden zu sichern. Wer braucht schon Deinen Frieden. Du bist schuld wenn die Schwerter dieser ehrenwerten Krieger stumpf werden. Du bist schuld daran dass in diesem Land jeder Hilfsbedürftige durchgefüttert wird. Du nimmst Deinen Kriegern was ihnen zusteht und verteilst es bei den Nutzlosen. Ehrenwert ist was anderes. Dein Diebstahl schadet Deinen Kriegern. Du hast dich mit der Unterwelt zusammengetan, hast ein Bündnis mit den Schatten gegen Deine eigene Schwester geknüpft. Hast Du Dir Dein feines Tuch eingenässt bei dem Gedanken an einen Kampf mit einem übermächtigen Gegner? Du kannst nicht mehr Königin sein. Du bist eine Schande. Du gehörst nicht auf einen Thron, Du gehörst an einen Fluss, dahin wo die Weiber ihre Wäsche waschen. Du sollst deine Göttlichkeit und Unsterblichkeit verlieren! Versuche wenigstens im Tode ehrenhaft zu sein." Jenova wurde nun schnippisch und etwas boshaft: "Höchstens noch unter mir könntest Du Königin sein, vielleicht bist Du ja noch zu etwas nützlich."

Jenova fuchtelte hinter Atrista mit den Händen herum und geiferte weiter. "Atrista," Sie betonte den Namen besonders spöttisch: "Was ist nur aus Dir geworden? Wir waren uns einmal ähnlich. Die Hoffnungen der Götter ruhten auf Dir." Jenova lachte gehässig: "Kannst Du überhaupt in der Nacht schlafen oder quälen Dich die Seelen der toten Amazonen, die Du auf dem Schlachtfeld hinterlassen hast?. Tanzen die Gesichter dieser tapferen Frauen durch dein Schlafgemach während Du Dir lustvoll eine Amazone als Zofe geholt hast." Nun schrie sie die Worte laut in den Tempel: "Du bist eine Versagerin. Diese Toten haben nur Deine Macht gestärkt, nicht aber Amazonien. Im Gegenteil, Du musstest einen Rückzieher nach dem anderen machen, sogar euer schönes Land musstet ihr verlassen. Hier hast Du Dir wie selbstverständlich Land angeeignet, das einem anderen Volk gehört. Die tausend Tode waren sinnlos und sinnloser Tot nenne ich Mord. Dein Hass auf das griechische Volk ist über eure Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Griechen verehren unsere Göttin Pallas und Pallas ist ihnen wohl gesonnen." Süffisant sprach Jenova weiter: "Aber was kümmert dich Pallas. Gleich zweimal hast Du die Griechen angegriffen und jedes Mal haben sie Dir eine Lehre erteilt. Das lässt dir Pallas nicht durchgehen."

Pallas fuhr dazwischen und versuchte Jenova zu zügeln: "Jenova, mässige Dich!"

Doch Jenova fuhr fort: "Mit eiskalter Arroganz trittst Du denen gegenüber, die Dich verehren. Deine nutzlose Schwester hat dagegen die Temperatur von flüssigem Metall. Nichts Göttliches ist in Deinen Entscheidungen und nichts Menschliches. Hat uns Artemis nicht die Keuschheit gelehrt, die Zurückhaltung und die Achtung der Jungfräulichkeit? Auch diese Lehre hast du missachtet. Hast dir ohne Ansehen von Alter und Stand die Frauen aus deinem Volk geholt. Deine Laster sind mir nicht verborgen geblieben. Und auch den Göttern nicht. Jenova erhob ihre Stimme damit es alle hören konnten: "Schade, dass Du mir jetzt nicht in die Augen sehen kannst. Du würdest deiner Nachfolgerin in das Gesicht blicken. Du hast Dich als unwürdig erwiesen und da ich für Dich keine Verwendung habe, bleibt mir nur Deinen Tod zu fordern. Pallas wird mir diesen Wunsch sicher gerne erfüllen." Jenova trat einige Schritte zurück.

Artemis in der Schamanin regina meldete sich nun zu Wort und erteilte der Königin Amelie das Wort, um sich zu verteidigen.

Bild

Die Königin drehte sich zum Volke, schaute in die Runde und lächelte zu Jenova: "Jenova, schau mir in die Augen!" Sie wiederholte bestimmend: "Jenova, schau mir in die Augen! Nun, anscheinend kannst du das nicht, aber ich sage dir eins: Du hast recht, ich bin schuldig in allen Punkten." Die Zuhörer erstarrten und wurden unruhig. Amelie wartete bis wieder Ruhe einkehrte und drehte sich nun ganz zum Volk: "Durch all das was jenova mir vorwirft seid ihr das geworden was ihr jetzt seid: ein stolzes Volk, was sich nichts vorzuwerfen hat. Und so soll es weiter gehen und ich habe eine große Stütze in all den Jahren gehabt und bin stolz darauf. Atrista heißt diese Stütze, aber wir beide wären nicht das was ihr seid, unser Volk." Die Königin drehte sich wieder Richtung Thron: "Entscheidet nun was mit mir geschehen soll."

Artemis forderte nun auch Atrista auf sich zu verteidigen.

