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Das Rollenspiel der deutschen Amazonen in SecondLife
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Amazonien Jubiläen

Beitragvon Atrista » 12.06.2009 20:02

Atristas Rede beim Festakt zum einjährigen Jubiläum


Ich grüße Euch Amazonen, Freunde und Völker der Amazonen.
Ein herzliches Willkommen auch unseren Gästen. Ich freue mich, dass Ihr Heute hier seid und mit uns diesen Festakt begehen wollt.
Heute am 17. April ist in der virtuellen Welt Second Life der Tag der Erinnerungen. Jedes Jahr an diesem Tag wollen wir uns an diejenigen erinnern die wir Inworld kennen und schätzen gelernt haben und die dann im realen Leben verstorben sind. Die Nullen und Einsen, die Bits und Bytes werden durch den täglichen Umgang miteinander plötzlich zu Freunden, man nimmt sie wahr wie einen realen Menschen, freut sich wenn man sie sieht, bekommt Herzklopfen wenn sie einem nah sind, erwartet dass sie endlich Online sind. Es entwickeln sich Beziehungen die man sich so niemals hätte vorstellen können und es erschüttert einem zutiefst wenn man sich einlogt und die traurige Erfahrung machen muss, dass dieser lieb gewonnene Avatar im realen Leben von uns gegangen ist.
Ich persönlich habe diese Erfahrung gemacht als Cathy Freund und jetzt kürzlich Samantha Vacano verstorben sind. Einige von Euch mögen andere Namen in Erinnerung haben. An diesem „Tag der Erinnerungen“ wollen wir ihnen gedenken, uns daran erinnern was sie uns gegeben haben, wie wir miteinander gestritten, diskutiert, gelacht und miteinander gespielt haben. Ich bitte euch jetzt um eine stille Minute in der wir uns an unsere Freunde erinnern.
Danke

Amazonien ist jetzt genau ein Jahr alt.
Es war ein gewaltiges Jahr und man kann es uns einfach nicht verübeln, dass wir beide, Amelie Cimino und Atrista Vig mit stolz geschwellter Brust heute hier vor euch stehen. Es waren keine Berge, es waren Gebirge von Problemen, es gab Hohn, Spott, Verleumdungen, Intrigen, persönliche Anfeindungen, Zickereien von Innen und Außen, endlose Diskussionen und Austritte. Es hat ihnen nichts genützt. Wir sind immer noch da und Amazonien lebt.

Angefangen hat es mit einem simplen Post im deutschen Forum SLInfo.Amelie Cimino hatte eine Diskussion im Forum zum Thema Gor mitverfolgt und aufgegriffen.
„Gerade läuft die Diskusion in " Gor für Anfänger " in eine Richtung, die eigentliche ein neues RP geben könnte in Anlehnung zu den Gor-Regeln. Es ist die Rede von der Umkehrung der Positionen. Ich finde die Idee hat was spannendes und könnte eine ganz neuen Blickwinkel eröffnen. Eine Insel die von Frauen regiert wird und die Männer unterwirft--- tolle Idee.!!“
Das war am 16.April 2007. Die Reaktion war überwältigend und ein eindeutiges Indiz dafür, dass ein Bedarf an Rollenspielen vorherrschte der sich deutlich von „Gor“ unterscheiden wollte. Von Amazonen war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht die Rede. Erstaunlich war, dass auch sehr viele männliche Diskussionsteilnehmer sich für ein Rollenspiel stark machten mit umgekehrten Vorzeichen. Wer „A“ sagt muss auch „B“ sagen und so blieb nach dem übergroßen Interesse auch gar keine andere Wahl als ein Rollenspiel aus der Taufe zu heben.
Die Namensgebung war dann auch mehr eine Notlösung und ergab sich auch nicht zwingend aus den vielen Vorstellungen. Klar war nur eines: man wollte ein Spiel von Frauen für Frauen und Männer sollten eine untergeordnete Rolle spielen und man wollte möglichst viel von dem Hintergrund der Gorwelten mit herüberretten. Gor war bei allen Diskussionen das große Vorbild, insbesondere dort die kämpfenden Frauen, die Panther. Die Frauen hatten einfach keine Lust mehr dauernd in der Angst zu leben, dass ein bisschen Action auch in der totalen Versklavung enden konnte. Auf die kämpferischen Elemente in einem solchen Spiel wollte aber niemand verzichten und so erinnerte man sich an die Amazonen.
Die Idee hatte jetzt einen Namen und man wollte künftig als „Die Amazonen“ in Second Life auftreten. Erst nach und nach änderten sich die Vorstellungen. Als Atrista Vig zum Gedankenaustausch in den Keller ihrer Burg eingeladen hatte fand sich schnell ein harter Kern der in aller Eile die Grundlagen und die Rahmenbedingungen erarbeitete. Vieles davon hat heute noch seine Gültigkeit. Dieser harte Kern war ein bunter Mix von Frauen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten. Die Visionäre Amelie Cimino und Atrista Vig haben das Rollenspiel entwickelt und die ethischen Grundsätze formuliert und so „die Amazonen“ als eigenständiges Rollenspiel etabliert weit weg vom Vorbild.

Aber Gerade dieser Schritt in die andere Richtung war es der uns erst recht mit Problemen überrannt hat.
Ich halte diesen Schritt heute noch für die einzig richtige Entscheidung. Wir hätten niemals ein „Gor“ neben „Gor“ etablieren können. Wir haben viele Fehler dabei gemacht und die belasten uns heute noch. Die Besserwisser in den Foren die uns immer gerne unsere Fehler, verglichen mit dem Rollenspielverhalten in den scheinbar besseren Spielwelten, vorgehalten haben sind merkwürdig still geworden. Hinter all unseren Bemühungen war immer der Gedanke einen Playground zu schaffen, hauptsächlich für Frauen um vielen eine Möglichkeit zu geben das Schöne eines Rollenspiels einmal selbst mitzumachen ohne dass diejenige oder derjenige dicke Wälzer an Vorgeschichte lesen muss und ohne, dass ein Brockhaus ähnliches Regelwerk erlernt werden muss. Damit haben wir uns geöffnet für viele Anfänger und waren eben kein geschlossener Kreis von Profis.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre aber was die Lehrlinge aus der Idee gemacht haben kann sich sehen lassen.
Amelie und ich werden oft gefragt wo in der Entwicklung von Amazonien unser Hauptaugenmerk liegt. An der der Entwicklung als Kampfspiel oder mehr die Entwicklung einer Gesellschaftsform.
Abgeleitet von dem Vorbild lag das Hauptaugenmerk anfangs tatsächlich mehr auf den kämpferischen Elementen. Dies zeigte sich auch an der Entwicklung der Rollen und Kasten. Kriegern und Spähern wurde sehr viel Platz und Wichtigkeit eingeräumt und man gab sich auch, zugegeben etwas naiv der Illusion hin man könnte mit der einzigen damals kämpfenden Welt „Gor“ im Kampf interagieren.
Diese Fehleinschätzung war fatal und hatte zur Folge, dass innerhalb von nur wenigen Wochen dem Spiel die Grundlage entzogen wurde. Die Welt von "Gor", einem Gegenplaneten zur Erde kannte keine Amazonen. Auf diesem Planeten gibt es nur Frauen entweder als Sklavinnen, wenige geduldete Freie Frauen und natürlich die gesetzlosen, vogelfreien Panther. Unsere Späher spähten vergeblich nach angeblichen Feinden und unsere Krieger trugen Schwert und Bogen lediglich zur Zierde. In Folge dieser falschen Einschätzung wurde deutlich, dass man sich viel zu wenig um Inhalte gekümmert hatte. Vielmehr wurden beinahe alle Kräfte auf die Gestaltung des Simulators ( Sim) und auf das Design der Kleidung der Amazonen gebündelt. Diese waren jetzt wirklich hübsch anzusehen, lungerten aber ziel- und planlos auf einer Insel herum. Die Hoffnung, dass diese sich dann in eigener Initiative selbst einen Handlungsrahmen geben würden erfüllte sich nicht. Dies war nicht der einzige Fehler den die Initiatoren machten. Niemand hatte erwartet, dass nach den Ankündigungen einer Spielerwelt für Frauen von Frauen in deutscher Sprache und auch für Anfänger spielbar die Gruppe mit über 50 Personeneinträgen quasi überrannt wurde. Mit einem solchen Ansturm hatte keiner gerechnet und die Verantwortlichen waren völlig damit überfordert.

