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Das Rollenspiel der deutschen Amazonen in SecondLife
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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon Susi » 25.12.2013 13:21

Ich wünsche euch allen schöne Feiertage.
Susi
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Weihnachtsgrüße

Beitragvon Atrista » 23.12.2014 14:55

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das Neue Jahr 2015


Liebe Amazonen und liebe Freunde der Amazonen,
Liebe User anderer Foren oder nur User der virtuellen Welt Second Life,

Was für eine Überraschung! Weihnachten kommt so plötzlich und gnadenlos und verlangt von einem Dinge die man für sich selber stets abgelehnt hat. Einkaufen in überfüllten Kaufpalästen, sich durch Menschenmassen drängen, sich entschuldigen und doch wieder schubsen, Geld ausgeben für Dinge die man gar nicht kaufen wollte. Wir müssen besuchen und werden besucht von Menschen die wir das ganze Jahr über gemieden haben.
Na da kommt doch Freude auf.

Das Weihnachtsfest gehört längst nicht mehr den Christen, das haben andere Religionen auch für sich entdeckt auch wenn es dort nicht gefeiert wird. Das Weihnachtsfest gehört den Kaufhäusern, den Konzernen und Aktionären, den Glühweinständen auf den Weihnachtsmärkten. Man muss schon sehr diszipliniert diese Tage angehen um noch eine eigene Ecke der Besinnlichkeit zu finden.

Ganz so einfach wie ich es gerade dargestellt habe ist es nun doch nicht. Da ist nicht nur Schwarz und Weiß. Da gibt es eine Vielzahl von Graustufen dazwischen. Weihnachten ist das was Ihr daraus macht. Völlig unabhängig von Religion und Glauben bremsen diese Tage den Lebensrhythmus herunter. Und das ist gut so. Wir funktionieren das ganze Jahr über aber an diesen Tagen sollte unser Körper und unsere Seele und Geist zur Inspektion.
Ich versuche jedes Jahr mich in eine gewisse Grundstimmung zu bringen um dann auch die Muse zu haben nachdenklich zu sein. Jedes Jahr wird ein Tannenbäumchen im großen Wohnzimmer an die Terrassentür gestellt. Das Kerzenlicht leuchtet nach draußen und signalisiert der Welt, dass da jemand lebt. Das Licht gibt nach Innen eine schöne Stimmung. Das tut schon mal der Seele gut. Ich mag Kerzen und ich mag das Licht das sie verbreiten. Am Heilig Abend treffen wir uns schon mittags. Meine Schwester ist da und auch meine Tochter mit Lebensgefährten. Wir kochen zusammen. Das hat Tradition und das hat was mit Lebensfreude und Genuss zu tun. Wir verkünsteln uns immer an norwegischem Lachs und kürzlich erlegtem Wild aus der Region. Wir sind damit den ganzen Tag beschäftigt und steigern so auch unsere Lust auf diesen Genuss.
Jeder hat seine eigenen Fertigkeiten und bringt sie bei der Zubereitung ein. Gewürze liegen in der Luft, da wird diskutiert ob man dies mit jenem mal zusammen probieren könnte. Das Essen selbst zieht sich dann auch entsprechend in die Länge. Vom frühen Abend bis spät in die Nacht zollen wir dem Ergebnis Respekt und schlecken und genießen.
Nein, ich habe überhaupt nichts gegen Weihnachten. Im Gegenteil, ich bin froh dass es so plötzlich kommt und ich nicht ausweichen kann. Bin froh dass ich gezwungen werde inne zu halten sonst würde ich wahrscheinlich einfach weiter funktionieren ohne Pause.
Ich bin mir aber sehr wohl bewusst, dass die Art wie ich diese Tage genießen kann nicht für alle gleich möglich ist. Mir geht es gut, ich habe noch Familie um mich herum, wir reden und helfen uns gegenseitig, ich kann mir teure Zutaten für außerordentliche Speisen leisten. Auch sonst kann ich mir einiges Leisten was unter die Kategorie „Fein aber nicht notwendig“, also Luxus fällt. Ich schäme mich deswegen aber nicht. Dieses Privileg kostet mich einiges an Arbeit. Ich kenne einige tolle Leute die etwas tiefer stapeln müssen und dies sehr sehr gut bewerkstelligen. Jede und jeder auf seine Weise. Manche tun das im Kreis ihrer Familien, nicht wenige tun das aber auch hier im Second Life. Sie haben da ihre Familie, haben sich dort eine Umgebung geschaffen wo sie sich wohlfühlen. In dieser virtuellen Welt können sie so sein wie sie im realen Leben gerne sein würden oder sogar sind. Nur hier in Second Life kann man an Tagen wie diesen mit Menschen aus aller Welt zusammen sitzen. Das hat auch einen eigenen Reiz.