Die Richterin hob langsam ihren Kopf und schaute auf den Thron. Sie schaute lange und nachdenklich auf Mascha die Priesterin, die Vermittlerin der Göttin Pallas. Dann drehte sie sich langsam herum und schaute auf die Menge, die sich im Tempel versammelt hatte. Sie suchte den Blickkontakt zu ihrer Leibwache Sirena und versuchte in ihren Augen zu lesen. Ihre Blicke wandern zu Cindy, der Anführerin der Krieger und ihr Blick blieb gedankenverloren an Cindys Schwert hängen. Sie hatte ein kurzes Ziehen im Hals, fasste sich aber schnell wieder. Dann streckte sie den Arm aus und deutete auf die Heilerin Ulli aus der Jenova gesprochen hatte, während sie die Reihe der Krieger mit festen Blick anschaute.

Plötzlich sprach sie grinsend und spöttisch: "Was kümmert es den Mond, wenn der Hund kläfft. Paläste will sie euch bauen. Fragt sie einmal, wo die Paläste sind für die Krieger, die sie vor ewigen Zeiten angeführt hat. Und fragt sie einmal, wo das Volk ist, für das sie ihre Kriege geführt hat. Fragt sie doch einmal, worin die Berühmtheit ihrer Krieger besteht außer dem Tod auf einem sinnlosen Schlachtfeld, verscharrt im Dreck fremder Erde." Zornig schrie sie die Kriegerreihe an: "Fragt sie!"

Dann wandte die Richterin sich sich Jenova zu, lächelte und sagte spöttisch: "Ihr werdet keine Antworten bekommen. Gekläffe, nichts als widerliches Gekläffe. Wie eine läufige Hündin, die nach ihrem Besteiger ruft, kläffst Du um die Macht. Du winselst um die Gunst von Pallas. Nicht einmal in dieser Stunde, wo ich meinem Tod, wenn Pallas so will, in die Augen schaue, nicht einmal in dieser Stunde werde ich so winseln wie Du."

Plötzlich fuhr die Richterin herum und schaute die Krieger an: "Und ihr? Ihr habt mir die Treue geschworen. Schaut euch an. Der Stolz eines Volkes, das noch existiert. Ihr habt zu Essen. Ihr habt ein Schwert und einen Bogen. Euch mangelt es an nichts und die Nachbarvölker fürchten euch. Ihr seid das und ihr habt das, was euch zusteht. Dem ganzen Volk geht es gut, dank der Güte und Voraussicht unserer Königin." Sie macht eine leichte Verbeugung zu ihrer Schwester Amelie und zeigte auf sich und sprach verächtlich zu Jenova: "Ich habe dafür gesorgt, dass dies möglich ist. Ich wohne in einem Palast ... und Du genau da wo du hingehörst. Eingesperrt in eine Schatulle, gesichert in einem Amulett." Nun machte sie eine kleine Pause und drehte sich zu Mascha: "Pallas, ich lege mein Schicksal in Deine gütigen Hände. Entscheide nun, ob Du dieses Volk, das Du selbst auserwählt hast und dass Dir alle Ehre macht, einer Wahnsinnigen überlassen möchtest oder ob Deine Töchter Amelie und Atrista weiterhin Deinen Ruhm mehren dürfen. Auch wenn wir Deine Weisheit nicht immer verstehen, wir vertrauen Deiner göttlichen Eingebung."

Die Richterin senkte ihr Haupt in Ehrfurcht vor der Göttin Pallas und schwieg. Pallas rief die Kriegerin des Feuers zu sich und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Daraufhin stellte sich Cindy hinter die beiden Hoheit, die Hand an ihrem Schwert. Atrista ging etwas näher zu ihrer Schwester und nahm ihre Hand.

"Ihr wisst, das Jenova etwas Recht hat mit ihren Anklagen?" begann Pallas. "Ihr seit also nicht unschuldig. Und nicht jedes Ziel heiligt alle Mittel. Aber ihr habt meine Kinder gut geführt. Ihr seit gerecht wie es gut ist. Aber auch das ist hier nicht die Frage. Im Grunde habe ich nur eine Frage als Prüfung für euch." Pallas sah kurz in die Runde: "Steht ihr noch treu zu uns, Pallas, Arithrea, Aenigna und Disopia?"

Atrista blickte erstaunt zu der Priesterin und Pallas: "Wie könnten wir anders handeln und denken. Ihr seid die, die uns führen. Wir leben durch Euch Ihr ehrwürdigen." Pallas runzelte leicht die Stirn: "Ja oder Nein." "Ja"

Amelie fuhr fort: "Ich habe keine Veranlassung unseren Göttern nicht die Treue zu geben. Ja"

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Pallas nickte und befahl Cindy, ihr Schwert wegzustecken: "Ich, Pallas, segne Dich mein Kind Amelie. Sei weiter eine gue Köngin und Hohepriesterin." Zu Atrista gewandt fuhr sie fort: "Ich , Palla, segne auch Dich, Atrista, sei eine gute Richterin, nur, merke Dir: Du bist gut in der Rede, nur manchmal ist Klarheit besser."

Dies war der Moment als die Göttinen unsere besetzten Körper wieder freigaben. Die Hoheiten bedankten sich bei Pallas für den Segen und weitere 12 anstrengende Jahre.

Einzig Jenova war merklich unzufrieden, aber nach dem Verlassen von Ullis Körper wieder in ihrem Amulett eingesperrt.

Nun endlich fühlte auch ich mich wieder frei und konnte mich dem Jubel und den Feiern der Bevölkerung anschliessen.
Gestern standen wir kurz vor dem Abgrund - Heute sind wir einen großen Schritt weiter!
Brigitt Loening
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