Erfahrene Rollenspielerinnen die den Weg zu den Amazonen gefunden hatten hatten entweder keine Lust sich mit Spielanfängern herumzuschlagen oder keine Geduld den Anfängern auf dem Weg zum Rollenspiel hilfreich zur Seite zu stehen. Sie langweilten sich und wanden sich nach wenigen Tagen wieder anderen Welten zu. Dabei hätte die Gruppe gerade in diesen Tagen Rat und Tat der Erfahrenen so sehr gebraucht. Etwas was anfänglich überhaupt nicht bedacht wurde aber der Gruppe fast schmerzhaft klar wurde war, dass niemand daran gedacht hatte das ganze Projekt auf solide finanzielle Beine zu stellen. Die Spielerinnen die sich für Amazonien begeisterten waren in der Mehrzahl Frauen die sich Geld ausgeben in Second Life überhaupt nicht leisten konnten und somit war die Finanzierung für Grundstückskauf und monatlichen Steuerzahlungen alleine Sache der Initiatoren. Auch bei dieser Gruppe der Verantwortlichen zeigte sich, dass nicht jeder den Belastungen gewachsen war. Der enorme Verwaltungs- und Geldaufwand zeigte Spuren. Immer mehr der Initiatoren stiegen aus, hatten nicht mehr die Zeit oder nicht genügend Geldreserven und wohl auch nicht mehr die Nerven.

Zurück blieben Amelie und Atrista. Ohne Geld kein Kampf und ohne Kampf kein Amazonien war die Formel bis zu diesem Zeitpunkt. Umdenken oder aufgeben. Die beiden Hauptfiguren standen am Scheideweg und vergruben sich in tage- und nächtelange Diskussionen. Eines war klar: Amazonien sollte von der Grundidee erhalten bleiben und nicht um des Überlebenswillen von den einmal gefassten ethischen und moralischen Grundsätzen abweichen. Erotik hatte da ihre Grenzen wo die Menschenwürde verletzt wurde. Das Postulat von gegenseitigem Respekt und der Achtung der Würde eines jeden Lebewesens war unumstößlich. Diejenigen Frauen die herkamen um Schutz zu suchen sollten auch weiterhin ihren Schutz finden. Amelie und Atrista hatten einen Scherbenhaufen vor sich den es aufzuräumen galt. Es mangelte in diesen Tagen nicht an gut gemeinten Ratschlagen von Leuten die anderen gerne sagen wie man eine Arbeit erledigt aber selbst nicht bereit waren die Ärmel hochzukrempeln. Beschimpfungen und mitleidiges Belächeln waren an der Tagesordnung. Das Amazonien dieser Tage war gekennzeichnet durch Zickenkriege und Grabenkämpfe, Beziehungskisten und emotionalen Entgleisungen. Der Gruppendynamik hatten die beiden Verantwortlichen nichts Wirksames entgegen zu setzen. Zu unterschiedlich waren die Beweggründe der Frauen hier zu sein, zu unterschiedlich auch Herkunft und Bildungsstand. Es gab Männer die mit weiblichen Avataren spielen wollten, es gab Frauen die aus dem echten Leben flüchteten weil sie eine Ehekrise oder Gewalt in der Ehe erfahren hatten, nicht selten Frauen die an der physischen und psychischen Gewalt in der BDSM -Szene gescheitert waren, Frauen mit irreparablen psychischen Schäden, Frauen die tief in einer Depression steckten und hier dringend Hilfe suchten, Frauen mit einer "Hoppla, jetzt komme ich und zeig es euch allen" Mentalität aber auch Frauen die mit sehr vielen Ideen bereit waren etwas zu tun wenn sie nur gewusst hätten wie und viele Frauen die sich liebevoll um andere kümmerten. Diesen Formenkreis menschlicher Unzulänglichkeiten in den Griff zu bekommen war so als hätte man sich vorgenommen eine neue Primzahl zu entdecken oder die Quadratur des Kreises zu berechnen.

Hilfe bekamen Amelie und Atrista in Gestalt einer engagierten Mitspielerin. Mascha Petrova.
An dieser Stelle liebe Mascha ein ganz herzliches Dankeschön. Ohne dich und dein Engagement hätten wir es niemals soweit gebracht.
Mascha übernahm die schwierige Aufgabe für die Amazonen eine Rolle nach der anderen zu beschreiben und zu definieren. Sie übernahm es auch die Frauen in die einzelnen Rollen einzuweisen und Spielhilfen zu geben.

Amelie und Atrista konnten sich jetzt den menschlichen und gesellschaftlichen Problemen zuwenden. Ein Umdenken hatte stattgefunden. Wir Beide hatten erkannt, dass es keine neue Spielewelt gab wenn nicht zuerst die menschlichen Probleme in Angriff genommen wurden. Das Spiel als Amazonen war nachrangig. Im Fokus war jetzt das Formen einer Gesellschaft. Mit Nachdruck wurde an der Bildung einer Kommune gearbeitet. Während man die Amazonen mit kleinen inszenierten Spielchen bei Laune hielt wurde versucht die Gruppe der Frauen in das größte deutsche Forum für Second Life auf Slinfo.de einzubinden. In endlosen Gesprächen und in Arbeitsgruppen wurden die Frauen langsam an ein Zusammenleben in einer Gruppe vorbereitet. Der Teamgedanke wuchs langsam aber stetig. Es bildete sich eine Kerntruppe von Spielerinnen die in den verschiedensten Rollen die Zugänge und Abgänge betreuten und die in eigener Initiative Spiele und Szenerien entwickelten. Eine kleine deutsche Kommune wuchs heran. So nach und nach konnte auch den Hilfesuchenden die notwendige Hilfe geboten werden. Sie fanden sie entweder in dem deutschen Forum oder bei Freunden auf Amazonien die sie ständig und eng begleiteten. Die Amazonen hatten sich fortentwickelt. Von einer kämpferischen Gruppe von Frauen hin zu einer Kommune mit einer Geborgenheits- und Wohlfühlnote die alles ermöglichte. Gegenseite Hilfe, Zusammenleben in einer schönen Umgebung und natürlich Spaß am Spiel.
Das Rollenspiel durfte nicht zu kurz kommen und musste jetzt neu belebt werden. Dabei waren Anleihen aus anderen Spielewelten durchaus willkommen. Mittlerweile hatten sich auch andere Gruppen zusammengefunden. Die Amazonen waren sicherlich auch für Viele Vorbild. Galt es bis dato als schick in Second Life Rollenspiele nur als Roleplay in englischer Sprache durchzuführen war man jetzt bereit die deutsche Sprache nicht nur verschämt in einzelnen Ecken einzusetzen. Das deutsche Rollenspiel war gesellschaftsfähig geworden. Die Amazonen sind immer noch in der Experimentier- und Findungsphase. Ist man auf der Insel dann ist die Person automatisch in der Rolle und spielt. Daneben gibt es aber auch die typischen Kampfszenen in denen ein Kampfmeter anzeigt wie lange man einen Kampf noch durchsteht. Eine andere Art des Spielens miteinander ist ein Mix des uralten Pen and Paper mit den visuellen Wahrnehmungen. Hierbei werden Szenen gespielt, auch Kampfszenen wo nicht einmal eine gezückte Waffe zum Einsatz kommt. Die schönste aber auch die schwierigste Form miteinander zu spielen. Eine weitere Art des Rollenspiels wurde auch schon ausprobiert. Ein Fremder, ein Gastspieler übernimmt irgendeine Rolle und keine der beiden Seiten weiß wie die andere reagiert. Ein sehr dynamisches Spiel mit hohem Spaßfaktor. Ein letztes Experiment von Rollenspiel wurde erst jüngst ausprobiert. Es wird in Romanform eine Szene beschrieben und eine Hintergrundgeschichte geschaffen, die dann gespielt werden muss. Das Spiel wiederum liefert neue Aspekte die in die Geschichte einfließen müssen. So beeinflussen sich Spiel und Geschichte und die erzählte Geschichte wird wie in einem Theater zur Kulissenschieberei verwendet.
Man kann also mit Fug und Recht behaupten, Die Amazonen sind aus der Spielewelt in Second Life nicht mehr wegzudenken. Sie haben sich zu einer Gesellschaft und Kommune fortentwickelt die auch ein fester Bestandteil des deutschen Forums ist. Die Amazonen sind eine Gruppe von Frauen die Spaß daran haben miteinander zu spielen um die Gemeinschaft zu pflegen. Das Kämpfen alleine steht nicht mehr so im Vordergrund vielmehr wird jede Art der Interaktion akzeptiert.
Amazonien ist mehr als ein Rollenspiel. Amazonien ist eine Summe.
Amazonien ist eine Gesellschaftsform.