Egal wie ihr es macht meine lieben Freunde fühlt euch wohl dabei. Das ist wichtig und wichtig ist auch, dass ihr erkennt, dass auch die kleinen Dingen in eurem Leben euch unheimlich viel geben können. Lasst es nicht soweit kommen dass ihr das erst merkt wenn es nicht mehr da ist. Schaltet ruhig mal die Monitore dunkel, geht nach draußen und spürt mal wieder den Wind oder kalte Hände, genießt das Gespräch mit jemanden den ihr dann zufällig wieder trefft. Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren kann ein Erlebnis sein.
Ich habe dazu passend eine kleine Weihnachtsgeschichte gefunden. Geschrieben von jemanden der einfach nur gerne schreibt. Andrea Schober hat die Geschichte von einem unglücklichen Engel geschrieben.

Es war einmal ein Engel, der hatte schon so vielen Menschen geholfen, aber selber war er manchmal sehr unglücklich. Er fühlte sich so klein und wertlos und dachte viel darüber nach, was ihn wertvoller machen könnte. Die Menschen sagten ihm „Kauf Dir etwas Schönes, dann fühlst Du Dich besser.“ Und so kaufte sich der Engel zunächst ein neues strahlend weißes Engelsgewand.

Erst fühlte sich der Engel damit ganz toll und alle anderen Engel bewunderten ihn. Nach einiger Zeit fand er sein neues Gewand aber nicht mehr interessant genug und so kaufte er sich golden glitzernden Sternenstaub. Den streute er auf sein Gewand und seine Flügel. Alle anderen Engel waren geblendet von seiner Schönheit.
Doch schon wenig später fand der Engel sich wieder langweilig. Er dachte darüber nach was ihn noch schöner machen könnte und so kaufte er sich von seinem ganzen restlichen Geld eine große weiße Wolke, die so weich war wie Samt. Ein Sonnenstrahl fiel auf die Wolke, so dass sie hell leuchtete. Der Engel war begeistert, legte sich auf die Wolke und ließ sich treiben.
Es dauerte nicht lange, da hatte der Engel wieder dieses schreckliche Gefühl so wertlos zu sein, trotz allem was er besaß und der Bewunderung aller anderen Engel. Da musste er ganz furchtbar weinen, weil er nicht mehr wusste, was er noch tun konnte. Er dachte sich: „ Ich stehe nie mehr auf! Es hilft alles nichts. Soll die Welt nur ohne mich auskommen. Das hat sie nun davon, dass sie mir nichts bieten kann, an dem ich länger Freude habe!“