Eine Gesellschaftsform von Frauen dominiert bringt unweigerlich die Rufer auf den Plan die uns als Feministinnen und Lesben bezeichnen.
Selbstverständlich hat Amazonien einen feministischen Hintergrund. Wir Amazonen sind selbstbewusst genug uns dazu zu bekennen wohl wissend um den negativen Beigeschmack den dieses Attribut mit sich bringt. Auf den Zungen vieler Zeitgenossen zerfließt das Wort pseudointellektuell zu einer Sauce á la "Kampflesbe". Wenn man den Eröffnungspost von Amelie Cimino am 16. April 2007 nochmals genau liest und sich die letzten beiden Worte "..... tolle Idee!" in Erinnerung ruft dann kommt man nicht umhin festzustellen, dass da eine ganz gehörige Portion Feminismus dahinter steckt. Da steckt doch die eindeutige Botschaft drin, wir Frauen wollen eine eigene Welt in der tunlichst Männer nichts zu sagen haben. Wer in diesem Thema weiter stöbert, den Thread im Forum weiter verfolgt der gibt keinen Pfifferling mehr auf das Patriarchat der bierbäuchigen und schnurrbärtigen Stammtische. Was wurde da auf die Männerwelt eingedroschen und seltsamerweise gab es eine große Zahl männlicher Zeitgenossen die sich regelrecht unter das Joch weiblicher Raffinesse gesehnt haben. Ein regelrechtes "Hurra Matriarchat" machte sich breit. Wie alles in der facettenreichen Entwicklungsgeschichte haben sich auch da die scharfen Kanten abgeschliffen. Selbstverständlich war nicht Feminismus die Triebfeder für Amelies Eröffnungspost, es war mehr der Reiz an der Sache, eher die Frage ob eine solche Welt vorstellbar oder spielbar war. Genau die richtige Aufgabe für eine Juristin um die moralischen Eckpfeiler wieder auf die richtigen Koordinaten zu setzen.
Ich gratuliere mir Heute noch für diesen genialen Schachzug die Gesetze Amazoniens in nur sechs Paragraphen (Codex) zu formulieren. Diesen Codexen stellte ich einen Erlass voran.
"Sämtliche Regeln sind gesetzesgleich und endgültig. Sie wurden uns von den Göttern gegeben und dienen der Erhaltung des Staatenbundes, der Integration der Amazonenvölker und dem Gemeinwohl. Gesetze werden in einzelnen Codexen beschrieben und dürfen niemals gegen den Erlass verstossen. Menschen, Pflanzen, Tiere und Elemente verdienen den Respekt und die Achtung aller Amazonen. Sie sind ein Geschenk der Götter und sollen unser irdischisches Dasein jetzt und in Zukunft sichern. Jede Amazone hat das Recht und die Pflicht, diese Gabe der Götter mit allen Mitteln zu verteidigen".
Mit diesem Erlass hatte ich als gelernte Juristin gezeigt, dass Juristerei ja so einfach sein kann und allen Extremen von Beginn an die Zähne gezogen. Mit diesem Erlass war kein feministischer Weiberstaat mehr machbar. Amelie und Atrista hatten es geschafft dem Wort Feminismus einen anderen Sinn zu geben. Der fade Beigeschmack war verschwunden und Amazonien blieb dennoch ein von Frauen regiertes Land. Die Geschichte der Amazonen in der Antike hatte nur wenig dazu beizusteuern. Wie oben schon erwähnt war der Rückgriff auf die bewaffneten Frauen der Antike eher der Not gehorchend auf der verzweifelten Suche nach aktuellen Beispielen aktiver und positiver Frauendominanz. Das Mysterium der Amazonen in der Geschichte lässt auch bei uns Deutungen in alle Richtungen zu. Wir können eine phantastische oder eine phantasievolle Welt aufbauen ganz nach unserem Geschmack.

Wir sind aber keine ausgrenzende Gesellschaft. Wir lieben vielmehr die Vielfalt und das Spiel mit anderen. Von Anfang an haben sich die Amazonen geoutet als tolerante, aufgeklärte Bürger in dieser Welt. Wir waren bereit auch andere Völker zu integrieren. Unsere Gesellschaft hat Zuwachs bekommen. Wir haben seit kurzem dabei die Elfen und ab sofort eine neue Gesellschaft die „Töchter Artemis die uns als Rebellen in die Suppe spucken wollen. Aber auch sonst sind die Amazonen aufgeschlossen. Wir waren die ersten die sich offen gemacht haben für Avatare aller Art. Wir waren die Einzigen die sich ohne Wenn und Aber auch dafür ausgesprochen haben Kinder zu akzeptieren und als selbstverständliches Element in unser Spiel zu integrieren.

Wie aber interagieren wir mit anderen Welten?
Was aber nützt der schönste Garten, wenn man ihn nicht dem Nachbarn zeigen kann? Die Amazonen sind eitel und stolz auf die Welt die sie geschaffen haben. Amazonien wird gerne hergezeigt. Wir lieben Besucher. Dabei spielt die Herkunft und die Sprache des Besuchers nur eine sekundäre Rolle. Bei fremdsprachigen Besuchern wird im schönsten deutsch/englischen kauderwelsch geradebrecht was das Zeug hält und führt so zu regelmäßigen sprachlichen Lockerungsübungen. Jede der beiden Seiten erfährt eine gewisse Befriedigung dadurch, dass die Einen stolz darauf sind auch diesen Besucher begrüßt zu haben und der Andere sieht in den Bemühungen, dass man ihm Respekt entgegen bringt. Die so gefundenen Gemeinsamkeiten machen Amazonien für jeden Besucher zu einem Erlebnis.
Die Amazonen sind ein kontakt- und spielfreudiges Volk und außerdem schmecken die Kirschen in Nachbars Garten auch gut oder manchmal besser. Allerdings sind dem spielerischen Kontakt mit anderen Welten Grenzen gesetzt. Die Amazonen spielen in der deutschen Sprache und nur ganz wenige der Spielerinnen beherrschen eine Fremdsprache so gut, dass sie in der fremden Sprache glaubhaft spielen könnten. Wer es einmal versucht hat weiß wie schwierig es ist Gefühle und Empfindungen auszudrücken wenn man eine Sprache nicht zu 100 % beherrscht. Daher gibt es durchaus vorsichtige Anfragen von englischsprachigen Völkern wie den "Roma" oder den "Celtic Amazones" aber einen spielerischen Kontakt hat es bisher nicht gegeben. Nicht nur die Sprache ist ein Kriterium bei der Suche nach möglichen Spielewelten. Zeit und Raum sowie die Ausstattung müssen einigermaßen aufeinander abgestimmt sein. Unvorstellbar, dass die Amazonen mit Pfeil und Bogen gegen ein Volk kämpfen das selbst nur Laser- und ballistische Waffen in ihrem Repertoire hat. In einem solchen Fall kann es nur ein freundschaftliches Miteinander geben. So geschehen mit unseren Freunden vom Orden des Phönix Ember. Der Orden hat eine mystische Vita und es bedurfte der abenteuerlichsten Hintergrundgeschichten um diese Spielfreundschaft Wirklichkeit werden zu lassen. Viel einfacher dagegen ist das Zusammenspiel mit den deutschen Elfen. Die Elfen haben eine ähnliche Spielanlage wie die Amazonen, sind nicht unbedingt auf eine historische Epoche festgelegt und bespielen die ganze Bandbreite phantastischer Mysterien. Zauberer und Magier, Heilerinnen, Wahrsager und Königin sind ganz nach dem Geschmack der Amazonen und ermöglichen eine Interaktion auf Anhieb. Die Amazonen sind schon aus eigenem Interesse bestrebt den Kontakt mit anderen Völkern herzustellen und die Spielmöglichkeiten auszuloten.

Amelie und Atrista sagen an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an euch Amazonen aber auch an unsere Freunde und Bürger Amazoniens.
Wir blicken mit Stolz zurück auf das was da entstanden ist.
Wir blicken Stolz auf Euch die die Gedanken, Ideen und Grundsätze mit Leben erfüllen.
Wir wünschen uns, dass wir mit diesem zeitlichen Abriss, mit diesem Rückblick und den Hintergrundinformationen noch ein bisschen mehr dazu beigetragen haben, dass Ihr Stolz sein könnt.
Wir lieben Euch!
Atrista
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Beitragvon Atrista » 12.06.2009 20:03

Atristas Rede beim Festakt zum zweijährigen Jubiläum

Ich grüße Euch Amazonen, Freunde und Völker der Amazonen.
Ein herzliches Willkommen auch unseren Gästen. Ich freue mich, dass Ihr Heute hier seid und mit uns feiern wollt.

Ich darf eigentlich gar keine Rede halten.

Meine Schwestern haben mir gesagt ich soll mich im Stenogrammstil kurz halten sie wollen tanzen



Das Rollenspiel Amazonien ist jetzt zwei Jahr alt.