Am ersten Tag war der Engel so traurig und wütend, dass er sich von allen anderen Engeln zurückzog und nicht mehr mit ihnen reden wollte.
Am zweiten Tag schaute der Engel in die endlose blaue Weite des Himmels und fühlte sich leer und tot.
Am dritten Tag fühlte er einen Sonnenstrahl auf seinem Gesicht. Da dachte er einen Moment: “Wie warm sich der Sonnenstrahl anfühlt!“ Aber dann fragte er sich gleich: „Was soll ich mit einem Sonnenstrahl? Er wird mir auch nicht weiterhelfen!“
Am vierten Tag kam der Sonnenstrahl wieder. Der Engel dachte sich: “Eigentlich ist der Sonnenstrahl das Beste, was ich im Moment habe und wenn er mir auch nicht helfen kann, so kann ich mich doch ein wenig an ihm wärmen!“
Am fünften Tag dachte der Engel schon gleich am Morgen an den Sonnenstrahl und stellte sich vor, wie schön es wäre, wenn er wieder kommen würde. Dabei wurde ihm warm ums Herz und er spürte, wie sich alles anders anfühlte bei dem Gedanken an den Sonnenstrahl.
Als der Sonnenstrahl dann wirklich kam, war der Engel so aufgeregt, dass er gar nicht wusste, ob er sich erst seine Füße oder seine Hände oder seinen Kopf wärmen lassen sollte.
Von da an war jeder Tag nur noch auf den Sonnenstrahl ausgerichtet. Der Engel dachte schon am Morgen daran, wie der Sonnenstrahl ihn bald wieder wärmen würde. Er ließ sich immer tiefer in die Vorstellung der Wärme fallen und merkte, wie sich seine Lustlosigkeit in Erwartung verwandelte und wie seine Traurigkeit und seine Angst an ihm vorüberzogen, ihn aber nicht mehr so tief erreichten wie früher.

Er fing an, wieder auf seiner Wolke hin und her zu gehen und dachte, wie schön es doch war, sich an etwas so freuen zu können. Der Sonnenstrahl durchströmte mehr und mehr seinen ganzen Körper. Die Energie des Lichts verteilte sich in ihm und der Engel bekam wieder neue Kraft. Er schwang seine Flügel und flog zu den anderen Engeln, um ihnen von dem Sonnenstrahl zu erzählen. Auf dem Weg dorthin trafen ihn unzählige Sonnenstrahlen und er wunderte sich, dass er sie früher nie so wahrgenommen hatte.
Der blaue Himmel war nicht mehr leer wie früher, sondern ein Meer des Lichts. Auf einmal fühlte sich der Engel wie im Himmel und nichts konnte ihm mehr die Hoffnung nehmen, wusste er doch nun um die Kraft der inneren Wärme, die es vermochte alles wundersam zu verwandeln.



Ich wünsche euch allen, den Amazonen, den Freunden der Amazonen allen Usern von Foren und Second Life ein schönes und erholsames Weihnachtsfest.
Ich wünsche Euch Erlebnisse die euch zeigen wie schön die Welt ist wenn man bereit ist sie zu sehen.
Gebt auch mal einem Menschen im realen Leben einen langen Hug.
Ich wünsche euch auch an dieser Stelle einen entspannten Jahreswechsel. Kommt gut in das Neue Jahr 2015.
Ich wünsche euch Gesundheit und Beweglichkeit damit ihr das Leben so annehmen könnt wie es sich euch anbietet. Greift nicht nach den Sternen, eure Arme sind zu kurz, greift nach dem was in eurer Reichweite sich befindet.
Ich möchte euch in Second Life wieder begegnen und mit der einen oder anderen auch spielen und ich kann mich wie jedes Jahr nur wiederholen : Ich bin stolz euch kennen gelernt zu haben.

Eure Atrista


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folgende User möchten sich bei Atrista bedanken:


Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon Sirena Mureaux » 23.12.2014 15:06

Danke für die wieder einmal wundervollen Worte.

Ich schließe mich den guten Wünschen an und wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest.
Liebe Grüße

Sirena

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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon Tani » 23.12.2014 16:54

Vielen Dank für die netten Zeilen.

Ich wünsche Euch allen besinnliche und harmonische Weihnachtstage, die ihr nach Euren Wünschen verbringen könnt.

Liebe Grüße, Akemi
Es tut mir leid: Was ich sage, ist nur in dem Moment gültig, wenn ich es gerade sage!

Mein Blog: [) Akemi-virtuell (]

Tani zeigt: Amazonien ...aus meiner Sicht
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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon SandyLee » 23.12.2014 21:16

Oh .. so schön die Geschichte, vielen Dank
für die netten Worte


Ich wünsche auch allen Amazonen und Freunden der Amazonen
ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein tolles Jahr 2015

SandyLee
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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon LyAvain » 24.12.2014 13:26

Danke für die Worte, die einen nachdenklich machen, freuen, die Tränen ins Auge treiben und Hoffnung machen... Du schaffst es immer wieder einen tief zu berühren. Dafür danke ich Dir, Atrista...
Auch ich wünsche Euch besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr... Kommt heile an.

Hab euch lieb... :red3:

Liebe Grüsse
Ly
Möge Aenigna der Geist des Windes über dich und deine Wege wachen!
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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon ^^Lilly^^ » 24.12.2014 14:29

Ich wünsche allen Amazonen schöne, friedliche, erholsame Weihnachtstage.

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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon Atrista » 29.12.2015 16:20

Grüße zu Weihnachten und einen guten Rutsch in das Neue Jahr 2016

Liebe Amazonen und liebe Freunde der Amazonen,
mir war nicht so richtig bewusst wie sehr ihr solche Grüße in Kolumnen verfolgt, lest, darüber nachdenkt und sogar vermisst wenn sie mal nicht kommen.
Ich hatte schon daran gedacht einen Gruß zu schreiben aber bis zum letzten Tag vor Heiligabend gab es keinen Moment der Ruhe um einmal durchzuatmen. Erst am Tag nach Heiligabend wurde mir klar, „Mensch du hast ja was vergessen!“ Einfach nur hinterher winken war mir zu banal und ich weiß auch nicht warum aber irgendwie kam mir in den Sinn, dass ihr eventuell das alles gar nicht mehr hören wollt. Also habe ich mich der Faulheit hingegeben und den Kopf eingezogen in der Hoffnung, dass mich niemand sieht oder bemerkt.
Denkste …..

„Jedes Jahr sagt sie was nur in diesem Jahr nicht,“ so in etwa las ich plötzlich im Forum. Wenn ich gekonnt hätte , dann hätte ich den Wurm der da aufmuckte mit der Faust erschlagen können. So war meine erste Reaktion. Aber sie hat ja recht, die kleine Hoheit Lilly, und es war auch nie eine Pflicht, es war stets nur Kür für mich. Es war mir immer ein ehrliches Bedürfnis ein paar Worte an diejenigen zu richten mit denen ich das ganze Jahr über meine abendliche Freizeit verbringe. Ansatzweise habt ihr ja den Grund für mein Versäumnis ja schon gehört. Auf der Suche nach Rechtfertigungsgründen spult man im Geiste das ganze Jahr ab. Ich glaube ich bin noch in keinem Jahr vorher soviele Kilometer abgefahren um auswärts zu konferieren wie in diesem Jahr. Dabei wollte ich doch kürzer treten, wollte mein Umfeld langsam daran gewöhnen dass es auch ohne mich geht und ich mich auch auf die Zeit meiner Pensionierung vorbereiten. In keinem Jahr zuvor hatte ich so viele Umstrukturierungen im Abeilungszuschnitt wie in den Aufgaben wie in diesem Jahr. Damit verbunden eine Unzahl von Konferenzen, Arbeitsgruppen, Auswahlgespräche für die Personalgewinnung und auch Personalverschiebungen im ganzen Land aufgrund von Behördenschließungen. Noch in keinem Jahr zuvor hatten wir eine so massive Veränderung der Behördenlandschaft. Wir haben Behörden geschlossen, zusammengelegt oder an andere Ressorts abgegeben. Ich habe gelernt, dass wenn ich einen Bauernhof schließe und die Rinder verkaufe oder woanders grasen lasse, dann verliert das Rind seinen regionalen Namen weil es plötzlich anderes Gras frisst. Das wiederum bringt die Hoteliers und Restaurantbesitzer auf den Plan die auf ihrer Speisekarte mit genau dieser Fleischsorte werben. Ein strategischer Fehler, denn jetzt sind genau die, die uns immer gedrängt haben solche Schließungen durchzuziehen, die Landtagsabgeordneten, unter dem Beschuss einer besonderen finanzkräftigen Lobby und wollen genau davon jetzt nichts mehr wissen. Shit happens!
In diesem Highend Simulationsgame „Real Life“ versuche ich Jahr für Jahr einen Level zu schaffen und habe wie immer einen richtig fiesen Endgegner, den Jahresabschluss. Ich habe ihn bezwungen aber zu dem Preis, dass ich nicht mehr rechtzeitig dazu kam meine Grüße auszurichten.
Vielleicht hat die Eine oder die Andere von euch mit diesem Backgroundwissen etwas mehr Verständnis dafür, dass ich mal nicht so pünktlich im Sanctum bin oder an manchen Tagen gar nicht da sein kann.