Meine Güte, was waren das für zwei Jahre. Vor einem Jahr stand ich vor Euch und habe Euch von dem schwierigen Beginn erzählt. Von dem Kampf oder Krampf aus einer Idee ein Projekt, eine Gemeinschaft, eine Interessensgemeinschaft, ein Rollenspiel und eine Heimat für Viele zu machen. Wir haben all den Widrigkeiten getrotzt und haben es geschafft. Mehr noch, wir haben ein spielbares Ambiente geschaffen. Was das heißt kann man nur ermessen wenn man sich einmal die anderen Rollenspiele anschaut. Da gibt es überall Vorlagen. Sei es Gor, Omania, Carima, StarTrek, die vielen Endzeitgames, die Elfen oder andere Fantasiewelten, ja auch Ivendust mit Roman- Film- oder Geschichtsvorlagen. Amazonen oder Amazonien gibt es nirgends. Vage Andeutungen, mal hier erwähnt, da und dort romantisiert oder heroisiert aber nie etwas Konkretes. Wir haben aus einer Idee heraus eine Spielumgebung erarbeitet. Ihr habt richtig gehört, „erarbeitet“, denn es war ein weiteres Jahr mit harter Arbeit. Wir haben ja nicht nur unsere Spielfläche hier in Second Life. Wir haben eine lebendige Webseite, wir haben einen aktiven Blog, wir haben unsere Videos und wir sind in 2 Foren aktiv vertreten.
Unsere Spielwelt und das umfangreiche Online Netzwerk drum herum sind nur möglich weil es zwei Personen gibt die seit zwei Jahren in enger Verbundenheit und in tiefer Freundschaft zueinander stehen. Eine Seltenheit in der schnellen Onlinewelt. Absolutes Vertrauen und permanente Information gepaart mit beinahe gedankenähnlichem Handeln zeichnet die Arbeit der beiden aus. Wo Arista manchmal zuviel Dampf ablässt da legt Amelie herzensgut und vermittelnd die Hand auf. Wie gut wir uns verstehen und wie eng wir zusammen arbeiten kann man auch an dem gemeinsamen Logo ersehen.
„AMETRISTA“ ist mittlerweile ein Markenname.
Amelie für diese zwei Jahre danke ich dir ganz herzlich.

Ja, meine lieben Freunde ich weiß sehr wohl, dass ich für das was hier entstanden ist auch anderen danken muss. Jeder Einzelnen von Euch aktiven Amazonen gebührt unser Dank. Ihr macht durch Euer Handeln, Denken und Spielen Amazonien zu dem womit wir uns heute so voller Stolz brüsten.
Ich bin Stolz auf Euch und Amelie und ich danken Euch von ganzem Herzen.

Aber lasst mich doch drei Namen besonders erwähnen.
Mascha Petrova. Die Insider wissen, dass sie auch den Beinamen Sanctumsdrachen hat. Den hat sie deswegen, weil sie die Hoheiten im Sanctum immer nervig verfolgt hat und dafür gesorgt hat dass wir keinen größeren Blödsinn machen. So nebenbei bemerkt, sie hat es nicht immer geschafft. Mascha ist auch das Gewissen von Amazonien und ich nenne sie auch noch unsere Sittenwächterin. Alle neuen Mitspielerinnen werden von ihr unter die Lupe genommen. Sie sorgt dafür, dass die Interessentinnen auch zu uns passen und nicht mit falschen Vorstellungen an eine Wand laufen. Mascha dafür danken dir die Hoheiten ganz herzlich!

Diese Aufgabe ist nicht zu unterschätzen weil wir dadurch einen ziemlich homogenen Stamm von Spielerinnen haben. OK, wir sind Frauen … mehrheitlich … denke ich …egal, jedenfalls benehmen sich alle so und wo viel Weib ist wird auch gezickt. Es ist erstaunlich und bemerkenswert, dass aus einem zerstrittenen lustlosen Häuflein eine engagierte lustige Kriegerkaste entstanden ist. Eine wirklich nette Truppe auf die ich auch sehr stolz bin.
Das haben wir dir zu verdanken liebe Cindy!
Cindy Holmer ist jetzt seit gut eineinhalb Jahren die Anführerin. In dieser Zeit hat sie mit sehr viel Geduld, Fingerspitzengefühl und, das gehört zum erfolgreichen Job dazu, auch mit Glück eine Truppe geformt die zusammenhält und gemeinsam Dinge unternimmt. Freundeskreis nennt man so was. Das entsteht nicht von alleine, das ist harte Arbeit und man benötigt sehr starke Nerven. Aber am Ende wird man belohnt. Dein Lohn liebe Cindy ist diese feine Truppe. Was ich besonders herausheben möchte ist die Tatsache dass wir zwar Krieger haben aber kaum Krieg und auch dafür hast du gesorgt, dass diese Kaste ein besonderes, nicht isolierendes Rollenverständnis entwickelt hat. Cindy dafür danken dir die Hoheiten ganz herzlich! Tolle Leistung!

Liebe Freunde und Gäste. Jeder der unser Land besucht und einen Rundgang macht bewundert die schöne Insel. Ja, sie ist schön und die markanten Bauten fügen sich wunderbar und sehr homogen in die Landschaft ein. Wer genauer hinschaut und einen Blick dafür hat wird bemerken, dass die Amazonen einen eigenen Baustil vorzeigen. Marktplatz, die beiden Tavernen, das Sanctum, demnächst ein neues Sanctum, unser Feuerplatz auch diese schöne Bühne auf der ich gerade stehe haben alle den gleichen Baustil und sorgen so dafür, dass das Auge des Betrachters interessiert verweilt. Einen eigenen Amazonenbaustil mit hohem Wiedererkennungswert hat LilithNC Ling geschaffen und dafür gesorgt, dass wir auch nach außen optisch unsere Eigenständigkeit unter Beweis stellen können. Dafür meine liebe Lilith danken wir dir ganz herzlich!

Unser Rollenspiel hat sich enorm entwickelt. Es ist schön mit anzusehen wie jede Einzelne ihre Rolle entwickelt und damit dem Rollenspiel einen Stempel aufdrückt. Wie jeder weiß ist das Amazonenspiel keine lineare Story sondern es werden immer wieder Geschichten erfunden die dann mit der Zeit eine eigene Dynamik entwickeln.
So entstanden große Rollenspiele wie
Die Schatten, mit einer voluminanten Endschlacht bei unseren Freunden den Elfen
Jenova, ein Götterepos voller Dramatik, Kampf und Magie
Die Entdeckung, unsere neue Geschichte um die zentrale Figur einer verwilderten Jägerin die die Amazonen auf die Spur einer hoch technisierten Hinterlassenschaft einer fremden Kultur führt.
Und weitere viele kleine Rollenspielszenen, die sich einfach so ergeben

Die Amazonen tauchen aber auch in anderen Spielewelten auf und sorgen dort für einen besonderen Spielspass. Wir waren in Carima und haben als fremdes Volk der dortigen Königin unsere Aufwartung gemacht. Wir waren in Arizona und haben dort geholfen eine Bürgermeisterwahl durchzuführen und wir waren auf Ivendust und haben als Gauklertruppe dort den Rahmen gegeben für ein schönes Dorffest. Von überall gab es positive Rückmeldungen und lobende Worte. Ich habe vor einiger Zeit in einem Forum angeregt doch eine Spielerbörse zu eröffnen. Damit die eigenen Spieler einer Welt sich ganz dem eigenen Spiel widmen können macht man eine Fremdanleihe und holt sich Spieler hinzu die entweder dem RP einen dekorativen Rahmen geben oder auch mal eine ungeliebte Rolle übernehmen können. Das bringt Spielspass auf beiden Seiten. So nach und nach fassen die Spielleiter Mut und nutzen diese Möglichkeit. Ich wage einmal die Prognose dass sich in nicht allzu ferner Zukunft hier die Grenzen verwischen.
Gemeinsame Spiele werden sich in Zukunft immer mehr durchsetzen ohne die Eigenständigkeit zu verlieren.

Die Amazonen sind auch sonst in Second Life präsent. Wir haben uns in den verschiedensten Projekten engagiert.
Vor einem Jahr haben wir uns beim Projekt Südafrika engagiert und mit Rat und Tat zur Seite gestanden bei diesem staatlichen Vorhaben Frauen in Südafrika den Zugang zum Internet auf spielerische Art schmackhaft zu machen. Daraus resultiert heute noch eine tiefe Freundschaft mit der Projektleiterin.
Wir haben uns in der Folge dafür stark gemacht, dass das kommerzfreie Projekt Freetown erhalten bleibt. Wir haben dafür gesorgt dass dort Unterricht gemacht werden kann und haben Events dort gestartet. Freetown ist eine Sim die allen offen steht und für vielerlei Zwecke genutzt werden kann.
Wir haben das Projekt „Rollenspielwelten“ maßgeblich und sehr aktiv zu einem erfolgreichen Ende geführt. Es gibt jetzt einen Server der von jedem kostenlos aufgestellt werden kann und wo man unzählige Informationen zu den einzelnen RP-Welten abrufen kann. Ein Service für alle die am Spielen Spaß haben aber noch unentschlossen sind.
Die Amazonen beteiligen sich aber auch an der Hilfe für neue Residents. Sie sind an den Startpunkten der deutschen Community Gateways zu finden. Das geht lautlos und unspektakulär vor sich. Bis auf einmal. Da sind wir dann alle zusammen, der große Haufen, an einem Startpunkt aufgetaucht und haben für Aufsehen gesorgt. Anstelle eines Spielabends haben wir in der Gruppe unsere Hilfe angeboten. Das war ein lustiger Abend.
Ich bin sicher, wenn unsere neu gegründete Tanzgruppe „Die Pallas Showgirls“ mal ein richtiges Showprogramm anzubieten haben dann wird es hier und an anderen Orten noch mehr lustige Abende geben.

Ihr seht meine lieben Freunde, die Amazonen haben sich entwickelt. War vor einem Jahr in meiner Rede zum einjährigen Jubiläum noch die Rede von den Geburtswehen und dem langen Leidensweg so kann ich heute feststellen, die Amazonen haben sich etabliert und sind eine feste Größe geworden. Nicht das zwanghafte reglementierte Rollenspiel steht bei uns im Vordergrund. Wir spielen wenn wir Spaß haben und wir plaudern mit einander im Freundeskreis. Amazonien ist Lifestyle, Ametrista gibt diesem Lebensstil in Second Life einen Namen.

Wir laden jetzt alle herzlich ein den Abend bei Tanz und Smalltalk mit uns zu verbringen. Der Ballsaal ist umrahmt von drei unterschiedlichen Landschaften. Dort vorne der Wald, ein Symbol für den Lebensraum der Amazonen, rechts von mir die Insel, als Symbol für unseren Start. So haben sich die Amazonen nach einem Schiffbruch und einer Flucht vor der Versklavung auf diese Insel gerettet und rechts von mir ein Sternenclaster als Symbol für unser jüngstes Rollenspiel. Liebe Gäste sie haben was zu entdecken.

Wir beide, Amelie und ich sind heute Abend glücklich dieses Datum mit Freunden feiern zu können. Das Gefühl, dass immer jemand da ist mit dem man seine Sorgen teilen kann ist großartig. Wir streiten und zicken wie sich das gehört aber wir trösten auch und nehmen teil am Schicksal anderer. Das macht diesen Haufen so besonders. Wir danken euch Amazonen für eure Treue und Freundschaft. Wir lieben euch.
Viel Spaß und Danke für die Aufmerksamkeit.
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Beitragvon Atrista » 23.04.2010 22:54

Atristas Rede beim Festakt zum dreijährigen Jubiläum

Ich grüße Euch Amazonen, Freunde und Völker der Amazonen.
Ein herzliches Willkommen auch unseren Gästen. Ich freue mich, dass Ihr Heute hier seid und mit uns feiern wollt.

Es ist Tradition, dass Atrista bei den Jahresfeiern immer auch einen Rück- oder Ausblick in einer Rede an die Frau oder den Mann bringt.

Das Rollenspiel Amazonien ist jetzt drei Jahr alt.


Auch heute kann ich, wie in meinen Reden zum ein- bzw. zweijährigen Jubiläum, wieder von einer Entwicklung sprechen. Nicht so spektakulär wie in den beiden Vorjahren aber doch sehr wichtige Entwicklungen.

Neben Wepportal und Blog ist jetzt noch seit Mitte letzten Jahres ein eigenes Forum hinzugekommen. Etwas gewichtiger dürfte die Tatsache sein, dass seit Februar dieses Jahres das mittelalterliche Rollenspiel „Ivendust“ zu unserem Spielverbund gehört. Also das ist sozusagen taufrisch und wird spielerisch immer noch aufgebaut. Über diese Entwicklung werde ich dann wohl beim nächsten Jubiläum berichten können.
Herzlich willkommen an die mittelalterlichen Frauen und Männer. Willkommen in der Familie.

Wer sich heute in unserem Land umschaut wird bemerken, dass wir sehr viele unfertige Flecken haben. Das liegt ganz einfach daran, dass wir das ganze Land umgestalten und an das Rollenspiel anpassen. Was man aber bereits in diesem Stadium deutlich erkennen kann ist, dass die Gestaltung des Landes hin zu mehr „Abenteuer“ geht. Schöne Wildheit soll das Land ausdrücken und es soll eigentlich sehr viel mehr zu entdecken geben als bisher. Die Ansatzpunkte für das Rollenspiel haben sich drastisch erhöht. Als Stichpunkte nenne ich nur mal, die Wildpferde, die Ruinen, und die vielen Höhlen. Ich habe bei der Umgestaltung versucht mehr dem Spiel gerecht zu werden ohne dabei die Tradition aus den Augen zu verlieren. So wird man einige markante Gegenstände oder Örtlichkeiten vielleicht nicht mehr am gleichen Ort und auch nicht unverändert wieder finden aber sie wurden bis jetzt fast alle irgendwo, wenn auch versteckt wieder eingebaut.
Ob die Umgestaltung ein Erfolg wird werden wir in den kommenden Monaten erfahren.

Das erste Jahr war gekennzeichnet durch eine schmerzhafte Kopfgeburt. Kampf, Krampf, ein Hauen und Stechen.
Das zweite Jahr war das Jahr des konsolidierenden Managements. Wir haben uns in der Landschaft der Rollenspiele behauptet und unseren Platz erobert. Entscheidungen wurden getroffen, die dem Einzelnen weh taten aber für das Ganze von existentieller Bedeutung waren.

Wie soll ich das vergangene dritte Jahr beschreiben?

Wäre ich ein Banker oder Investor, dann würde ich sagen, dass wir diesen magischen Breakpoint, den Return of Invest erreicht haben.
Dass die Amazonen spielen können, sehr gute Rollenspiele abliefern können ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Im vergangenen Jahr haben sie aber auch eine Reifeprüfung abgelegt, sie sind erwachsen geworden und haben gezeigt, dass sie bereit sind Verantwortung mit zu übernehmen.
Diese Gemeinschaft meine lieben Freunde hat gemerkt wenn Amelie oder Atrista eine Verschnaufpause brauchten oder sich gerade vorrangig um andere Amazonenangelegenheiten kümmern mussten. Dann waren plötzlich andere da die beherzt das Heft in die Hand genommen haben. Da waren andere da, die den Mut hatten offen Dinge anzusprechen die nicht so ganz rund liefen und alles wieder in die Spur zogen. Mich hat diese Entwicklung sehr gefreut und angenehm berührt.

Das vergangene Jahr war eindeutig eine Teamleistung.
„Wir sind Amazonien“, könnte man auf ein T-Shirt schreiben.

Vielleicht liegt auch darin das Geheimnis unseres Erfolges. Jede und Jeder kümmert sich, hat Ideen, bringt sich ein, übernimmt Aufgaben und macht so unser Rollenspiel zu etwas Besonderem.
Das meine lieben Amazonen rufe ich euch zu: „Ihr seid etwas Besonderes“

Wir unterscheiden uns auch dadurch von anderen Rollenspielen, indem wir uns selbst nicht so ernst nehmen. Wir spielen auch einmal eine Story die gar nicht so besonders amazonenhaft ist, wir unternehmen auch einmal etwas Gemeinsames. Wir machen Pferdeausflüge durch andere Welten, wir lernen gemeinsam segeln, gehen Skilaufen oder Eisscaten und wir haben die Pallas Showgirls.
Unter deiner Leitung liebe Cindy ist da eine leckere und gefragte Tanztruppe aus unserer Mitte entstanden. Ich gratuliere den Showgirls. Vor einem Jahr hatten sie bei der letzten Jahresfeier ihr Debüt. Ich denke wir sehen nachher bestimmt wieder eine Tanzeinlage.

Den Egoismus Einzelner auf Teamleistung zu trimmen das war die besondere Leistung im vergangenen Jahr und darin waren wir erfolgreich.

Jedes Jahr nehme ich mir vor niemanden mehr namentlich besonders hervorzuheben.
Immer vergisst man eine liebe Person.
Aber was kümmern mich meine guten Vorsätze, die zudem auch noch ein Jahr alt sind.
Also werde ich dieses Fettnäpfchen auch dieses Jahr nicht auslassen.