Wenn man unser Jahr in Second Life vor Augen hat darf man feststellen, dass auch bei uns so einiges los war.
Wir haben Freunde verloren aus verletzter Eitelkeit, manche auch durch falschen Stolz. Das tut mir besonders Leid, denn dahinter stecken Irritationen die so nicht sein müssten. Wir haben Freunde verloren weil sie sich nie im Mittelpunkt von uns gefunden haben. Die Welt der Amazonen hat sich einfach nicht um sie herum gedreht sondern hatte immer eine eigene Umlaufbahn. Auch diese Verluste tun mir sehr leid. Ich habe aber immer darauf geachtet, dass jede der Amazonen einmal in den Genuss des Spotlights kommt. Reihum haben wir versucht immer wieder andere oder eine andere Gruppe zum Nabel unseres Rollenspiels zu machen. Dann haben andere einfach nur die „Zuliefer“ zu spielen. Nützliche Dekoration abzugeben ist nichts Unehrenwertes. Wer das nicht verinnerlicht wird wenig Freude haben weil sein übermächtiges Ego nicht befriedigt wird.
Wir haben auch Freunde verloren durch den Tod. Besonders tragisch ist es wenn sich das Ereignis in keinster Weise ankündigt. An diesen Beispielen merken wir erst, wie menschlich nahe wir uns kommen im Laufe der Zeit. Mit jedem Gespräch das ich mit einem von euch führe vermenschlicht der Avatar. Die Vorstellungen die man sich von der realen Person macht wenn der Avatar vor einem steht werden zunehmend realer. Natürlich weiß man, dass es im realen Leben keine Spitzohren gibt, keine Flügel aus den Schultern herauswachsen, selten jemand 2,50 Meter groß ist oder in Sackleinen ganzjährig herumschleicht. Das weiß man alles und blendet es aus. Aber diese kleinen Gimmiks sorgen für ein Fantasiebild. Unser Gehirn bastelt uns ein reales Abbild des Avatars. Damit können wir alle sehr gut umgehen. Je mehr wir von unserem realen Leben preisgeben desto konkreter wird das Bild. Je mehr ich von den Neigungen erfahre, die Sorgen kennen lerne, manchmal auch kleine Einblicke bekomme in die häusliche und familiäre Situation desto konkreter wird diese Person hinter dem Avatar für mich. Bei unserer Freundin Kristina Simon hatten wir alle sogar noch eine Stimme und ihren Musikgeschmack, ja sogar ihren Humor und wir haben Kenntnis davon bekommen was Kristina einmal studiert hatte. Wumms das war sehr real und doch hatten die allerwenigsten Kenntnis davon dass sie auch sehr krank war.
Wir haben aber auch Freunde dazu gewonnen. Carima hatte sich verändert und lebt jetzt in einem anderen Grid fort. Im Metro Net so sagt mir meine Freundin Jill lebt sie viel entspannter und mit weniger Sorgen. Einige der Spielerinnen haben sich bei uns eingefunden. Wir waren uns ja nie fremd weil wir auch öfter miteinander gespielt hatten. Man kannte sich und doch galt es jetzt Gewohnheiten umzustellen. Es ist nie leicht, alte Rollen die dort gepasst haben nach hier zu transferieren und so zu tun als wäre alles das ein und das selbe. Das funktioniert so nicht. Um so mehr freut es mich wirklich, dass wir einige neue Persönlichkeiten haben begrüßen dürfen. Einige haben sich ja schon wunderbar in unser Rollenspiel integriert und manche sind klein von Gestalt aber groß in ihrer Wirkung. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Willkommen.
Wir haben einige schöne Plots durchgespielt. Wunderbar wie sich aus anfänglichem Chaos dann doch ein RP ergibt an dem viele beteiligt sind. Ich habe sehr wohl beobachtet wie ein paar wenige noch keine so richtige Bindung haben. Sie sind da, sie suchen auch unsere Gemeinschaft aber sie lauschen zu sehr darauf ob man sie auch gesehen hat. Das wiederum lähmt und man ist im kopf nicht frei einfach mitzumachen.