Immer zur Stelle wenn Besucher sich etwas selbst überlassen waren, war Loreena Boucher. Unermüdlich wurde Jeder und alles was nicht schneller laufen kann als sie in ein Rollenspiel verstrickt. Da entkommt keiner. Auch sonst ist Loreena eine unermüdliche Antreiberin zum Rollenspiel und nimmt auch in Kauf als Nervensäge abgestempelt zu werden.
Lori ich danke dir für deine Geduld mit uns und für dein Wirken für die Sache.
Die kleine Pause, die du dir in den letzten Wochen verschrieben hast sei dir gegönnt.

Brigitte Loenning, hat sich als dritte finanzielle Säule, als stille Kapitalgeberin verantwortungsvoll ins Spiel gebracht. Daneben stehen ihre Simanteile im Norden unseres Landes als weitere Spielflächen zur Verfügung und beherbergten unter anderem lange Zeit auch den Wohnsitz der Hoheiten. Jetzt haben sich aktuell die Späher dort niedergelassen. Das Sanctum wird an anderer Stelle neu entstehen.
Liebe Brigitt ich danke dir dafür und auch für dein unermüdliches Wirken außerhalb der Grenzen Amazoniens.

Die verlassene Stadt im Süden und auch unser Eulentempel stehen auf Flächen die Sirena Mureaux der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. So verlassen wie der Name glauben machen will ist die Stadt gar nicht. Sehr schöne Rollenspiele mit eigenem Flair und Charakter haben sich in den Gemäuern schon abgespielt. Sirena engagiert sich auch als rechte Hand von Cindy Holmer für die Pallas Showgirls die sich im vergangenen Jahr zu wahren Showgrößen gemausert haben. Sirena für dein Engagement danke ich dir ganz herzlich..

Selbstverständlich verbeuge ich mich dankend bei all jenen die nicht nur mit Worten sondern auch recht tatkräftig dafür sorgen, dass wir das bleiben was wir sind.

Das älteste deutschsprachige Rollenspiel in Second Life

Bei so viel Übernahme von Verantwortung und so viel Engagement darf man sich die Frage stellen ob es auch ohne die allgegenwärtige Atrista geht.
Ich bin heute der Überzeugung, dass es geht und das war ein Ziel in der Entwicklung.

Gebt euch aber keinen falschen Hoffnungen hin, wir werden es noch eine Weile mit einander treiben.

Wir laden jetzt alle herzlich ein, den Abend bei Tanz und Smalltalk mit uns zu verbringen.
Wir beide, Amelie und ich sind heute Abend glücklich mit Freunden feiern zu können.
Wir danken euch Amazonen und auch unseren Freunden für eure Treue und Freundschaft.
Wir lieben euch.

Viel Spaß und Danke für die Aufmerksamkeit.


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Re: Amazonien Jubiläen

Beitragvon Atrista » 23.04.2011 21:53

Atristas Rede beim Festakt zum vierjährigen Jubiläum


Ich grüße Euch Amazonen, Freunde und Völker der Amazonen.
Ein herzliches Willkommen auch unseren Gästen. Ich freue mich, dass Ihr Heute hier seid und mit uns feiern wollt.

Es ist Tradition, dass Atrista bei den Jahresfeiern immer auch einen Rück- oder Ausblick in einer Rede an die Frau oder Mann bringt.

Das Rollenspiel Amazonien ist jetzt vier Jahr alt.
Was gibt es zum vergangenen Jahr zu sagen?

Zuerst einmal muss man sagen, dass vier Jahre überhaupt nicht möglich gewesen wären wenn da nicht eine dicke Freundschaft, geprägt von gegenseitigem Respekt und Vertrauen zwischen Amelie Cimino und Atrista Vig wäre. Ohne diese tiefe Verbundenheit gäbe es Amazonien und damit dieses Rollenspiel nicht.
Amelie dafür danke ich dir!

Ja, meine lieben Freunde ich weiß sehr wohl, dass ich für das was hier entstanden ist auch anderen danken muss. Jeder Einzelnen von Euch aktiven Amazonen gebührt unser Dank. Ihr macht durch Euer Handeln, Denken und Spielen Amazonien zu dem womit wir uns heute so voller Stolz brüsten..
Amelie und ich danken Euch von ganzem Herzen. Wir sind stolz auf Euch!

In diesem Hochgefühl von Stolz meine lieben Freunde nehmt es mir nicht übel, wenn ich einmal meine Faust balle, hämisch grinse und einigen da draußen zurufe:
„Ihr habt über uns gelacht, uns schlecht geredet, uns verhöhnt, verspottet und tot geredet. Es hat euch nichts genützt. ES GIBT UNS IMMER NOCH!“

Die Existenz der Amazonen ist unter den Rollenspielen in Second Life überhaupt nicht mehr weg zu denken.

Wir waren die Ersten, die ein Rollenspiel ausschließlich in deutscher Sprache ins Leben gerufen haben.

Wir waren die ersten die ein Rollenspiel etabliert haben das ohne Sex and Crime auskommt.

Wir sind daher auch folgerichtig das einzige Rollenspiel das uneingeschränkt Kinder in den Spielalltag integriert hat.

Die Amazonen sind da schon etwas Besonderes. Zu den Amazonen zu gehören ist etwas Besonderes. Ihr gehört dazu meine Freunde. Seid stolz darauf.

Auch im vierten Jahr haben die Amazonen eine Entwicklung mit und durchgemacht.
Lasst mich einmal einen kurzen Abriss machen über die Zeit.
Der Film heiß „Hospital Amazonien“
Klappe1, Set 1:
Zangengeburt unter schwierigsten Bedingungen. Die Chefärztinnen Amelie und Atrista kämpfen verzweifelt um das Leben des kleinen Patienten. Nebenher sind sie den Intrigen der Belegschaft ausgesetzt.
Klappe2, Set 2:
Die Chefärztinnen tricksen das Personal aus um es am Abwandern in andere Kliniken mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen zu hindern.. Dem Patienten geht es von Monat zu Monat besser. Die Zwangsernährung zeigt erste Erfolge.
Klappe 3, Set 3:
Der kleine Patient konnte von der Intensivstation entlassen werden. Der Medienrummel hat der Klinik Wohlstand gebracht. Der Belegschaft geht es gut. Betriebsausflüge werden organisiert und Feste gefeiert.
Klappe 4, Set 4:
Cliquenbildung unter der Belegschaft. Eine Chefärztin wird zwischen den Fronten fast aufgerieben. Sie schleicht sich Nachts aus der Klinik um einen Job im Rentnerparadies Mallorca anzutreten. Kurz bevor sie in das Taxi zum Flughafen einsteigen will wird sie zu einem Notfall gerufen. Der kleine Patient hat massive Atemprobleme. Das Personal schließt sich dem Kampf um den Patienten an. Gemeinsam retten sie den Patienten und feiern die neue alte Gemeinschaft.

Ausblick:
Staffel 1 der Serie „Hospital Amazonien“ war erfolgreich. Weitere Staffeln sind bereits geplant.

So in etwa meine Freund könnte man die bisherige Zeit umschreiben. Es war klar, zumindest mir, dass unsere Entwicklung nicht einen stetigen Aufwärtstrend haben kann.
Wenn die Maus satt ist schmeckt das Mehl bitter hat meine Oma einmal zu mir gesagt.
Die Selbstzufriedenheit im dritten Jahr hat sich gerächt und uns allen aufgezeigt, dass man um das Erreichte auch kämpfen muss. Hier in so einer Gruppe ist es anders als in der Mathematik. Dort führt Minus mal Minus zu einem positiven Ergebnis. Hier in der Gruppe aber wird schlecht und schlecht nur noch schlechter. Ich werde nicht zulassen, dass unser Rollenspiel von den Ansprüchen Einzelner dominiert wird. Ich werde aber auch nicht zulassen, dass man sich gruppiert und geschlossen gegen Einzelne agiert und diese ausgrenzt. Wenn ihr eine Gemeinschaft wollt dann müsst ihr diese auch leben. Was mich gleichwohl gefreut hat, ist die Tatsache, dass sich alle besonnen haben und mitgekämpft haben.
Das meine lieben Freunde ist es was Amazonien ausmacht.

Ich danke euch.


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Re: Amazonien Jubiläen

Beitragvon Atrista » 21.04.2012 22:58

Atrista`s Rede beim Festakt zum fünfjährigen Jubiläum


Ich grüße Euch Amazonen, Freunde und Völker der Amazonen.
Ein herzliches Willkommen auch unseren Gästen. Ich freue mich, dass Ihr Heute hier seid und mit uns feiern wollt.

Ich darf auch alle Amazonen und Gäste Grüße ausrichten von Linde Kronfeld, der Königin von Carima. Leider ist sie RL verhindert heute und sie hat mir die Glückwünsche und Grüße per Email zukommen lassen.

Was erwartet euch heute Abend?

Nach der unvermeidlichen Ansprache der Hoheiten folgt ein Theatherstück, ein Mix aus Rollenspiel, Tanz und Musik, eine Art Musikel in SL. Genießen sie mit uns wie in einem richtigen Theater eine völlig andere Sicht auf das Rollenspiel. Ich empfehle allen den Musikstream einzuschalten und auf die Bühne zu zoomen. Ihr könnt euch bequem auf den Plätzen zurücklehnen. Die Chatreichweitenbegrenzung haben wir überlistet. Das wird nur wenig mehr als eine Stunde dauern. Danach gibt es Gelegenheit zum Smalltalk und Tanz. Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon auf nette Gespräche

Der Tradition folgend möchte ich auch in diesem Jahr einen Rück- oder Ausblick versuchen.

Wer aufhört sich zu verändern hat aufgehört zu existieren.

Diese, etwas abgewandelte Weisheit trifft auch auf unser Rollenspiel zu

Das Rollenspiel Amazonien ist jetzt fünf Jahr alt.

Liebe Freunde, das ist eine mächtige Zahl, FÜNF JAHRE

Diese fünf Jahre waren nur möglich weil wir uns ständig verändert haben, weil wir uns ständig an die Bedürfnisse einer neuen Generation von SL-Usern angepasst haben, weil wir Vordenker in der Rollenspielwelt waren, weil wir risikofreudig waren und natürlich, weil es EUCH gibt.

Eine ständig wachsende Fangemeinschaft, ein fester Stamm von Spielerinnen und Spielern die mit Leib und Seele Amazonen sind. Rollenspieler die beinahe täglich unserem Spiel ihren Stempel aufdrücken.
Amelie Cimino und Atrista Vig danken Euch ganz herzlich für dieses Engagement.
Mit Euch und durch Euch ist Amazonien zu einer festen Größe in der Rollenspielwelt von Second Life geworden.

Liebe Freunde, vor fünf Jahren hat niemand einen einzigen Cent auf unseren Bestand gewettet. Erst recht als Amelie und ich ein paar Entscheidungen getroffen und stur daran festgehalten hatten.

Politisch völlig unkorrekt haben wir damals entschieden die Amis und alle englisch sprachigen Rollenspieler außen vor zu lassen. Viele von euch können sich das gar nicht vorstellen. Was heute völlig normal ist war damals eine Revolution und ein sehr riskantes Unternehmen. Es gab einigen Ärger und Rollenspieler die bei uns an den Strand gespült wurden bestanden darauf dass wir mit ihnen in englischer Sprache agierten. Erst durch konsequente Weigerung haben die begriffen dass wir es ernst meinen. Bei uns ist heute jeder willkommen der sich, wenn auch mit Händen und Füssen bei uns verständlich machen kann. Aber unsere Spielsprache ist und bleibt deutsch.

Entgegen jedem Trend haben wir uns damals entschieden ein Spiel ohne Sex, ohne Collars und auf den Knien rutschende Sklaven und Sklavinnen aufzuziehen. Kaum vorstellbar meine Freunde aber so was langweiliges hat sich doch tatsächlich durchgesetzt.

Auf vielen Spielesims die nach uns entstanden sind gab es am Eingang eine lange Verbotsliste, ein undurchschaubares Regelwerk und Besucherkennzeichnungen.
Wir haben gezeigt, dass es auch ohne das alles geht.
Wir haben noch nie Vorschriften gemacht wie ein Avatar auszusehen hat, bei uns gab es noch nie ein Einreiseverbot für Pelztiere oder ähnliches. Unser Regelwerk ist der von mir verfasste Codex und der passt auf einen Bierdeckel. So simpel und einfach kann spielen sein. Die Besucherkennzeichnung haben wir abgeschafft. Eine Pflicht sich zu kennzeichnen gibt es nicht mehr. Für diejenigen die nicht laufen können ohne oder sich dadurch sicherer fühlen bieten wir einen Besuchertag noch an. Wir wissen sehr schnell wer spielen möchte und wer sich nur interessiert dazugesellt.

Liebe Freunde es sind oft nur solche Kleinigkeiten die ein Ambiente ausmachen. Für die meisten von euch alles Selbstverständlichkeiten. Ihr nehmt das alles als einfach gegeben hin. Vieles davon musste man, auch gegen den Widerstand in den eigenen Reihen erst einmal durchsetzen.

Ich weiß, wir haben euch sehr viele Veränderungen zugemutet. Ich weiß auch, dass nicht alle Veränderungen von allen gut geheißen wird.

Der Einen ist zu viel Fantasie in unser RP gekommen und der Anderen stört die Dominanz der Kindergruppe.

Mein Gott, oder besser „oh Pallas“

Die wieder erstarkte Kaste der Schamanen und Heiler bringt zwangsläufig etwas mehr Fantasieelemente in unser Spiel. Es gab mal eine Zeit da war das anders. Jede wollte waffenstarrend als Kriegerin herum laufen. Jetzt haben einige ihre Phantasie entdeckt und spielen eher mystisch. Man muss sich auf diese Bewegungen einlassen.

Endlich gibt es bei uns auch junge Amazonen. Über zwei Jahre habe ich dafür gebohrt und Werbung gemacht. Erst in diesem Jahr ist uns der Durchbruch gelungen. Wir haben jetzt einen festen Stamm von Jungavataren, teils Kinder, mehrheitlich jedoch Heranwachsende die voll in unser Spiel integriert sind. Diese Truppe macht das hervorragend und ich persönlich möchte den Spielspaß mit diesen „Kindern“ auch nicht mehr missen.
Auch auf diese Veränderung muss man sich einlassen.
Im Übrigen ist das Spiel der Amazonen so facettenreich geworden, dass für jeden Geschmack oder für jede Stimmungslage an jeder Ecke etwas geboten ist.

Ich bin stolz auf diese fünf Jahre. Auch da sind wir die Ersten unter den deutschen Rollenspiele. Wir beide, Amelie und ich, sind stolz auf Euch. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen.

Freunde, wie stark sich diese Gemeinschaft mit dem Rollenspiel Amazonien verbunden fühlt werdet ihr jetzt sehen in einer kleinen Darbietung. Was liegt da näher als das Jubiläum eines Rollenspiels mit einem Rollenspiel zu feiern. So jedenfalls dachten es sich unsere Spieler und hatten eine besondere Idee.
Ein Theaterspiel auf einer selbstgebauten Drehbühne. Sehen wir über ein paar Schwächen hinweg die uns SL auferlegt oder die durch die Aufgeregtheit der Akteure herrührt.
Die Idee ist es. Einzelne Aspekte unseres RPs sollen in aufgelockerter, manchmal witziger Art zum Besten gegeben werden. Idee und Drehbuch basieren auf einer Vorlage von Jadzia Barzane die auch schon zuvor in einigen Comics die Amazonen auf die Schippe genommen hat. Begeistert haben alle diese Idee aufgenommen und kräftig gefeilt und auf die Zeit getrimmt.
Freunde und Gäste geniest mit uns das erste Musical oder besser Slusical in Second Life.
Die Texte haben sich die Akteure zurecht gedichtet
Tänze sind ausgesucht und einstudiert von Cindy Holmer
Die Musik spielt hoffentlich Atrista richtig ein
Drehbühne und Bühnenbild wurden von LyAvain geschaffen
Technische Hilfen leistete unser Bastler Sven Homewood


Wir laden schon jetzt alle herzlich ein, nach dem Theaterstück den Abend bei Tanz und Smalltalk mit uns zu verbringen.
Wir beide, Amelie und ich sind heute Abend glücklich mit Freunden feiern zu können.
Wir danken euch Amazonen und auch unseren Freunden für eure Treue und Freundschaft.

Bühne frei und viel Spaß


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Ein paar Worte zum neunjärigen Jubiläum

Beitragvon Atrista » 15.04.2016 16:04

Atrista`s Worte an die Amazonen zum neunjährigen Jubiläum

Ich grüße Euch Amazonen und Freunde der Amazonen.

Morgen am 16.April 2016 begehen die Amazonen ihr neunjähriges Jubiläum.
Neun Jahre sind schon eine fette Hausnummer im Kontext der sozialen Medien. Die Schnelllebigkeit dieser Medien täuscht und verfremdet unsere Wahrnehmung.
„Was, erst neun Jahre? Ich dachte es seien 15 Jahre oder noch mehr“
So ähnlich geht es mir auch. Ich habe vor gefühlten 20 Jahren dieses Rollenspiel mitbegründet, bin in dieser Zeit tausenden von Menschen begegnet und habe ebenso viele Events initiiert.
Dieser Geschwindigkeitsrausch ist erschreckend und macht mir auch ein wenig Angst.