Was mir aber am stärksten aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass wir sehr viele Amazonen haben die sich engagieren können. Da haben einige sehr selbstbewusst gesagt, dass sie auch einmal ein Feuergespräch mit einem eigenen Thema abhalten würden. Das kam bei allen gut an und wir haben somit unsere Bandbreite an Informationen zu unserem Rollenspiel aber auch außerhalb des Spiels enorm vergrößert. Davon wünsche ich mir mehr. Ich habe nicht ganz ohne Stolz und innere Befriedigung gesehen wie sich einige auch bemühen unsere Pallas Showgirls technisch zu flankieren. Sirena du fehlst uns an allen Ecken und Enden.
Und noch eine schöne Eigenschaft hat sich herauskristallisiert. Amazonen haben Mitgefühl!!
Wir können nicht helfen und den Schmerz des Verlustes wegnehmen wenn da eine sagt: „Mein Papa ist verstorben“. Aber wir können zeigen dass wir da sind. Wir können, wenn auch nur virtuell jemanden in den Arm nehmen. Zu wissen, dass es Menschen gibt die Mitfühlen hilft oft auch die eigene Trauer zu bewältigen. Durch die Trauer durchgehen muss man selbst aber man weiß es gibt Menschen die denken an einem. Mag sein, dass es Menschen gibt die uns alle hier für Spinner erklären und rational und Vernunft gesteuert das hohe Lied der menschlichen Wärme singen das nur dann richtig warm wird wenn Menschen aus Fleisch und Blut an unseren Emotionen teilhaben. Da halte ich dagegen.
Unsere Avatare sind nur Stellvertreter, unser aller Alter Ego, und diese Stellvertreter verkünden die gleiche Botschaft und emotional sehr viel stärker wie es eine Grußkarte könnte oder ein Telefonat vermitteln könnte. Wir sind sehr wohl real. Und wie real und wirkungsvoll wir sind zeigen wir an unserer Teilnahabe am Schicksal unserer Freundin Sirena. Erkrankt und doch komplizierter als ursprünglich angenommen sind wir sehr in Sorge. Nicht die reale Welt da draussen sondern hier die Amazonen haben sich zusammen gefunden. Haben sich überlegt, wie man unserer Freundin zeigen kann dass wir an sie denken. Bildchen, Geschreibsel, egal was alles wurde gesammelt. Eine unserer Amazonen bemüht sich wahrhaft und besuchte Sirena auch und gab uns immer Infos. Wenn kein menschliches Bewusstsein in diesen Avataren wäre, dann wäre das in dieser Form gar nicht möglich.
Meine lieben Freunde, das ist ist euer größtes Kapital und ihr habt es hervorragend ausgespielt. Mitgefühl haben und Mitgefühl zeigen. Dann da zu sein wenn man gebraucht wird.
Wie wichtig diese Eigenschaft ist und wie wichtig es ist den Mut zu haben sich einzusetzen zeigt auch noch ein ganz anderes Beispiel.
„Wir schaffen das!“ hat Angela Merkel gesagt und hat angesichts der enormen menschlichen Not eine Lawine losgetreten. Sie hätte aber auch sagen können wie sehr ihr das Schicksal der Menschen am Herzen liegt und eine europäische Konferenz einberufen können um darüber zu beraten wie man diese Not lindern könnte. Sie hat es anders gemacht im Bewusstsein, dass wen wir uns zu tode konferieren den Menschen nicht geholfen wird.