Ich bin beruflich von Haus aus auch ein wenig der Existenzphilosophie verbunden. Von daher interessieren mich immer menschliche Begegnungen. Mich interessiert insbesondere der Prozess der Begegnung. Hier in Second Life und auch in unserem Rollenspiel ist dieser Prozess noch einmal aus einem anderen Licht zu betrachten. Während sich mein Gegenüber im realen Leben nicht verstecken und nicht tarnen kann gelingt dies meiner Begegnung Im RP oder sonst wo in Second Life mit einem Mausklick. Mach Blond zu Brünett - klick, Cup A zu Körbchen D - klick, unförmig Dick zu schlank und Sexy - klick. So einfach ist das und meine Wahrnehmung wird verfremdet.
Ich neige dazu mir den Menschen hinter dem Avatar mangels konkreter Vorstellung im Geiste so zu formen und zu sehen wir mir der Avatar glauben machen will. Und genauso begegnen wir uns auch.
Hübsche weibliche Avatare mit stilvollem Outfit schmeicheln meinem Auge sehr viel mehr als Phat Asses und haben aufgrund dieses Sympathievorsprungs sehr viel schneller Zugang zu mir. Sind wir mal ehrlich, unterscheidet sich das so sehr von den Begegnungen im realen Leben? Nein, das unterscheidet sich nicht wirklich. Wir Menschen sind visuelle Wesen und lassen uns von Äußerlichkeiten leiten.
Die Menschen die mir hier in Second Life begegnen haben insgesamt gesehen mehr Zeitanteile in meinem direkten Umfeld als die Menschen im realen Leben wenn wir mal von Verwandten und Arbeitskollegen absehen. Der Begegnungsprozess aber sorgt dafür dass mit jeder Minute die Ich mit jemanden in Second Life verbringe das Bild des Menschen sich verdichtet. Das heißt mit jeder Unterhaltung, Beobachtung, mit jedem Erleben stelle ich mir den Menschen etwas konkreter vor und er wird sehr real. Ich habe eine ganz bestimmte Vorstellung davon wie die Stimme klingt, wie sie oder er sich im realen Leben kleidet, welche Vorlieben gelebt werden u.s.w. Der Avatar wird zum Menschen und wir kennen uns. Zugegeben das mag vielleicht falsch sein, meine Vorstellungen sind höchstwahrscheinlich ganz Falsche weil unser visuelles Wahrnehmungsvermögen getäuscht wurde. Mag sein dass ich mir eine Blondine vorstelle und in Wahrheit unterhält sich eine Schwarzhaarige mit mir. Das ist gar nicht ausschlaggebend denn ich habe inzwischen auch eine Vorstellung vom Charakter dieses Menschen. Denn eines kann der Avatar auf Dauer nicht durchhalten. Er kann sein menschliches Wesen, seine Seele nicht verleugnen. Jedenfalls funktioniert das auf Dauer nicht. Mit der Charakterbildung geht auch einher dass ich meine körperlichen Vorstellungen Stück für Stück konkretisiere.
Was hat das alles mit der Geschwindigkeit des Erlebens dieser sozialmedialen Plattform zu tun?
Ich finde immer weniger Zeit den beschriebenen Begegnungsprozess ablaufen zu lassen. Immer mehr Menschen huschen mal kurz Online und verschwinden auch wieder. Der Kick ist doch die neueste Technik am Ohr zu haben auch wenn man sie nicht braucht, der Disco Rave taugt nichts wenn ich nicht in wenigen Minuten in Trance bin. Die Menschen im realen Leben werden auf Egoismus getrimmt. Die Werbung brüllt: „Du bestimmst deinen Sytle, Gestalte du, Hör deine Musik!“
Egoistische Lemminge die irgendwelchen Trends nach laufen tauchen auch bei uns auf, sind völlig überrascht, dass man zum Spaß auch etwas eigenes beitragen muss und gehen wieder weil sie sich dieser Mühsal nicht unterziehen wollen.

Warum erzähle ich euch das?

Weil genau das kennzeichnend für das vergangene neunte Jahr war.
Zu viele sind kurz eingebrochen haben sich und uns was vorgemacht was sie nicht einhalten konnten und sind dann wieder von der Bildfläche verschwunden. Sie haben uns keine Chance gegeben sie „Mensch“ werden zu lassen. Das ist es was mir Sorgen macht. Die Erwartungshaltung dass irgend Jemand schon ein Vorturner sein wird und mir Spaß bietet und das alles möglichst zum Nulltarif. Ich behaupte einmal, dass diese Entwicklung der Tod der anspruchsvollen medialen Begegnung sein wird. Second Life wird ebenso zur platten, inhaltslosen Veranstaltung wie es das TV-Programm heute schon ist. Nichtssagender Voyeurismus und Seelenstriptease getrieben zum Konsumrausch.
Kaum bin ich ON, werde ich bombardiert mit Werbung und werde zu den neuesten Stiefelchen, zum Top und Minidress für alle Bodys gelockt.
Da sehe ich noch unser RP als eine Insel an die Chancen bietet seine Online Begegnungen eben nicht inhaltlos zu gestalten. Ich sehe da eine kleine aber treue Gemeinschaft. Manchmal waren wir mehr Gemeinschaft denn Rollenspieler. Aber diese Gemeinschaft verlangt auch von jedem Einzelnen etwas ab. Jeder muss was tun damit dies erhalten bleibt. Geben und Nehmen und gegenseitiger Respekt sollten für uns keine Worthülsen sein sonst funktioniert es nicht auf Dauer.
Wir waren noch nie ein Rollenspiel wie andere Rollenspiele. Irgendwie war dies immer eine verschworene Gemeinschaft. In den neun Jahren unterlagen wir sehr vielen Veränderungen.
Und auch jetzt sehe ich eine Entwicklung. Wir entwickeln uns zu einem Chancen RP. Wir müssen uns diese Plattform erhalten damit die Mitglieder dieser Gemeinschaft die Chance haben Rollenspiel zu machen.
Ich hoffe ihr hört den feinen Unterschied heraus. Nicht die Pflicht zum Rollenspiel sondern die Chance zum Rollenspiel kennzeichnet diese Gemeinschaft.

In diesem neunten Jahr ist aber noch etwas anderes, etwas entscheidendes passiert.
Wir Amazonen mussten schmerzlich erfahren dass wir doch nicht so unsterblich sind wie wir immer angenommen haben.
Zuerst verstarb eine gute Freundin und die Art und Weise wie sie verstorben ist hat uns alle sehr betroffen gemacht. Dann aber ist eine Amazone verstorben und der Schock saß tief, so tief dass die Welt Amazonien still stand und bis heute nicht mehr richtig rund läuft. Jetzt ist etwas geschehen was gar nicht geschehen kann und darf. Die Unsterblichkeit wurde entlarvt als ein fantasievolles Konstrukt. Der Tod von Sirena der Kriegerin hat uns allen einen Stachel ins Herz getrieben. Von dieser Stunde an musste die Zeit in Amazonien neu gerechnet werden. Der Tod hat uns enger zusammen getrieben. Erkenntnisse haben Bekenntnisse abgelöst. Wir haben schlagartig begriffen dass wir uns nicht mehr so oberflächlich egal sein dürfen und das ist gut so. Der Tod von Sirena hat uns gezeigt dass wir im Umgang miteinander respektvoller, neugieriger und auch barmherziger sein müssen. Bis heute, Wochen nach dem Tod unserer Freundin haben wir es nicht geschafft die Schockstarre vollends abzuwerfen und die organisatorischen Lücken zu schließen. Der Tod von Sirena war und ist immer noch ein wertvoller Lernprozess.
Vielleicht schaffen wir es die Erkenntnisse zu konservieren und begegnen uns einfach mit mehr Respekt, etwas mehr Ehrlichkeit, nehmen die eigene Wichtigkeit nicht ganz so wichtig und die eigenen Befindlichkeiten nicht ganz so befindlich.
Dann meine lieben Freunde kann ich euch versprechen dass wir die Zeiten überdauern. Vielleicht ist das Rollenspiel endlich aber die Gemeinschaft wird fortdauern und darauf freue ich mich.
Ich bin froh euch zu kennen, bin dankbar dass ich euch begegnen kann. Ich genieße es wirklich wenn ich mal in einer ruhigen Minute mit der oder der ein privates Plauderstündchen halten kann abseits der Rollen. Irgendwie seid ihr mir alle ans Herz gewachsen. Wichtig aber ist vor allen eins: Ihr seid Amazonien. Ihr seid Amazonen und zusammen eine Gemeinschaft. Darauf könnt ihr stolz sein. Ihr könnt darauf stolz sein weil dies in keinem anderen Rollenspiel geschafft wurde.
Ich bin stolz auf euch und ich bedanke mich bei euch allen für euer Wirken.


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