„Wir schaffen das“, sagte sie und hat den Menschen das Land geöffnet. Ich bin nicht der größte Fan von uns Angie aber das nötigt mir Respekt ab. Auch Frau Merkel hat gewusst dass sie damit die Seehofers auf den Plan ruft, die Besserwisser, die Mahner, die Bedenkenträger, die Rechten, die Ultras. Ja sie hat sogar riskiert dass ihr ein ganzes Volk die Gefolgschaft versagt. Frau Merkel ist dieses Risiko ganz bewusst eingegangen und Anfangs sah es auch danach aus als hätten ihre Kontrahenten alle Recht behalten. Sie haben sich aber getäuscht. Vor ungefähr 70 Jahren haben unsere Väter und unsere Mütter das gleiche Schicksal vor Augen gehabt. Sie sind geflohen vor Kriegsvergewaltigungen, vor Hunger und um dem Tod zu entgehen. Sie sind damals nicht in ein intaktes Land geflohen sondern trafen auf ein völlig zerstörtes Deutschland das selbst in höchster Not war. „Wir schaffen das“, traf genau in die Herzen der Söhne und Töchter und den Enkeln der damaligen Flüchtlinge und in unzähligen Beispielen zeigen sie dass wir Menschen sind. Ohne die sagenhaft vielen Ehrenamtlichen könnte man dies alles nicht bewältigen aber „wir schaffen das“ hat eine Armee auf den Plan gerufen die all diese Widerwärtigen und Ekelhaften Angstmacher, Pedigas, nationalen Rechten Lügen straft. Wir brauchen keine Angstmacher weil es nichts zu fürchten gibt. Lasst euch nicht von einzelnen Beispielen wo irgendwo irgendwas falsch gelaufen ist irre machen. Natürlich ist das eine riesen Anstrengung und natürlich wäre es leichter wenn in ganz Europa der gleiche Geist am werkeln wäre, natürlich verlangt dies von dir und mir ein Umdenken, natürlich verlangt dies von mir mehr Toleranz und Verständnis. Aber ich darf auch einfordern, Ich darf einfordern dass auch die Aufgenommenen offen und tolerant sind, dass sie Rücksicht nehmen auf unsere Bräuche und Sitten und dies auch respektieren und ich darf Integrationswillen und Lernbereitschaft einfordern.
„Wir schaffen das“ ist für mich der Satz des zu Ende gehenden Jahres. Dieser Satz hat das Mitgefühl und die Menschlichkeit in der Mehrzahl von uns allen hervorgerufen. Diese Eigenschaften meine lieben Amazonen habe ich in diesem Jahr auch bei euch erleben dürfen. Unser Zeichen, das wir an unserer Taverne aufgestellt haben wo wir Toleranz gegenüber jedermann signalisieren hat dadurch eine besondere Bedeutung bekommen. Dafür danke ich euch.

In diesem Sinne grüße ich euch alle. Ich hoffe ihr verzeiht meine verspäteten Grußworte. ich hoffe aber auch, dass ihr eine schöne Weihnacht erlebt habt. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch in das Jahr 2016. Kommt gut hinein und mögen sich alle eure Wünsche erfüllen. Ausnahmsweise hebe ich einmal eine Amazone besonders hervor. Sirena möchte ich ganz besonders Glück wünschen. Wir alle erwarten dich bald wieder gesund und munter in unseren Reihen.

Lieben Gruß
eure Atrista


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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon Susi » 31.12.2015 17:14

Vielen Dank Atrista für diese Worte.
Ich suchte nach einem Adjektiv für deine Worte, schön, herzlich, wahr, ich fand keines und habe es einfach weggelassen.
Das ist ein schöner Abschluß für dieses Jahr, nun kann 2016 kommen.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins nächste Jahr.
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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon LyAvain » 31.12.2015 18:57

Wieder gut getroffene Worte... Danke Atrista. :girlies_0197:

Nun kann das Jahr zuende gehen.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Feiert schön und kommt heile an.

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Liebe Grüsse
Ly
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